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EBEL-Playoffs: Black Wings zwingen Bozen in der Overtime in die Knie
Von: Martin Muhrer Am: 26 Feb, 2017 | Kategorien: Black Wings Linz, EBEL, HC Bozen, zSlideshow

Heute startete die bereits dritte Playoff-Serie zwischen den Black Wings Linz und den Bozen Foxes – man erwartet sich eine durchaus enge Serie. Game 1 sollte unterstrich das gleich doppelt, denn nach einem 1:1 nach 60 Minuten und grandiosen Goalie-Leistungen musste der Sieger in der Verlängerung ermittelt werden.

(Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Beide Mannschaften zeigten sich von Beginn an körperlich präsent. Vor allem die Gäste aus Südtirol versuchten die Black Wings mit frühem Forechecking zu Fehlern zu zwingen. Die Linzer ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und versuchten ihr Spiel aufzuziehen, was ihnen über weite Strecken auch gut gelang. Nach knapp vier Spielminuten konnten die Heimfans das erste Mal jubeln. Nach Zuspiel von Fabio Hofer traf Joel Broda aus spitzem Winkel zum 1:0. Die Hausherren waren im ersten Drittel die deutlich aktivere Mannschaft, scheiterten im Abschluss aber immer wieder an HCB-Goalie Marcel Melichercik. Vier Minuten vor Drittelende hatten die Füchse in Überzahl einige gefährliche Chancen. Brodie Reid hatte in dieser Druckphase den Ausgleich auf der Schlägerschaufel. Er kam nach einem Abpraller völlig frei vor Michael Ouzas an den Puck, sein Schuss ging aber deutlich über das Tor.

Im zweiten Drittel mussten die Fans lange auf spielerische Höhepunkte warten. Und zwar bis zur 30. Spielminute, in der die Gäste erstmals in dieser Partie anschreiben konnten. Es war beinahe ein Spiegelbild des ersten Tores. Reid traf im Konter nach Zuspiel von Clark Thompson Seymour zum 1:1. Die Black Wings schwächten sich im Mittelabschnitt mit einigen Strafen selbst und konnten ihr Spiel dadurch nicht richtig aufziehen. Die Füchse kamen in Überzahl immer wieder gefährlich vor das Tor von Ouzas, der einige Schüsse mit guten Paraden entschärfen konnte. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff hatten die Hausherren großes Glück. Alexander Gellert scheiterte in Überzahl mit seinem Hammer an der Stange.

Auch in der Anfangsphase des Schlussabschnittes standen beide Mannschaften defensiv sehr solide und ließen wenige Chancen zu. Die Linzer kamen aber mit Fortdauer des Drittels immer besser ins Spiel und erspielten sich auch zahlreiche Chancen. Vor allem die Linie rund um Joel Broda sorgte oft für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. In Minute 55 scheiterte Fabio Hofer aus spitzem Winkel an Melichercik, der seine Mannschaft mit einigen guten Paraden in die Overtime retten konnte. Die Hausherren wollten gleich zu Beginn der Verlängerung alles klar machen. Nach nicht einmal einer Minute hatte Dan DaSilva nach einem schönen Solo den Siegestreffer am Schläger, er wurde bei seinem Schuss jedoch im letzten Moment entscheidend gestört. Aber auch die Füchse gaben sich keine Blöße und spielten munter darauf los. Das bessere Ende hatten aber die Black Wings. In der 69. Spielminute erlöste Brian Lebler die Linz-Fans. Nach Zuspiel von Brett McLean im Konter verwertete Lebler seinen eigenen Nachschuss und sorgte damit für die Entscheidung in Viertelfinale Nummer 1.

Erste Bank Eishockey Liga – Viertelfinale / Game 1

EHC Liwest Black Wings Linz : HCB Südtirol Alperia – 2:1 n.V (1:0|0:1|0:0|1:0)

Tore:

1:0 Broda (4.)

1:1 Reid (30.)

2:1 Lebler (69.)

Stand in der Serie: 1:0

www.erstebankliga.at , Bild: sport-bilder.at/Harald Dostal