Freitag, 10. September 2010
Villacher SV


VSV holt sich Turniersieg in Zagreb
Geschrieben von: Erstebankliga.at    Sonntag, den 05. September 2010 um 23:27 Uhr    PDF Drucken E-Mail


Der EC VSV gewann zum Pre-Season-Abschluss auch das dritte Spiel beim Ferdo-Spajic-Gedenkturnier gegen KHL Medvescak Zagreb mit 1:0 und holte sich souverän den Turniersieg! Das Goldtor erzielte dieses Mal Youngster Michael Raffl. Gert Prohaska feierte sein zweites Shut-out und der EC VSV ist nun seit drei Spielen ohne Gegentreffer.    

Der EC VSV startete sehr aggressiv und setzte sich im Angriffsdrittel fest: Bereits in der dritten Minute bezwang Youngster Michael Raffl nach Zuspiel von Kevin Mitchell Goalei Robert Kristan zum 1:0. Die ersten Minuten gehörten dem EC VSV: Die Adler erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten, verabsäumten es aber die Führung auszubauen.

Bei den Chancen von KHL Medvescak Zagreb, die mit John Hecimovic, Wacey Rabbit und Don MacLean eine ganze Sturmlinie vorgeben mussten,  war Gert Prohaska zur Stelle. Der Goalie machte einen Backhandschuss von Saso Rajsar zu Nichte. Und in einem Powerplay konnten die Bären für keine Gefahr sorgen. Auch die Villacher kamen zu einem Überzahlspiel – doch Matt Ryan verschoss alleine vor dem Tor. Auf der anderen Seite traf Jonathan Filewich die Stange und Frank Bahnham verfehlte. Im Finish hatte der EC VSV durch Raffl und Derek Damon die Chance auf das 2:0, aber Damon war nicht genau genug im Abschluss.

Im Mitteldrittel wurden die Bären stärker. Youngster Mislav Blagus bekam in der ersten Linie bei Jonathan Filewich und Frank Banham eine Chance. Nach 30. Minuten startet dann – in einem Powerplay - die Belagerung durch die Bären: Frank Banham, Jonathan Filewich, Denver Manderson versuchten ihr Glück. In der 34. Minute kamen die Kroaten für eine Minute zu einem 5:3-Powerplay, doch T.J. Guidarelli und Robby Sandrock scheiterten am starken Villacher Goalie GertProhaska.  Villach konterte, doch Kapitän Jonathan Ferland verfehlte nach toller Vorarbeit von Youngster Michael Raffl das offene Tor.
Auch im Schlussdrittel agierte Zagreb bemüht: Alan Letangs Blueliner und einen Schuss von Denver Manderson hielt „Prohe“. Das Tor des EC VSV schien wie vernagelt. In der 52. Minute dann beinahe die Entscheidung, doch Tomaz Razingars Schuss ging ans Aluminium. Kurz vor dem Ende gingen dann erstmals die Emotion hoch: Gazdic und Matt Ryan ließen die Fäuste sprechen. Der EC VSV sicherte sich am Ende mit einem 1:0-Sieg gegen KHL Medvecak Zagreb den Turniersieg. Für die Villacher Adler war es der dritte 1:0-Sieg in Folge. Prohaska feierte sein zweites Shut-out in Folge und Villach ist seit drei Spielen ohne Gegentreffer!

Ferdo-Spajic-Gedenkturnier in Zagreb:
Sonntag, 05.09.2010: KHL Medvescak Zagreb – EC VSV 0:1 (0:1, 0:0, 0:0).
Tor Villach: Raffl (3.)



Quelle: Erstebankliga.at

 
HN Kaderbewertung: Beim VSV ist heuer ein Höhenflug möglich
Geschrieben von: Markus Paulitsch    Sonntag, den 05. September 2010 um 11:10 Uhr    PDF Drucken E-Mail
Am 10.September beginnt wieder die Eishockey-Meisterschaft in Österreich. Die EBEL steht also in den Startlöchern und "Hockey-News" startet wieder die Kaderbewertungen jedes einzelnen Teams. Dabei werden heuer für die Torhüter,Verteidigung und Stürmer HN-Pucks vergeben, die höchste zu erreichende Anzahl sind 6 Pucks. Unter der Kaderbewertung befindet sich eine Aufschlüsselung , für welche Stärke wieviele Pucks gelten.


Als nächstes Team, in unserer EBEL-Kaderbewertung, möchten wir euch den Villacher SV vorstellen. In Villach wurden die Zeichen der Zeit erkannt und so starten die Draustädter heuer nach einer Radikalverjüngung mit vielen neuen Spielern in die Meisterschaft. Als Saisonziel wurde das Halbfinale ausgegeben – es darf aber auch mehr sein.
 
