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AlpsHL: Philipp Winzig im Interview: “In der Serie gegen Jesenice ist noch alles drin!”
Von: Markus Rinner Am: 9 Mrz, 2017 | Kategorien: AlpsHL, EHC Lustenau, zSlideshow

Philipp Winzig vom EHC Alge Elastic Lustenau erzielte gestern in letzter Sekunde das entscheidende Tor gegen Jesenice und wendet die vorzeitige Sommerpause ab. Das Erstebankliga.at-Team sprach mit dem Siegtorschützen über das Spiel, die Serie und seine Zukunft.

(Pic: EHC Lustenau)

Du hast gestern das game winning goal in buchstäblich letzter Sekunde geschossen. Erzähl uns über das entscheidende Tor und über die Aufholjagd aus deiner Sicht.

Wir sind nach zwei Drittel um zwei Tore zurückgelegen. Wir wussten, dass wir jetzt nochmal alles geben, sonst war es das für diese Saison. Der erste Treffer im letzten Drittel hat uns nochmal einen richtigen Energieschub gegeben. Jesenice wurde etwas nervös und begann auch leicht zu schwächeln, das haben wir eiskalt ausgenützt. Beim entscheidenden Tor war viel Glück dabei. Gatis Gricinskis Schuss wurde von mir dann noch durch die Beine von Rok Stojanovic abgefälscht. In der Serie steht es nun 2:1 für Jesenice. Am Samstag spielt ihr wieder Zuhause. Was ist in der Serie noch alles drinnen – und was könnte der Schlüssel zum Erfolg sein um die Serie noch zu drehen?

In der Serie ist definitiv noch alles drinnen. Jesenice hat bestimmt damit gerechnet den Sack in Slowenien zuzumachen und nicht noch einmal nach Lustenau zu müssen. Jetzt müssen wir weiterhin hart arbeiten und vor allem in der Verteidigung kompakt stehen. Wir schauen was am Samstag noch möglich ist und machen alles um ein fünftes Spiel in Jesenice zu erzwingen. Die nächsten Spiele sind sogenannte Do-or-Die games. Sind das die Situationen auf die man als Eishockey-Spieler die ganze Saison hinarbeitet und bereitet man sich auf diese Spiele anders vor?

Im Endeffekt ist es jedes Playoff-Spiel oder Do-or-die-game ein Eishockeyspiel wie jedes andere auch. Natürlich nimmt in den Playoffs die Intensität etwas zu. Aber ich denke nicht, dass man in diese Spiele anders reingehen sollte. Ansonsten ist die Gefahr sehr groß, dass man schnell verkrampft. Als Spieler muss man einfach bei jedem Wechsel seine beste Leistung abrufen und dann sieht man, was am Ende rausschaut. Wir dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen und müssen unsere Lockerheit bewahren. Die gehörst zu den erfolgreichsten Scorern deines Teams – wie siehst du selbst deine Rolle im Team?

In erster Linie versuche ich genau wie jeder andere Spieler meine Aufgabe am Eis defensiv zu erfüllen. Die offensiven Spielzüge passieren quasi von alleine. Es ist einfach wichtig, die Arbeit die der Trainer verlang so gut wie möglich umzusetzen. Ich als etwas erfahrener Spieler, versuche natürlich auch das Eine oder Andere an unsere Jungen weiterzugeben. Ich versuche mit einem guten Beispiel voranzugehen.Du gehörst schon zu den erfahrenen Spielern. Welche sportlichen Ziele hast du noch und hast du dir schon Gedanken über das Leben nach Eishockey gemacht?

Als Spieler will man natürlich immer Titel gewinnen. Solange ich noch körperlich fit bleibe, will ich auf diesem Niveau weiterspielen. Natürlich macht man sich auch schon Gedanken über das Leben nach dem Eishockey. Dieser Sport ist meine große Leidenschaft, ich will dem Eishockey unbedingt treu bleiben.

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