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EBEL-Playoffs: Melichercik Superstar – Bozen holt sich Game 3
Von: Martin Muhrer Am: 3 Mrz, 2017 | Kategorien: Black Wings Linz, EBEL, HC Bozen, zSlideshow

Vor der Serie standen hinter den beiden Torhütern so einige Fragezeichen – diese sind nach einer irren dritten Partie definitiv verschwunden. Die beiden Goalies entschärften in Game 3 der Viertelfinalserie mehr als 80 Torschüsse, Marcel Melichercik bliebt ohne Gegentreffer und sicherte Bozen somit die 2:1 Serienführung. Brodie Reid war in Minute 57 der Goldtorschütze.

(Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Wie schon in den ersten zwei Playoff-Begegnungen standen beide Mannschaften von Beginn an defensiv sehr solide und ließen wenige hochkarätige Chancen zu. Die Fans in der Keine Sorgen Eisarena Linz bekamen ein ausgeglichenes erstes Drittel zu sehen. Sowohl der EHC als auch der HCB erstickte die Angriffsbemühungen des Gegners mit aggressivem Forechecking im Keim und daher kam auch über weite Strecken kein richtiges Spiel zustande. Die beste Phase im ersten Abschnitt hatten die Black Wings zwei Minuten vor Drittelende in Überzahl. Die Hausherren ließen die Scheibe laufen und kamen innerhalb kurzer Zeit durch Broda, DaSilva und Co. zu zahlreichen gefährlichen Torchancen. HCB-Schlussmann Marcel Melichercik bestätigte seine starke Form und rettete Bozen mit einem 0:0 in die Pause.

Im zweiten Drittel nahmen die Black Wings die Zügel in die Hand und erhöhten das Tempo. Die Linzer hatten fast dreimal so viele Torschüsse wie die Gäste aus Südtirol. Der HCB konnte sich im Mittelabschnitt kaum aus der Umklammerung des EHC befreien und nur ab und zu mit Entlastungsangriffen für Gefahr vor Michael Ouzas sorgen. Bis auf einen Stangenschuss von Clark Thompson Seymour in der 25. Spielminute hatten die Füchse keine einzige gefährliche Torchance. Die Hausherren kombinierten sich immer wieder perfekt durch das gegnerische Drittel, beim Abschluss fehlte aber des Öfteren das letzte Quäntchen Glück.

Die Black Wings starteten mit viel Schwung in den letzten Abschnitt und hatten bereits nach zwei Minuten Grund zu jubeln. Der Puck landete nach einer übersichtlichen Situation im Tor von Melichercik. Die Schiedsrichter nahmen sich jedoch den Videobeweis an und entschieden wegen einer aktiven Bewegung des Schlittschuhes eines Linzer Spielers auf “Kein Tor”. Die Hausherren ließen sich dadurch aber nicht beirren und feuerten weiterhin aus allen Lagen auf das gegnerische Tor, der Treffer wollte aber einfach nicht gelingen. In der 57. Spielminute fiel er dann aber endgültig – der erste Treffer des Spieles. Nach einem katastrophalen Fehler der Linzer im Angriffsdrittel traf Brodie Reid im Konter zum 1:0 aus Sicht der Gäste. EHC-Coach Rob Daum fackelte nicht lange und nahm nach einem Time-Out Ouzas für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Das letzte Aufbäumen war jedoch vergebens, Insam traf nach Zuspiel von Sparks ins leere Tor und sorgte für den 2:0-Endstand.

Erste Bank Eishockey Liga – Viertelfinale / Game 3

EHC Liwest Black Wings Linz : HCB Südtirol Alperia – 0:2 (0:0|0:0|0:2)

Tore:

0:1 Reid (57.)

0:2 Insam (60./EN)

Stand in der Serie: 1:2

www.erstebankliga.at , Bild: sport-bilder.at/Harald Dostal