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EBEL: Rob Daum’s Abgang aus Linz ist fix
Von: Markus Rinner Am: 11 Mrz, 2017 | Kategorien: Black Wings Linz, EBEL, zSlideshow

Kaum einer prägte einen EBEL-Verein so wie er und kein anderer aktueller Trainer ist so lange bei seinem Verein tätig wie Rob Daum. Dennoch hat seine Ära bei den Black Wings Linz nun ein Ende gefunden, bzw. wird es in den kommenden Tagen. Nämlich dann, wenn die derzeit laufenden Gespräche zur Vertragsauflösung abgeschlossen sein werden.

In welche Richtung führt der Weg von Rob Daum? (www.sport-bilder)

 

Sein erstes Europaabenteuer war für Daum die Station in Linz und dass es eine sechsjährige Amtszeit werden würde, damit haben wohl die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Da er die Black Wings aber gleich in seiner ersten Spielzeit zur Meisterschaft führte, genoss er gleich mal Kultstatus.

Gleich in seiner ersten Saison in Linz wurde er auch zum Assistant Coach des österreichischen Nationalteams bestellt und feierte gemeinsam mit Headcoach Manny Viveiros den sofortigen Wiederaufstieg in die A-Gruppe. Auch bei der erfolgreichen Olympiaqualifikation und den folgenden Spielen in Sotschi war er mit dabei, blieb immerhin drei Saisonen lang im (Team-)Amt.

Nach der gewonnen Meisterschaft war in den vier darauffolgenden Spielzeiten mit den Black Wings jedoch immer im Halbfinale Schluss, heuer gar schon im Viertelfinale. Das Aus gegen Bozen wird dem 59-jährigen nun zum Verhängnis, denn die Vorgabe und Erwartungshaltung von Manager Christian Perthaler und dem Vorstand war deutlich höher.

Christian Perthaler führt die Gespräche mit Daum zur Vertragsauflösung (Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

„Wir haben uns auseinandergelebt“ sagte Perthaler unmissverständlich diese Tage und meinte damit die Beziehung zwischen dem Verein und dem Trainer. Laut der „Oberösterreichischen Nachrichten“ hat der BWL-Manager Daum gestern mitgeteilt, dass man eine Trennung anstrebt. Erste Gespräche bzgl. der Auflösung des bis 2018 laufenden Vertrages hat es bereits gegeben, eine Einigung steht noch aus, wird aber in den nächsten Tagen erwartet.

„Daum sei enttäuscht, was anhand der langen Zusammenarbeit verständlich sei“, betonte Perthaler, der dem Erfolgscoach eine über lange Zeit tolle Arbeit für den Verein attestierte. „Rob zeigt Bereitschaft uns entgegen zukommen was die Vertragsauflösung betrifft. Wir wollen kein böses Blut und werden das hinbekommen.”

Daum ist trotz der schwierigen Saison heiß begehrt. Dass er am Markt sein werde hat sich bereits herumgesprochen, ein Abgang in die DEL, wo einige Vereine über einen Trainerwechsel nachdenken,  wäre möglich.