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EBEL

EBEL-Kaderbewertung: Fehervar AV19 (11/12)

Traditionell blickt Hockey-News auch heuer wieder auf die Teams der Erste Bank Liga. Neben einem Blick auf die Kaderbewegungen und einer Analyse aller Mannschaftsteile wagt die Hockey-News Redaktion auch eine Einschätzung der Stärke des jeweiligen Teams.

Für die Cracks von Fehervar endete die vergangene Saison mehr als enttäuschend. Nachdem man den direkten Einzug ins Playoff verpasste, blieb den Ungarn nur der ungeliebte Weg in die Zwischenrunde, wo am Ende der ernüchternde letzte Platz herausschaute. Dennoch vertraut man auch heuer auf ein altbewährtes Trainergespann bei den roten Teufeln. Ob es jedoch Coach Benoit Laporte gelingen wird, seinen Jungs Playoff-Moral einzuimpfen, wird sich zeigen. Der Kader verspricht jedenfalls einiges.

 

DER COACH

Mangelnde Erfahrung kann man dem Mann hinter der Bande der Maygaren nicht vorwerfen. Benoit Laporte bestreitet heuer seine bereits 20. Saison als Cheftrainer und schwingt nun schon das zweite Jahr das Zepter in Fehervar. Dass sich Vertrauen auf lange Sicht gesehen auszahlt, konnte man schon öfters anderorts bemerken. Zudem hatte es der 57-Jährige nicht leicht im vergangenen Jahr, musste er doch namhafte Abgänge ohne wirkliche Kompensation verkraften. Doch heuer sieht die Welt der Teufel ganz anders aus: Ligaerfahrene quirlige Spieler tanzen nach Laportes Pfeife. Mit entsprechender Taktik sicherlich ein ernstzunehmender Gegner.

Punkte: 7/10

 

Benoit Laporte erwartet eine große Herausforderung (Photo: GEPA pictures/ Felix Roittner)

DIE GOALIES

Lässt man den Blick über den Goaliesektoren bei den EBEL-Teams schweifen, so erkennt man einen deutlich Trend: Höheres Alter und mehr Erfahrung ist bei den Mannschaften höher im Kurs als jugendliche Power. Ganz im Gegensatz dazu präsentieren sich die Ungarn: Mit Miklos Rajna (26) und Mark Visentin (25) hat man nicht gerade die erfahrensten Tormänner im Kader. Dennoch: Rajna geht in seine bereits 6. Saison mit Fehervar, mauserte sich vom Eigenbau-Backup zum verlässlichen Rückhalt. Die Fangquoten der letzten beiden Jahre lesen sich auch nicht schlecht: 92,1% bzw 90,4%. Ihm zur Seite steht ab heuer Mark Visentin, ein junger Kanadier der bereits eine Partie in der NHL vorweisen kann. Nach Gastspielen in der AHL bzw. der ECHL geht es für den 25-Jährigen erstmals nach Übersee. Kann er sich an das Hockey in Europa rasch gewöhnen, könnte er ein wichtiger Baustein im Team sein. Dennoch könnte dieser Schuss (sprich junge Torhüter) auch schnell nach hinten los gehen.

Punkte: 6/10

DIE DEFENSE

Die Abwehr der Ungarn scheint auf den ersten Blick unterbesetzt, wirft aber bei näherer Betrachtung einige interessante Namen auf. Mit Bence Sziranyi und Daniel Szabo bleiben zwei Lokalmatadoren an Bord, dazu kommt mit Jonathan Harty ein wendiger Offensivverteidiger, der bereits in Ljubljana gezeigt hat, welche Qualitäten er vor allem im Spiel ohne Puck – sprich Stellungsspiel hat. Ebenso hellhörig dürften die 99ers-Fans geworden sein als man hörte, dass der ehemalige Tryout-Defender Jesse Jyrkkiö in Ungarn angeheuert hat. Mit seinen Offensivskills, die der Finne vor allem im Powerplay voll ausspielt, könnte er eine echte Waffe im Überzahlspiel werden. Bleibt nur die Frage inwieweit die Teufel ihre Offensivkanoniere auch defensiv verwenden können. Komplettiert wird die Abwehr mit Lika Vidmar und den jungen Eigenbaucracks Reiter, Stipsicz, Szaba und Uotila.

Punkte: 6/10

Harty verteidigt nun in Fehervar (Photo: GEPA pictures/ Thomas Bachun)

DIE OFFENSE

Zu den Altbekannten Erdely und Koger gesellen sich im Sturm Ex-Ljubljana-Kapitän Ales Music, der erstmals in seiner Karriere außerhalb der slowenischen Hauptstadt auflaufen wird. Er gilt als Führungsspieler mit sage und schreibe 444 EBEL-Spielen auf dem Buckel und bildete eine der wenigen Konstanten im Team der grünen Drachen. Ebenfalls neu in Fehervar ist Wandervogel Olivier Latendresse. Der Kanadier spielte bereits für die Graz99ers, Linz und Villach. Seine Scoring-Ability sowie seine Wendigkeit sind unbestritten, einzig defensiv mangelt es dem 1,78m großen Center  zuweilen an Durchsetzungskraft. Mit Jeff LoVecchio kehrt zudem ein bekanntes Gesicht zurück zu den Teufeln. Bereits 2014/15 spielte der Left-Wing bei den Magyaren und erzielte in 39 Spielen 35 Punkte. Die ersten beiden Linien scheinen also gerüstet, bleibt nur die Frage inwieweit die jungen Spieler dahinter mit dem Niveau der EBEL mithalten können.

Punkte: 6/10

LoVecchio kehrt nach Fehervar zurück (Photo: GEPA pictures/ Csaba Doemoetoer)

FAZIT

Während man in der letzten Preseason nahezu untätig blieb, so lockten die Ungarn heuer einige namhafte Spieler nach Fehervar. Gelingt es Benoit Laporte diese Cracks in eine Einheit zu verwandeln und vor allem die augenscheinliche Defensivschwäche auszugleichen, so könnte man eine Sensation schaffen. Die Top 6 scheinen dennoch ein unrealistisches Ziel.

Gesamtpunkte: 25/40

RANGTEAMPUNKTEBERICHT
1.Vienna Capitals36Bewertung
1.EC Red Bull Salzburg36Bewertung
3.EC KAC33Bewertung
3.EHC Black Wings Linz33Bewertung
5.HC Bozen Südtirol29Bewertung
5.HC Innsbruck "Die Haie"29Bewertung
7.Graz99ers28Bewertung
8.Medvescak Zagreb27Bewertung
9.EC Dornbirn Bulldogs25Bewertung
9.Fehervar AV1925Bewertung
11.EC VSV23Bewertung
11.HC Orli Znojmo23Bewertung

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