 

Zugänge: Derek Damon (Kassel), Matt Ryan (Augsburg), Tomaz Razingar (Val Pusteria/Jesenice), Kevin Mitchell (Laibach), Greg Kuznik (Laibach), Mario Altmann (Karlskrona (SWE), Andreas Wiedergut (Salzburg).
 
Abgänge: Michael Stewart (Co-Trainer), Günther Lanzinger, Wolfgang Kromp, Jean-Francois Fortin (Karriereende), Mickey Elick (Dornbirn), Thomas Pfeffer (Zell/See), Mikael Wahlberg (Malmö), Kiel McLeod (Victoria Salmon Kings), Nate DiCasmirro (Val Pusteria), Christian Ban (noch kein Verein).
 
 
 
Torhüter:


Wie in den vergangenen vier Saisonen setzt der VSV auch heuer wieder auf das Torhütergespann Gert Prohaska und Bernhard Starkbaum. Die rein österreichische Lösung hat sich bereits in der Vergangenheit bewehrt.
Prohaska wird als Nu
mmer eins ins Rennen gehen. Der mittlerweile 34-Jährige, gebürtige Klagenfurter, bevorzugt den Butterfly-Stil und besticht mit seiner Größe und durch gutes Stellungsspiel. Obwohl er in den letzten Jahren immer in den vorderen Regionen der österreichischen Goaliestatistik zu finden war, bemerkte man letzte Saison einige Formschwankungen, nicht zuletzt deswegen, weil die Unterstützung von den Vorderleuten gefehlt hat. Das soll heuer wieder besser werden. „Gee“, ist immer noch einer der besten Goalies der EBEL und hat genug Erfahrung um die Adler bis ins Halbfinale und auch darüber hinaus zu bringen.
Sollte Prohaska mal eine Verschnaufpause brauchen steht der gebürtige Wiener Bernhard Starkbaum bereit. Er wird wohl irgendwann die Nummer Eins Position im Tor der Adler übernehmen und hat letzte Saison schon oft bewiesen, dass er auch das Zeug dazu hat. Zu Starkbaums Stärken zählen seine Reaktionsfähigkeit und gute Beinarbeit. Wenn man von der mangelnden Erfahrung absieht, die der junge Wiener noch hat, kann man bei ihm bereits von einer 1b sprechen.
Im Hintergrund wartet mit Manuel Skacal schon das nächste Torhütertalent auf seine Chance. Skacal ist die Nummer eins im U20 Team des VSV und lieferte bereits in der Vorbereitung beim Rudi-Hiti-Cup in Bled schon eine ordentliche Talentprobe im Kasten der Villacher ab.
Fazit: Auf der Torhüterposition ist der VSV diese Saison tief genug besetzt um zumindest das Halbfinale zu erreichen.
 

HN Pucks:



 


 
Verteidigung:

Die immer intensivere und schnellere Spielweise in der EBEL zwang den VSV zu rigorosen Veränderungen in der Defense. So trennte man sich nicht nur von Mickey Elick und Thomas Pfeffer, sondern „versetzte“ auch VSV-Ikone Mike Stewart auf die Trainerbank. Jean-Francois-Fortin musste auf Grund einer immer wieder akut werdenden Hüftverletzung seine Karriere beenden.
Mit Kevin Mitchell kam aus Laibach ein Top-Verteidiger an die Drau. Die Qualitäten des 30-jährigen Amerikaners sind in der EBEL bereits hinlänglich bekannt. Seine tollen Pässe, das robuste Körperspiel und ein Hammer von der blauen Linie werden das Spiel des VSV auf jeden Fall variabler machen. Mitchell wird wahrscheinlich mit seinem ehemaligen Laibacher Kollegen, Greg Kuznik, ein Verteidigerpaar bilden. Kuznik ist ein harter Arbeiter, der auch mal die Fäuste sprechen lassen kann. Ebenso neu in Villach ist der Wiener Mario Altmann, der aus der 3. schwedischen Liga kommt. Altmann hat im Vergleich zum letzten Jahr körperlich zugelegt und wird sich in dieser Saison noch als wertvoller Ergänzungsspieler erweisen. Gleich verhält es sich mit Andreas Wiedergut. Von der letztjährigen Verteidigung übrig geblieben sind nur die starken Mike Martin und Gerhard Unterluggauer, dazu noch die Ergänzungsspieler Stefan Bacher und Marco Zorec. Mit dem 16-jährigen Christian Ofner durfte in der Vorbereitung bereits ein weiteres Talent in die Kampfmannschaft schnuppern.
Die neuen Spieler stellten sich schon in der Pre-season als Verstärkungen heraus und verleihen der VSV-Abwehr mehr Stabilität.
Fazit: Die Verteidigung der Adler gibt den blau-weißen Fans berechtigten Grund zur Hoffnung diese Saison über das Viertelfinale hinaus zu kommen.
 

