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EBEL-Preview: Innsbruck mit zwei Auswärtsspielen binnen 24 Stunden!

Mehr als die Hälfte des Grunddurchgangs ist bereits absolviert. Bereits in dieser Phase spitzt sich der Kampf um die Playoff-Positionen zu. Während der VSV durch die letzten Ergebnisse den Sprung über die Linie geschafft hat und diesen mit einem Sieg gegen Fehervar AV 19 verteidigen will, haben der HC Orli Znojmo und der EC-KAC etwas an Boden verloren. Beide benötigen im direkten Duell Punkte, um den Anschluss nicht zu verlieren.  Auch die 99ers mussten zuletzt ihren Platz unter den Top-6 freimachen. Gegen den HC TWK Innsbruck – die sich durch einen erfolgreichen November einen kleinen Polster verschafft haben – wollen sie mit einem Sieg wieder an der Pick-Round anklopfen. Die UPC Vienna Capitals wollen mit dem Gerangel um die Playoff-Plätze nichts zu tun haben. Sie genießen lieber den Platz an der Sonne und wollen durch einen Sieg gegen den HCB Südtirol Alperia den Vorsprung verteidigen.

(Pic: Hockey-News)

(Pic: Hockey-News)

VSV will in Fehervar Top-6 Platz verteidigen
Durch zwei Siege in den letzten drei Spielen, hat der EC VSV wieder den Sprung in die wichtigen Top-6 geschafft. Zuletzt mussten die Adler sich allerdings zu Gast in Ljubljana mit 3:4 nach Overtime geschlagen geben. Besonders gegen die Teams des unteren Tabellendrittels dürfen sich die Villacher keine Ausrutscher leisten, wollen sie bis zum Ende des Grunddurchgangs in der Top-6 bleiben. Die 99ers und auch Znojmo befinden sich in Lauerstellung beim Kampf um einen Platz in der Pick-Round. Um die Verfolger auf Distanz zu halten, benötigen sie einen Sieg zu Gast bei Fehervar AV19. Doch diese zeigten zuletzt starke Leistungen und gewannen zwei ihrer letzten drei Spiele. Kürzlich landeten sie in Klagenfurt einen 4:2 Erfolg und gerade in ihrer Heimhalle ist das Team aus Ungarn keinesfalls zu unterschätzen. Das ist sich auch VSV Stürmer Jan Urbas bewusst. „Es wird ein schweres Spiel. Fehervar spielt Zuhause deutlich stärker. Wir müssen uns auf unsere Defensive konzentrieren. Wenn wir hinten kompakt stehen, ergeben sich vorne die Chancen von alleine. Wir müssen von der ersten Sekunde an bereit sein. Gelingt es uns eine solide Defense zu spielen, haben wir gute Chancen auf die drei Punkte.“

Fehervar AV 19 konnte sich mittlerweile den 10. Tabellenplatz sichern und auf das nächste Team – den KAC – sind lediglich drei Punkte Differenz. In den letzten zehn Spielen gelangen ihnen 14 Punkte und diesen Erfolgslauf wollen sie bei ihren beiden Heimspielen am Wochenende fortsetzen. Nicht zuletzt, weil einige der verletzten Spieler etwas Zeit hatten sich zu erholen und gegen den VSV wieder am Eis stehen werden. Coach Benoit Laporte konnte sein Team fokussiert auf die Begegnung vorbereiten. „Wir haben viel an unserem Eins-gegen-Eins-Spiel und an unserer Offensive gearbeitet. Villach ist ein sehr gefährliches Team, dass viele Tore erzielen kann. Keiner bei uns darf sich ausrasten – alle 20 Spieler und unsere beiden Goalies müssen fokussiert sein und 100% geben. Wenn uns das als Team gelingt, können wir erfolgreich sein.“ In den bisherigen Saisonduellen in dieser Saison konnte bisher jeweils das Heimteam gewinnen.

KAC will weiße Weste gegen Znjomo verteidigen
Sowohl der EC-KAC als auch der HC Orli Znojmo blieben bisher in dieser Saison unter ihren Erwartungen. Beide Teams wollen aber den wichtigen Sprung in die Top-6 noch schaffen, dazu werden aber dringend Punkte benötigt. Der EC-KAC verlor nach drei Niederlagen en-suite etwas den Anschluss an die Playoff-Plätze. Der Abstand zum sechsten Platz beträgt mittlerweile sechs Punkte. Der HC Orli Znojmo startete nach einem etwas verpatzten Saisonstart eine Aufholjagd im Oktober. In den letzten Wochen schwächelten die Tschechen allerdings wieder. In den letzten sechs Spielen wurde lediglich ein Sieg erzielt. Der KAC dürfte so etwas wie der Angstgegner von Znjomo sein. In den bisherigen beiden Spielen konnte der vorjährige Finalist noch keinen einzigen Punkt ergattern. Insgesamt gab es dieses Duell bereits 27-Mal in der Erste Bank Eishockey Liga, davon konnten sich 19-mal die Klagenfurter durchsetzen. Doch der KAC ist zurzeit angeschlagen und zog in den letzten zwölf Spielen neun Mal den Kürzeren. Doch Verteidiger Steven Strong und sein Team schauen längst wieder nach vorne. „Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert und die Enttäuschung, die drei Niederlagen hintereinander ausgelöst haben, aus unseren Köpfen bekommen. Mit neuem Mut und frischem Wind werden wir gegen Znojmo voll angreifen. Der Spielplan ist im Dezember dicht gedrängt, also ideal, um in der Tabelle nachhaltig Boden gutzumachen.“

Auch Znojmo verlor zuletzt vier Spiele und ist aus der Top-6 rausgerutscht. Noch beträgt der Vorsprung der Tschechen auf den KAC drei Punkte, gleich viele Punkte, wie ihnen zurzeit auf einen Playoff-Platz fehlt.

