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Damen-WM: Team Austria kann gegen Frankreich die Medaille praktisch fixieren!
Von: Markus Rinner Am: 18 Apr, 2017 | Kategorien: Damen, Team, Turniere, Weltmeisterschaften, zSlideshow

Nach den zwei Siegen zum Start genossen Österreichs Eishockeydamen den freien Ostermontag. Rund um das Frühstück saßen sie in der Hotelhalle des Ramada vor dem Fernsehschirm und sahen sich interessiert die Aufzeichnung des Ungarn-Sieg auf ORF Sport+ an. ÖEHV Damen Eishockey

Die folgenden Freizeitaktivitäten dachte sich die Sportpsychologin Andrea Keplinger aus Mils bei Imst aus: unter freiem Himmel ein Teampuzzle lösen. Die Idee dahinter: Viele kleine Ideen sollen eine große Lösung bringen. Das dient – wie Andrea Keplinger versicherte – auch dazu den Kopf zu entlüften. Die große Lösung wäre dann Dienstagabend der dritte Sieg bei dieser WM gegen die bisher punkte- und torlosen Französinnen.

Österreich erzielte in zwei Spielen zehn Tore mehr als Frankreich, kassierte aber auch zwei mehr. Das ist der Ansatzpunkt für Teamchef Pekka Hämäläinen: „Ich bin bisher zufrieden, aber wir müssen unser Spiel ständig verbessern.“ Vor allem in der Defensive. Die Wunschvorstellung des Finnen wäre ein Mix zwischen rot-weiß-roten Qualitäten vor dem Tor des Gegners und japanischer Stärke im eigenen Drittel. Aber Wunschkonzerte gibt es auch im Eishockey sehr selten. Die letzten drei Partien gegen die Französinnen bei Weltmeisterschaften und in der Olympiaqualifikation waren immer knapp: 2015 in Rouen lag Österreich 0:2 zurück, gewann aber noch 3:2. 2016 im dänischen Aalborg gewann Frankeich 2:1. Für Hämäläinen war das aber Österreichs beste Leistung bei der WM. Im Februar gab´s beim Scheitern im Kampf um Olympia 2018 in Japan ein 1:3, wobei das letzte Tor fiel, als Österreich alles riskierte und ohne Torfrau spielte.

Ob Dienstagabend, wie gegen Ungarn Theresa Hornich im Tor beginnt oder wie gegen Norwegen Jessica Ekrt, entscheidet Hämäläinen in Absprache mit seinen Assistenten Mario Bellina, Risto Kurkinen und Michael Schmidt erst am Spieltag nach dem Vormittagstraining.

Die offene Rechnung aus Japan soll in Graz beglichen werden. Dabei hoffen die Österreicherinnen auf noch mehr Hilfe von den Rängen als bisher. Das Duell gegen Favorit Japan am Donnerstag ist noch kein Thema. Jetzt geht´s um Frankreich. Klar setzt Hämäläinen weiter auf die Topform seiner Leaderinnen. Wie beispielsweise Denise Altmann, bisher mit vier Toren und drei Assists beste Scorerin der Weltmeisterschaft. Oder auf Janine Weber: „Sehr gut, wie sie für das ganze Team hart arbeitet“, lobte Hämäläinen die Tirolerin.

Mit Tempo und vier Sturmlinien soll die Revanche gegen die Französinnen gelingen. Jede Dame weiß, dass die Französinnen nach ihren Niederlagen gegen Dänemark und Norwegen unter der Devise „jetzt erst recht“ spielen werden gerade das macht sie gefährlich. Das hörten die Spielerinnen auch von Sportpsychologin Andrea Keplinger. Wenn auch diese Hürde unter der Devise „aller guten Dinge sind drei“ genommen wird, ist das Medaillenziel praktisch geschafft. Danach würde es Donnerstag gegen Japan um den Aufstiegstraum gehen.

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