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EBEL

EBEL: Trotz Großbaustelle in der Defense – 99ers bleiben ruhig und justieren nicht nach

Im Durchschnitt am zweitmeisten erzielte Tore pro Spiel, die zweitbeste Scoring-Effizienz, dazu das ligaweit drittbeste Powerplay und auch in Unterzahl in der oberen Tabellenhälfte. Doch defensiv funktioniert das Werkl der Graz99ers überhaupt nicht. Nun gab Coach Doug Mason bekannt wo die Probleme liegen und warum nicht reagiert wird.

(Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Mit 52 Treffern aus 15 Spielen erzielt man durchschnittlich 3,5 Tore/Spiel. Nur die Caps stehen in dieser Statistik mit  durchschnittlich 3,6 Toren ein wenig besser da. Das Powerplay kann sich mit 23% genutzten Situationen ebenso sehen lassen, auch die Scoring-Effizienz ist mit über 10% aller Schüsse die den Weg ins Tor finden gut. Auch wenn man die von Seiten der Liga zur Verfügung gestellten Statistiken mit Vorsicht genießen muss, zeigen diese dass es offensiv bei den Steirern läuft.

Die Problemstellen befinden sich hinten. Einerseits musste man die Abwehr nach dem Vorjahr durch die Abgänge von Pelech, Pöck und Boivin komplett umbauen. Gerade der Abgang von Matt Pelech schmerzte dabei sehr. Vor allem aber tat das Ende der Ära Sebastian Dahm weh. Wie sehr, das zeigt sich nun, denn der Däne konnte durch die Verpflichtung von Hannu Toivonen nicht adäquat ersetzt werden. Dass die Fußstapfen aber sehr groß seien, wusste man bereits lange zuvor.

Höneckl lieferte bislang ansprechende Leistungen (Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Während sich Dahm immer unter den statistisch besten Goalies der Liga fand, muss man nun lange nach unten scrollen bis man einen 99ers-Goalie findet. Und dann trifft man in der Statistikseite zuerst auf Thomas Höneckl, der was Fangquote und Gegentorschnitt betrifft vor dem Finnen liegt. Höneckl ist eigentlich die #1 in Graz, doch hätte dies eigentlich Toivonen sein sollen. Coach Mason weiß dass der statistisch zweitschwächste Goalie der Liga (nur Zagrebs Kroselj liegt dahinter und wurde mittlerweile gefeuert) „ein paar Mal nicht gut aussah“, stärkt ihm aber den Rücken und spricht ihm im Interview mit der „Kronen Zeitung“ das Vertrauen aus.

(Pic: www.erstebankliga.at)

Genauso sieht es in der Defense aus. Zu leicht wird es den Gegnern gemacht vor das Steirer-Tor zu kommen, die offensive Spielweise mit der Vernachlässigung der Defensivarbeit spiegelte sich in den Ergebnissen gegen Bozen (8:7) und Zagreb (7:5), als man durch die Offensivpower zwar Tore am Fließband erzielte aber diese auch genauso leicht einfing. Den Fans wird so zwar viel Show geboten, aber nicht jedes Team ist offensiv so leicht zu knacken wie es Zagreb oder Bozen waren, womit dann durchschnittlich beinahe vier Gegentore pro Spiel zu viel sind um zu punkten.

Weihager & Co. haben so ihre Probleme (Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Steirische Medien forderten bereits eine personelle Nachjustierung in der Defense, doch Mason gab zu Protokoll dass das aktuell kein Thema sei. „Wir müssen als Team aggressiver auftreten“ sagt er und fordert damit auch die Stürmer zu mehr Defensivarbeit, mehr Intensität im Forechecking und im Backchecking auf.

Für die 99ers bleibt zu hoffen dass man die Defensivprobleme in den Griff bekommt und dies nicht zu Lasten der bestens vorhandenen Offensivstärke fällt. Dann kann sich Graz heuer vielleicht die Qualirunde ersparen…

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