Yellow-Horn und Co. fuhren ohne Punkte nach Hause. (Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Yellow-Horn und Co. wollen Punkte (Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Caps wollen Spitzenposition weiter ausbauen
Mit einem Spiel mehr als die Konkurrenz, lachen die UPC Vienna Capitals mittlerweile mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung von der Tabellenspitze. Dieser Vorsprung soll natürlich über das Wochenende zumindest gehalten werden. Die erste Hürde stellt der HCB Südtriol Alperia dar. Mit sechs Siegen aus den letzten sieben Spiel sind die Südtiroler eines der heißesten Teams der Liga. „Bozen hat die Black Wings und Meister Salzburg niedergerungen. Das Selbstvertrauen bei den Südtirolern ist daher immens hoch. Ich bin mir sicher, dass sie auch mit einem Sieg hier in Wien-Kagran spekulieren. Aber wir werden alles unternehmen, dass wir mit drei Punkten vom Eis gehen. Dafür müssen wir 60 Minuten konzentriert spielen und dürfen uns keine Fehler erlauben“, spricht Head-Coach Serge Aubin eine deutliche Warnung aus. Die ersten beiden Duelle zwischen den UPC Vienna Capitals und dem HCB Südtirol waren schon nichts für schwache Nerven.

Die Caps setzten sich zu Hause, in der Albert-Schultz-Halle, gegen die Füchse mit 4:3 im Shoot-Out durch. Auswärts in Bozen gab es für die Aubin-Männer eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung. „Bozen ist ein Top-Team. Das haben wir schon in den beiden Aufeinandertreffen live zu spüren bekommen. Wir haben jetzt gegen Graz und Ljubljana zwei Mal zu Null gewonnen. Das ist aber schon wieder Geschichte. Morgen gibt es gegen Bozen nur eine Devise und die heißt Vollgas“, so Jerry Pollastrone, der zuletzt gegen die Südtiroler zwei Mal getroffen hat. Die Capitals gewannen fünf der letzten sechs Spiele. Wenn es Bozen gelingt diese Siegesserie zu beenden, könnten die Südtiroler zu den Top-drei wieder aufschießen.

99ers wollen zurück in die Top-6
Während die Moser Medical Graz 99ers nach den letzten Spielen aus den Top-6 rausgerutscht sind, konnten sich der HC TWK Innsbruck durch den November-Erfolgslauf etwas absetzen. Nach Verlustpunkten verbuchten die Haie den besten November aller Teams der Liga, der sie vorübergehend auf Rang vier brachte. „Dieser Erfolg ist hart erarbeitet. Wir sind aber noch nicht am Ziel. Im Gegenteil. In dieser Mannschaft steckt noch viel Potential, wir haben unser Limit längst noch nicht erreicht“, erklärt etwa Verteidiger Philipp Lindner selbstbewusst. Im Rennen auf die Playoff-Plätze konnten sich die Haie mittlerweile einen guten Polster erspielen – sie haben bereits 12 Punkte Vorsprung auf die siebentplatzierten Grazer. Der Blick der Haie ist allerdings nach vorne gerichtet und nicht nach hinten. „Wir schauen gar nicht auf den Vorsprung auf die Nicht- Playoff-Ränge. Wir wollen vielmehr den Rückstand auf das Spitzentrio verringern. Das ist unser Ziel, wir wollen immer mehr“, so Philipp Lindner, Stürmer der Innsbrucker. Ziemlich konträr verlief der Novermber für die 99ers, die letzten fünf Spiele – und somit auch der Platz unter den Top 6 – gingen verloren. Dabei hat die Saison für die Murstädter sehr vielversprechend begonnen. Zu Beginn des Novembers standen sie noch auf Rang vier, ehe die Niederlagenserie startete. Mit Beginn des Dezembers, hoffen nun die Grazer wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.

Voll in der Erfolgsspur sind zurzeit die Innsbrucker Haie. Die können bei ihrem Auswärtsdoppel ihr Punktekonto weiter ordentlich aufstocken. Nach dem Freitagsspiel gegen die 99ers, geht es für die Haie bereits am Samstag in Ljubljana weiter, mit dem Ziel den Abstand zur Top-3 weiter zu verkürzen.

Erste Bank Eishockey Liga:

Fr, 02.12.2016: Fehervar AV19 – EC VSV (19:15 Uhr)
Referees: SIEGEL, SMETANA, Angerer, Kaspar

Fr, 02.12.2016: EC-KAC – HC Orli Znojmo (19:15 Uhr)
Referees: NIKOLIC M., STOLC, Schauer, Sparer

Fr, 02.12.2016: UPC Vienna Capitals – HCB Südtirol Alperia (19:15 Uhr)
Referees: BERNEKER, KIMMERLY, Nagy, Soos

Fr, 02.12.2016: Moser Medical Graz99ers – HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (19:15 Uhr)
Referees: GRUBER, KINCSES, Ettlmayr, Nemeth

Sa, 03.12.2016: HDD Olimpija Ljubljana – HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (17:30 Uhr)
Referees: GAMPER, NIKOLIC K., Pagon, Pardatscher

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