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EBEL Playoff-Preview: Wien gegen Bozen – wer zieht ins Finale ein?
Von: Florian Pöllinger Am: 13 Mrz, 2017 | Kategorien: EBEL, HC Bozen, Vienna Capitals, zSlideshow

Die Vienna Capitals, der Dominator der ganzen Saison, stieg nach einem Sweep gegen Innsbruck auch problemlos ins Halbfinale auf. Etwas überraschend, dafür aber umso beeindruckender setzten sich die Füchse aus Bozen klar mit 4:1 gegen die Black Wings aus Linz durch. Spannung ist in dieser Serie also garantiert.

DatumHeimteamAuswärtsteamErgebnis
23.09.2016UPC Vienna CapitalsHC Bozen4:3 n.P.
30.10.2016HC BozenUPC Vienna Capitals4:3 n.V.
02.12.2016UPC Vienna CapitalsHC Bozen6:4
22.12.2016HC BozenUPC Vienna Capitals2:3 n.P.
27.01.2017UPC Vienna CapitalsHC Bozen5:1
17.02.2017HC BozenUPC Vienna Capitals0:5

Siege 5:1 Capitals; Tore: 26:14 Capitals

Die direkten Begegnungen sprechen klar für das Team von Serge Aubin. Aber speziell im Grunddurchgang waren alle Spiele hart umkämpft und drei Mal musste sogar eine Verlängerung bzw. ein Penalty-Schießen herhalten um einen Sieger zu ermitteln. Sogar das Spiel Anfang Dezember wurde trotz einer 5:1 Führung der Caps am Ende noch einmal spannend.

Key Factors

Worauf wird es in dieser Halbfinalserie besonders ankommen?

Duell der Topscorer:

Traut man der Statistik so wird es eine torreiche Serie geben denn die Topscorerwertung wird von zwei Caps-Spielern angeführt, verfolgt werden die beiden allerdings von einem Bozen-Duo. Derzeit sind Riley Holzapfel und Rafael Rotter das Maß aller Dinge was die Offensive angeht. In den vier Spielen gegen die Innsbrucker Haie machte Holzapfel sagenhafte zehn Punkte, Rafael Rotter nur einen weniger. In Bozen vertraut man hingegen auf die Künste von Brodie Reid und Travis Oleksuk, beide halten nach der Serie gegen Linz bei sieben Scorerpunkten aus fünf Spielen.

Holzapfel spielt in bestechender Form (Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Powerplay

Was spielten die Caps für ein Powerplay im Viertelfinale. Aus 21 Möglichkeiten netzten die Wiener gleich zwölf Mal ein, das ergibt einen Wert von   57,1%!. Zum Vergleich, das zweitbeste Powerplay im Viertelfinale hatte Znaim mit 13,3%. In Bozen hingegen sah es im Überzahlspiel sehr düster aus. Trotz 15 Gelegenheiten wollte kein Treffer gelingen. Das muss sich gegen die Caps ändern, ansonsten wird man wohl keine Chance haben. Da nützt es auch nicht viel wenn man gegen die Linzer im Unterzahlspiel souverän agierte und keinen Treffer zugelassen hat.

Goaltending

Marcel Melichercik spielte eine sensationelle Serie im Viertelfinale und glänzte mit einer Fangquote von 94,6% und einem Gegentorschnitt von nur 1,89 pro Spiel. Sein Gegenüber Jean-Philippe Lamoureux hält bei einem ähnlichen Schnitt von 1,90 Gegentore pro Spiel. Die Frage wird sein ob Melichercik diese Form gegen diese offensiv so starken Wiener halten kann. Lamoureux hat in der Liga schon bewiesen, dass auf ihn Verlass ist, zudem hat er mit den Südtirolern noch eine Rechnung offen, schied er doch in der Saison 2013/14, damals noch mit dem VSV, gegen die Füchse im Halbfinale aus.

Bringt Melichercik auch die Wiener Stürmer zur Verzweiflung? (Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Prognose

Sowohl die direkten Duelle als auch die einzelnen Statistiken sprechen eigentlich klar für die Wiener. Aber eben nur eigentlich. Der HC Bozen ist ein sehr unangenehmer Gegner und mit Tom Pokel hat man einen Trainer, der bereits weiß wie man die Meisterschaft in der EBEL holt und die vermeintlichen Favoriten nach und nach ausschalten kann. Vor allem die Tatsache, dass Pokel nach der Meistersaison mit Bozen auch in Wien als Coach tätig war, bringt noch mehr Brisanz in dieses Semifinale. Es wird eine hart umkämpfte und knappe Serie werden.

Hockey-News Tipp:

Vienna Capitals in sieben Spielen.

www.hockey-news.info; Bilder: sport-bilder.at/Harald Dostal