HN Pucks:


 


 
 
Sturm:


Eine emotionale Angelegenheit, wenn auch sportlich nachvollziehbar, war für viele VSV-Fans das Karriereende von Günther Lanzinger und Wolfgang Kromp. Weiters verließ der Schwede Mikael Wahlberg die Draustadt. Kiel Mcleod hat sich nachträglich für einen anderen Verein entschieden – sein noch bestehender Vertrag wurde im Einvernehmen aufgelöst. Ausgemustert wurden Phillip Pintner und Christian Ban.
Mit Derek Damon kam ein Center im besten Alter zum VSV, der es mit 51 Punkten in der DEL so richtig krachen ließ. Ihm folgten Matt Ryan, 26-jähriger Center aus Augsburg, der bereits in den Pre-season Games die Fans begeistern konnte und Tomaz Razingar ein Flügel, der letzte Saison noch beim Ligakonkurrenten Jesenice die Fans verzückte. Zu den Neuankömmlingen kann der VSV auch auf Nationalteamspieler wie Kaspitz, Raffl oder Kristler verweisen. Der neue Kapitän Jonathan Ferland ist zugleich ein verlässlicher Scorer. 41 Punkte gelangen ihm in der letzten Saison. Die Aufgabe Tore zu schießen ist heuer demnach auf mehrere Schultern verteilt, war es doch in der letzten Saison so, dass die Verantwortung alleine auf Kaspitz und Raffl hing.
Im erweiterten Kader für den Angriff stehen noch Nico Toff, Nicolas und Benjamin Petrik, Christof Martinz sowie die noch U20-spielberechtigten Kevin Essmann, Patrick Platzer, Marius Göhringer und Christoph Herzog.
Der Angriff der Adler hat definitiv an Qualität gewonnen bei eventuellen Verletzungen wird sich die dünne Kaderdecke allerdings sehr schnell bemerkbar machen und man müsste wohl noch einmal per Transfer nachjustieren.
 

HN Pucks:


 

 

 
 
Trainer:
 

Johann Strömwall macht in Villach beachtliche Fortschritte. Mit dem relativ dünnen Kader des Vorjahres holte er immerhin den 5. Platz. Heuer wurde der Kader nach seinen Vorstellungen hin zur Spritzigkeit und Schnelligkeit verstärkt. Strömwall selbst bezeichnet den Kader als „äußerst interessant und ausgewogen“ Der Schwede, selbst bekennender Triathlet, forciert das Konditions- und Fitnesstraining, will am Eis 60 Minuten Bewegung sehen. Er gilt als fairer Trainer, bei dem nicht irgendein Status, sondern die Leistungen im Spiel und Training zählen.
Ihm zur Seite gestellt wurde VSV-Ikone Mike Stewart. Er soll sich als Co-Trainer vor allem um die Abwehr kümmern. Wer Stewart kennt weiß, dass der Ex-Kapitän auch in der Kabine ein wichtiger Mann sein wird.
Markus Kerschbaumer, der 3. Mann im blau-weißen Trainerteam, nimmt seine Arbeit als Tormanntrainer sehr ernst. Er kümmert sich nicht nur um die Schlussmänner der Kampfmannschaft, sondern auch um den Nachwuchs.
Fazit: Im Trainerteam der VSV sind die Kompetenzen klar verteilt trotzdem wird Zusammenarbeit großgeschrieben. Der Vorstand mischt sich seit jeher wenig ein, das sind gute Vorraussetzungen um in der kommenden Saison erfolgreich zu arbeiten.
 

HN Pucks:


 

 



Fazit: 18 HN-Pucks von 24

HN-Prognose: Platz 4-6

 

Puck-Bewertung:

6 Pucks: Besser gehts nicht

  5 Pucks: Stark

    4 Pucks: Gut

      3 Pucks: Ausreichend

        2 Pucks: Genügend

          1 Puck: Nicht Genügend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bisher bewertete Teams:

1.Vienna Capitals 20 HN-Pucks
2.Graz 99ers 19 HN-Pucks
3.Villacher SV 18 HN-Pucks
4.Olimpia Laibach 10 HN-Pucks

Bisherige Bewertungen zum nachlesen:

zur Kaderbewertung der Vienna Capitals
zur Kaderbewertung der Graz99ers
zur Kaderbewertung von Olimpia Laibach

Quelle: Hockey-News.Info




Aktualisiert ( Sonntag, den 05. September 2010 um 13:53 Uhr )