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CHL: Bittere Shootout-Pleite für die Caps gegen Krefeld
Von: Markus Rinner Am: 29 Aug, 2015 | Kategorien: CHL, CHL News, Turniere, UPC Vienna Capitals, zSlideshow

Die UPC Vienna Capitals erleiden eine bittere Heimniederlage gegen den DEL-Vertreter Krefeld. Bis 28 Sekunden vor Schluss führten die Gastgeber 2:1, am Ende aber jubelten die Niederrheiner über den Zusatzpunkt nach Penaltyschießen.

Ferland traf gegen Krefeld (Bild: Red Bull/GEPA Pictures/Ort)

Ferland traf gegen Krefeld (Bild: Red Bull/GEPA Pictures/Ort)

In den ersten 20 Spielminuten hatten die Special Teams viel Arbeit – insgesamt 12 Spielminuten führten zu zahlreichen Powerplays. Die UPC Vienna Capitals hielten nach einer starken Anfangsphase der Krefelder dagegen, in der 5.Spielminute prüfte Kurtis McLean erstmals den tschechischen Torhüter der Gäste, Tomas Duba. Sein Schuss war aber zu zentral, Duba konnte mit dem Schoner abwehren. Nur wenig später sorgte auf der Gegenseite eine schöne Einzelaktion von Istvan Sofron für Aufsehen, doch auch hier war der Torhüter auf dem Posten. Nach Strafen gegen Sven Klimbacher und Phil Lakos mussten die Caps 44 Sekunden in zweifacher numerischer Unterzahl überstehen. Die Wiener verteidigten sicher und kamen in der 11. Minute auch zu ihrem ersten Powerplay. In diesem versuchte sich Ferland nach einem Fraser-Pass backhand, der Puck landete aber über dem Netz. Nach einem weiteren Foul eines Krefelders (Sofron) hatten die UPC Vienna Capitals nun ihrerseits ein 69-sekündiges 5gg3. Der Puck lief gefällig über die Stationen Milam, Iberer, Dzieduszycki zu Derek Whitmore, der im Slot an Duba scheiterte. Zuvor hatte Troy Milam den Krefelder Torwart mit einem Schlagschuss gefordert.

 

Die UPC Vienna Capitals kamen nach Wiederbeginn schwungvoller aus der Kabine – Jonathan Ferland setzte den ersten Akzent, für den Rebound kam Kurtis McLean knapp zu spät. Auch eine Strafe gegen Andreas Nödl konnte den Eindruck nicht mindern, dass die Wiener nun das Spiel geschehen in der Hand hatten. In der 25. Minute durften die Fans im Eissportzentrum Kagran jubeln: Rafael Rotter und Matt Dzieduszycki liefen einen schönen Konter, Rotter wartete mit seinem Pass auf den günstigsten Moment und bediente den Mittelstürmer ideal. Dzieduszycki schoss damit das erste Heimtor der laufenden Saison. Krefeld hatte im Gegenzug das 1:1 auf der Schaufel – doch Nathan Lawson brillierte aus kurzer Distanz gegen Norman Hauner. Zur Halbzeit der Partie durften sich die Wiener wieder im Powerplay üben, Dzieduszycki, Mc Lean (Querpass auf die Schuhe von Torhüter Duba) und ein Fraser-Schlagschuss hätten sich einen neuerlichen Treffer verdient gehabt. Auch als Danny Bois von Klemen Pretnar wunderschön mit der Rückhand angespielt wurde, aber zu wenig Zeit für einen Abschluss vorfand. In der Schlussphase des 2. Drittels wurde es hektisch, die Caps mussten 80 Sekunden neuerlich in zweifacher numerischer Unterzahl überstehen – Phil Lakos wurde nach einem Bandencheck gegen Daniel Pietta für 2+10 Minuten auf die Strafbank verbannt. Die Caps überstanden mit einem guten Penalty Killing abermals diese brenzlige Situation. Kurz nachdem sie wieder vollzählig waren, schossen die Krefelder dennoch den Ausgleich, bei dem sich Christian Kretschmann mit einem Backhander auszeichnete.

 

Der dritte Abschnitt begann mit einem Powerplay, in dem sich Matt Dzieduszycki zwei Mal an einem Schuss versuchte, Duba aber nicht in Bedrängnis brachte. Nur wenig später jubelten die Wiener über den neuerlichen Führungstreffer: Kurtis McLean spielte auf Jamie Fraser, der einen Blueliner Richtung Tor brachte, wo Jonathan Ferland die Scheibe noch unhaltbar abfälschte. Die Wiener drängten in weiterer Folge auf einen dritten Treffer – Niki Hartl hatte nach einem schönen Fischer-Forecheck eine Chance, Whitmore nur wenige Sekunden später dank eines guten Rotter-Zuspiels. 28 Sekunden vor der vermeintlichen Schlusssirene belohnte sich Krefeld für seine Schlussoffensive und egalisierte die Wiener Führung.

 

Das Spiel ging in die Verlängerung, in der Krefelds Istvan Sofron zunächst auf der Strafbank Platz nahm, dann aber Krefeld nach einem Iberer-Ausschluss dominierte. Im Penaltyschießen entschied der 12. Penalty zu Gunsten der Krefeld Pinguine.

 

Statement Headcoach Jim Boni:

„Wir haben ein sehr schwaches erstes Drittel gespielt, erst dann sind wir besser geworden. Es waren auch viele Strafen, viel zu viele Strafen. Wir lernen hoffentlich daraus nicht nur für Donnerstag, sondern für die ganze Saison“.

 

UPC Vienna Capitals vs. Krefeld Pinguine 2:3 n.P. (0:0, 1:1, 1:1, 0:0, 0:1)

Tore:

1:0 26. Dzieduszycki (Rotter)

1:1 40. Kretschmann (Pietta, Supis)

2:1 44. Ferland (Fraser, Gamache) 4 gg. 3

2:2 60. Pietta (Eriksson) 6 gg. 5

2:3 65. Eriksson GWPS

www.vienna-capitals.at