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EBEL-Playoffs: Caps sichern sich mit knappem Sieg Matchpucks
Von: Jörg Trondl Am: 19 Mrz, 2017 | Kategorien: EBEL, HC Bozen, Vienna Capitals, zSlideshow

Ein unterhaltsames Spiel mit vielen Überzahlmöglichkeiten aber wenig Toren endete zu Gunsten der Wiener, den einzigen Treffer erzielte Ferland. Die Capitals könnten nun schon am Dienstag ins Finale einziehen.

Auch heute war die Defensive der Wiener souverän, wie zum Beispiel Lakos (Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

 

Das Spiel im ausverkauften, stimmungsgeladenen Eissportzentrum Wien begann schwungvoll, Bozen sorgte für Druck, aber auch die Wiener fanden gleich gut in die Begegnung und konnten sich nach der Anfangsphase im Drittel der Gäste festsetzen. In weiterer Folge schwammen die Italiener in der Verteidigung gewaltig und der erste Treffer lag in der Luft. Die Caps spielten Chance um Chance heraus, Melichercik konnte aber Schlimmeres verhindern. Die Gastgeber liefen, kämpften und schossen aus allen Rohren, so um Beispiel Bauer aus kurzer Distanz in Minute 11 und Nödl in Minute 12, der aber immerhin eine Strafzeit gegen die Füchse herausholte. Auch das erste Powerplay des Abends sollte nicht zu einem Treffer führen, Bozen überstand die zwei Minuten. Gegen Ende des Drittels kam Bozen etwas auf, Egger traf aber das leere Tor nicht und so blieb es beim Unentschieden, auch, weil Holzapfel 45 Sekunden vor Schluss ebenso am gegnerischen Torhüter scheiterte. Das bezeichnende Schußverhältnis nach dem ersten Drittel: 14 zu 1.

Auch in das Mitteldrittel startete Bozen besser, abermals waren die Südtiroler aber zu ungefährlich. 24 Minuten waren gespielt als Vallerand wegen Haltens in die Kühlbox mußte, Fraser tat es ihm allerdings wenig später gleich und ging für Behinderung. Es ging weiter munter Hin und Her, Treffer fielen aber weiter keine. Ein Überzahlspiel für die Füchse (Tessier mit 2 Minuten) blieb ungenutzt, ein weiteres in Minute 32, Lakos erhielt eine Strafe wegen Beinstellens, sorgte für die Riesenchance für die Wiener, Nödl erkämpfte sich nach einem Breakaway den Puck in der Ecke und spielte einen Zauberpass auf Vause, der völlig alleinstehend den Puck knapp am Tor vorbeiknallte. 22 Sekunden vor Drittelende fiel der erste Treffer des Abends, nach eigentlich vertändeltem Konter durch Holzapfel, kam der Puck zu Rotter, der nach schöner Körpertäuschung wunderschön auf Ferland passte, der nur mehr einschieben mußte. So ging es auch in die Kabine.

Kann Bozen noch einmal jubeln? (Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

 Im Schlussdrittel ging Luoma nach Foul an Rotter 2 für zwei Minuten raus, das Powerplay blieb aber harmlos. Kurz darauf verfehlte Grosslercher einen Vause-Pass nur knapp, Melichercik wäre geschlagen gewesen. Auch die Füchse konnten erneut ein Powerplay nicht nützen. Gander ließ sich dann zu einer unnötigen Strafe hinreißen, abermals behielt das Unterzahl-Team die Oberhand, wie so oft an diesem Abend. Minute 53 war gespielt, als die Vienna Capitals zu einer 5 gegen 3 Überzahl kamen, Root und Seymour saßen Strafen ab. erneut kein Tor. Beide Teams am heutigen Abend mit Schwächen bei den Powerplay Special Teams. In Minute 58 die große Ausgleichsmöglichkeit für die Italiener, Roots Schuß streifte die Latte, kurz darauf traf Bernard nur die Stange. Pech für die Gäste. In der letzten Minute nahmen die Rot-Weißen den Torhüter vom Eis, Tor sollte aber keines mehr fallen. Gleich Dienstag geht es weiter und die Vienna Capitals könnten schon den Sack zu machen und erneut mit einem Sweep eine Runde weiterkommen.

Erste Bank Eishockey Liga – Halbfinale / Game 3

UPC Vienna Capitals : HCB Südtirol Alperia – 1:0 (0:0/1:0/0:0)

Tor: 1:0 Ferland (40.)

Stand in der Serie: 3:0