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AlpsHL

AlpsHL: VEU Feldkirch kritisiert Liga und „unsportliches Verhalten“ des EHC Bregenzerwald

Auf Grund etlicher verletzter und erkrankter Spieler muss die VEU Feldkirch im heutigen Spiel gegen den EHC Bregenzerwald stark dezimiert antreten. Ein Antrag auf Spielverlegung wurde seitens des EHC Bregenzerwald abgelehnt, so die Aussendung der VEU am gestrigen Donnerstag (siehe HIER). Nun nahm die VEU mittels Presseaussendung Stellung dazu und kritisiert einerseits das Vorgehen des EHC Bregenzerwald, andererseits die Entwicklung der AlpsHL. Die Aussendung im Wortlaut:

Die FBI VEU Feldkirch stellt vorweg klar, dass sie das heutige Heimspiel gegen den EHC Bregenzerwald auf sportlichem Wege gewinnen möchte, auch wenn dies aufgrund der personellen Situation mit verletzten, kranken und angeschlagenen Spielern schwierig werden dürfte. Gleichzeitig hält die FBI VEU Feldkirch fest, dass das Verhalten des EHC Bregenzerwald, einer Spielverschiebung nicht zuzustimmen, als höchst unsportliches Verhalten betrachtet wird. Von Seiten der FBI VEU Feldkirch wird es zukünftig keinerlei freiwilliges Entgegenkommen in Richtung des EHC Bregenzerwald mehr geben. 

Generell wirft diese Situation allerdings die Frage auf, in welche Richtung sich die Alps Hockey League entwickeln möchte bzw. in welche Richtung sie durch das Ligamanagement geführt werden soll. Für Vereine wie die FBI VEU Feldkirch, die auf Amateurbasis arbeiten und bei welchen die überwiegende Mehrheit der Kaderspieler einem normalen Beruf nachgehen, wird es zunehmend schwieriger, einen wettbewerbsfähigen Kader zu stellen. Die aktuelle Situation vor dem heutigen Spiel verdeutlicht dies. Vielen Spielern fehlt schlichtweg die Regenerations- und Genesungszeit, da sie neben Trainings-, Spiel- und Fahrtzeiten auch noch ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen müssen, um nicht in Schwierigkeiten mit ihren Arbeitgebern zu geraten.

Bei Teams mit mehrheitlich Vollprofis und/oder Kooperationsspielern sowie den sogenannten Farmteams ist die Situation eine andere, was zu einem klaren Wettbewerbsnachteil für die Vereine auf Amateurbasis führt. Es ist zu hoffen, dass seitens des Ligamanagements sowie jener Vereine, die Interesse an einer sportlich attraktiven – weil niveaumäßig ausgeglichenen – Liga haben, Überlegungen zu diesen Problemfeldern angestellt werden. Erfolg dies nicht ist es absehbar, dass das an und für sich sehr gute Projekt Alps Hockey League schon bald zu einer Liga wird, die ausschließlich aus reinen Profiteams und Farmteams professioneller Vereine besteht. Nach unserer Auffassung entspricht dies absolut nicht den positiven Grundgedanken der Alps Hockey League, zu welchen unter anderem auch die Förderung talentierter einheimischer Spieler zählt. 

Die FBI VEU Feldkirch betont abschließend, dass sie die Entscheidung, das heutige Spiel trotz der vorliegenden Ausnahmesituation nicht zu verschieben, akzeptiert und sich – wie bereits eingangs festgehalten – einer sportlichen Entscheidung auf dem Eis stellen wird. Der Wunsch nach einer Verschiebung war auch kein Versuch, sich kurzfristig einen Vorteil im Kampf um die Playoff-Plätze zu verschaffen. Die FBI VEU Feldkirch hat die Situation aufgezeigt, um auf die zuvor geschilderten Probleme hinzuweisen, mit welchen mehrere Vereine in der Alps Hockey League konfrontiert sind. Im Sinne einer langfristig positiven Entwicklung der Liga und der Zukunftsperspektiven dieser Vereine möchte die FBI VEU Feldkirch frühzeitig die Diskussion eröffnen, wie sich die Liga weiter entwickeln soll und wie sich Amateurvereine wettbewerbsfähig an der Liga beteiligen können.

www.veu-feldkirch.at, (Pic: David S. Wassagruba)

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