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EBEL-Preview/Qualiround: Ultimativer Showdown in Graz

Die letzte Runde der Zwischenrunde hat es in sich. In der Qualikiationsrunde kommt es zum großen Showdown zwischen den 99ers und den Bulldogs um eines der verbleibenden Playofftickets. Aber auch Znojmo ist noch nicht fix qualifiziert und kann in letzter Sekunde noch aus den Playoffplätzen fallen. Auch in der Pickround ist unter den Top-3 noch alles möglich, neben dem früheren Pickrecht warten auf die beiden Spitzenreiter die ersten CHL-Tickets.

(Photo: GEPA pictures/ Oliver Lerch)

Showdown um Playoff-Ticket

Zum großen Showdown um die verbleibenden Playoff-Tickets kommt es zwischen den Moser Medical Graz 99ers und dem Dornbirner Eishockey Club. Durch mittlerweile vier Erfolge en-suite haben die Bulldogs die Playoff-Qualifikation weiter in der eigenen Hand und das Rennen um die begehrten Tickets bis zur letzten Runde spannend gehalten. Am Sonntag gewannen sie mit 4:2 gegen den HC Orli Znojmo und konnten sich somit gar noch die Chance auf den ersten Platz in der Pick-Round aufrechterhalten. Die etwas besseren Karten haben allerdings die 99ers. Erobern sie mindestens einen Punkt fixieren sie den ersten Platz in der Qualification Round. Bisher sind die 99ers auch Zuhause im „Puckingham-Palace“ noch ungeschlagen. Zuletzt gewannen sie zu Gast bei Fehervar AV19 3:1.

Dornbirn kann die Playoff-Tickets aus eigener Kraft lediglich bei einem Sieg mit mindestens drei Toren Vorsprung lösen. Gewinnen sie um weniger als drei Tore sind sie vom Ergebnis in Znojmo abhängig. Bei einem Sieg mit zwei Toren Vorsprung, muss Znojmo entweder auch drei Punkte erobern (dann wären plötzlich die 99ers auf dem Schleudersitz), oder Ljubljana muss entweder zwei oder drei Punkte machen (dann müsste Znojmo die Saison beenden.). Macht Znojmo allerdings zwei Punkte – weiterhin unter der Annahme, dass die 99ers mit zwei Toren Vorsprung gewinnen – bedeutet das das Saisonende für die Bulldogs. Bei einem Sieg von Dornbirn mit einem Tor Differenz sind die Playoffs nur dann fix, wenn gleichzeitig Znojmo zwei oder drei Punkte abgibt.

Der Dornbirner Eishockey Club konnte in dieser Saison noch keinen Punkt aus Graz entführen. Insgesamt trafen die beiden Teams bereits fünfmal in dieser Saison aufeinander, lediglich einmal gingen die Bulldogs als Sieger vom Eis. Für Martin Grabher Meier heißt dies allerdings noch lange nicht. „Es wird zwar sicher nicht einfach, aber für uns hat es jetzt schon längere Zeit ‚verlieren verboten“ geheißen und bis jetzt haben wir uns im Rennen gehalten. Warum sollte es also nicht jetzt auch gegen Graz klappen?“. Ein ganz besonderes Spiel ist dieser Show-Down für 99er Matt Siddall, trug er doch bis zum Jahresende noch das Jersey der Bulldogs.

Znojmo will Playoff-Ticket abholen

Der HC Orli Znojmo hat im Grunddurchgang-Finale gegen HDD Olimpija Ljubljana im Rennen um ein verbleibendes Playoff-Ticket alle Trümpfe selbst in der Hand. Drei oder zwei Punkte gegen den Slowenen würde den Adlern in jedem Fall reichen. Allerdings würden sich die Tschechen auch in jedem Fall für die Postseason qualifizieren, wenn die 99ers zumindest zwei Punkte gegen die Bulldogs erobern. Gelingt den Grazern nur ein Punkt, müsste auch Znojmo mindestens einen Punkt mitnehmen um im Viertelfinale dabei zu sein. Wenn aber Dornbirn drei Punkte aus Graz entführt, würde Znojmo mindestens zwei Punkte für die Qualifikation benötigen.

(Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Bereits am Sonntag hatte Znojmo die Chance die Playoffs zu fixieren, zogen aber gegen die Bulldogs mit 2:4 den Kürzeren. Davor verbuchten sie drei volle Erfolge in Serie. Zum Grunddurchgangsfinale konnte aber auch HDD Olimpija Ljubljana des Öfteren aufzeigen. Bereits 11 Punkte konnten die  Slowenen in der Zwischenrunde sammeln und damit auch die rote Laterne an Fehervar AV19 abgeben. Zuletzt mussten sie gegen den VSV erst in der letzten Spielminute den Ausgleich hinnehmen und hatten dann in der Verlängerung das schlechtere Ende. Dennoch konnten sie mit diesem Punkt den 11. Tabellenplatz in der Abschlusstabelle bereits fixieren und beenden somit erstmals seit drei Jahren die Saison nicht auf dem letzten Platz.Bei den bisherigen Saisonduellen hatte meist Znojmo die Nase vorne, lediglich das erste Aufeinandertreffen im Oktober ging an Ljubljana.

Abschlussspiel für VSV und Fehervar

Sowohl der EC VSV als auch Fehervar AV19 haben ihre Plätze in der Abschlusstabelle bereits fix bezogen. Während Villach die Saison definitiv auf dem 10. Rang beendet, geht Fehervar gar mit der roten Laterne in die verfrühte Sommerpause. Dennoch wollen beide Teams ihren Fans noch einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss bieten und sind auf Sieg in ihrem letzten Spiel aus. Die Ungarn konnten bisher drei der fünf Saisonspiele gegen Villach für sich entscheiden. Doch im letzten Spiel geht es für Benoit Laporte um etwas ganz Anderes. „Es ist schwer ein Spiel zu gewinnen, wenn man nur ein oder zwei Tore erzielt. Das war über die ganze Saison unser Problem. Wir fahren nach Villach und werden das Fehervar- Jersey mit Stolz tragen, ganz egal unter welchen Umständen.“

Erste Bank Eishockey Liga | Qualification-Round:

Di, 21.02:2017: EC VSV – Fehervar AV19 (19:45)

Referees: BERNEKER, KINCSES, Soos, Sparer

Di, 21.02:2017: Moser Medical Graz 99ers – Dornbirner Eishockey Club (19:45) ServusTV-live

Referees: LEMELIN, SIEGEL, Nothegger, Verworner

Di, 21.02:2017: HC Orli Znojmo – HDD Olimpija Ljubljana (19:45)

Referees: SMETANA, ZRNIC, Kaspar, Zgonc

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