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EBEL: RBS vs. KAC: Das Trainerduell Poss vs. Pellegrims im Doppelinterview
Von: Markus Rinner Am: 10 Mrz, 2017 | Kategorien: EBEL, EC KAC, EC Red Bull Salzburg, zSlideshow

Bereits sechs Mal sind sich der EC Red Bull Salzburg und EC-KAC in den Playoffs der Erste Bank Eishockey Liga gegenübergestanden. Bevor am Mittwoch die erst zweite Halbfinal-Serie zwischen den beiden Teams beginnt, habt sich die Erste Bank Eishockeyliga mit den Trainern Greg Poss und Mike Pellegrims unterhalten.

(Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Der KAC hält aktuell bei zehn Siegen in Folge, hat sich im Viertelfinale gegen Znojmo mit einem „Sweep“ durchgesetzt. Salzburg benötigte in der Serie gegen die Graz99ers ein Spiel mehr, steht aber seit Mittwoch als letzter Halbfinalist fest. Wie fällt eure Analyse zu den eigenen Serien aus? Mike Pellegrims: „Das war eine deutlich engere Serie, als es das Endresultat vermuten ließe. Znojmo hat uns durchgehend gefordert. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass unsere Mannschaft diszipliniert und ruhig geblieben ist, sich immer konsequent an unseren Gameplan gehalten hat.“ Greg Poss: „Die Serie gegen Graz war ein sehr hartes Stück Arbeit, es war eine intensive Serie und ein harter Kampf. Wir hatten von Beginn an viel Respekt vor den 99ers, sie haben mit Doug Mason einen sehr guten Coach. Im letzten Spiel hatten wir auch das Glück auf unserer Seite und konnten die Serie zu unseren Gunsten entscheiden.“ Nun kommt es zum bereits siebenten Playoff-Duell zwischen Salzburg und dem KAC. Sowohl bei den gewonnenen Serien als auch bei den direkten Saisonduellen liegen die Red Bulls 4:2 voran. Wie schätzt ihr den kommenden Gegner ein? Greg Poss: „Es sind immer spannende Spiele gegen den KAC, sie spielen ein sehr schnelles Eishockey. Im Moment sind sie in guter Form, wir erwarten deshalb eine gute, spannende und vor allem schnelle Serie.“ Mike Pellegrims: „Salzburg ist aktueller Meister, verfügt über das deutlich größte Budget und in Summe auch über die am tiefsten und stärksten besetzte Mannschaft. Wir werden uns gewissenhaft auf diese Serie vorbereiten und dann sehen wir, ob und was wir erreichen können.“ Nachdem beide Serien sehr früh entschieden wurden, ist auch die spielfreie Zeit dementsprechend lange. Salzburg hat eine Woche zur Vorbereitung, beim KAC sind es sogar zehn Tage ohne Spiel. Wie kann der Spielrhythmus in dieser doch langen Zeit bestmöglich beibehalten werden? Mike Pellegrims: „Zunächst mal haben wir unserem Team zwei Tage frei gegeben, um die Köpfe wieder frei zu bekommen und sich mental wie körperlich zu regenerieren. Seit Mittwoch sind wir nun wieder im Training, jetzt geht es darum, die Intensität hochzuhalten, das machen wir auch.“ Greg Poss: „Eine kurze Regenerationsphase ist auch für uns wichtig. Danach werden wir jedoch die Intensität im Training hochhalten, um uns so optimal vorzubereiten. Im Nachhinein gesehen, war die fünf Spiele dauernde Serie nicht schlimm für mich. So ist die Pause nicht ganz so lange, das ist auf jeden Fall besser als zehn Tage Pause. Woran wird in der verbleibenden Zeit bis zum Halbfinal-Start noch gearbeitet? Greg Poss: „Wir können und werden in jedem Bereich arbeiten. Man kann sich überall stets verbessern. Für das Halbfinale wird es auch notwendig sein, uns in allen Belangen nochmals zu steigern. Wir müssen von Spiel zu Spiel besser werden.“ Mike Pellegrims: „Wir fokussieren uns auf unser Spiel, dementsprechend arbeiten wir daran, jene Schwächen, die wir zuletzt gezeigt haben, zu beseitigen, uns in diesen Bereichen zu verbessern. Je näher die erste Partie rückt, desto mehr werden wir uns dann auch mit den Eigenschaften Salzburgs beschäftigen und uns entsprechend auf den Gegner vorbereiten.“ Wie sieht die Gegneranalyse im Vorfeld einer solchen Serie aus? Orientiert ihr Euch eher an den direkten Duellen der regulären Saison oder mehr an den Viertelfinal-Spielen des Gegners? Mike Pellegrims: „Die direkten Begegnungen in der Regular Season schauen wir uns noch einmal genau an, insbesondere das Verhalten in den Special Teams. Natürlich berücksichtigen wir auch Salzburgs Spiel im Viertelfinale, wir analysieren das und arbeiten heraus, welche Veränderungen sich in der Spielanlage des Gegners ergeben haben, seit wir ihm das letzte Mal gegenüberstanden. Am Ende geht es aber in erster Linie darum, dass wir auch im Halbfinale unser KAC-Eishockey, wie wir uns das vorstellen, aufs Spielfeld bringen.“ Greg Poss: „Wir werden auf jeden Fall die Videos der Viertelfinalserie des KAC anschauen und die Spiele studieren bzw. analysieren. Wir kennen den Gegner aus dem Grunddurchgang, an der Spielweise wird sich nicht viel ändern. Somit wissen wir, was auf uns zukommt. Es wird auf jeden Fall eine spannende Serie.“

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