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Schweiz

International: Sensation: Zweitligist Rapperswil-Jona Lakers ist Schweizer Cupsieger!

Die Lakers im Cupfinal haben gestern dem HC Davos ein Schnippchen geschlagen. Sie gewannen mit 7:2 und feierten nach dem Aufstieg in die NLA in der Saison 1994 einen nationalen Titel auf höchster Stufe, ausserdem geht der Cup zum ersten Mal seit seiner Auferstehung zum ersten Mal an einen Unterklassigen.

Die Rapperswiler-Jona Fans domminierten in rot, die Davoser Anhänger ebenfalls zahlreich anwesend in gelb. Rot gewann gegen Gelb in der ausverkauften und lauten SGBK-Arena. Nicht nur in den letzten Minuten des Cupfinals waren nur die Lakersanhang zu hören, ungemein laut wurde es bei jedem Treffer der Hausherren. Bei Josh Primeau’s Treffer zum 6:2 warfen die Rappi-Fans, welche wegen der Misserfolge in den Jahren zuvor viele Male unten durch und viel Häme erleiden mussten, ihre Zurückhaltung ab. Es wurde geklatscht, gestampft und gejubelt, anderen standen Freudestränen in den Augen. Mit dem Tor von Steve Mason zum Schlussresultat von 7:2 wurde der hohe und klare Sieg des Swiss-League Club SCRJ gegen den Rekordmeister HC Davos Tatsache, die Freude ausgerechnet gegen den HCD gewonnen zu haben, riesig. Die Lakers, welche wie eine geschlossene NLA-Mannschaft spielte und nicht wie ein Team aus Swiss League, von daher war ein Klassenunterschied während der Partie nicht auszumachen. Bis zum Letzten entschlossen, gaben die Obersee’r wie schon gegen den HC Lugano und dem EV Zug alles, welche sie aus dem Rennen warfen, wie zuletzt im Halbfinal auch den HC Ajoie.

Auch Davos Coach Arno Del Curto, fand im Kabinengang nur lobende Worte für die Sieger. Rapperswil mit grossartigem und fantastischen Spiel, ein mehr als hervorragender Goalie Nyffeler und die Zuschauer und Stimmung seien grossartig gewesen, waren seine Worte. Derweil stemmten Verteidiger und Dienstältester Cyrill Geyer, der anfangs Saison den Rücktritt vom Rücktritt gab und Captain Antonio Rizzello als erste den Pokal hoch, den sich die Rapperswil mehr als redlich verdient hatten. Dass sie die erstes unterklassiges Team seit der Wiedereinführung des Cups trumphierten war nicht unbedingt überraschend, hatten sie auf dem Weg in den Final nur ein Gegentor zugelassen. Auch gestern erwies sich Melvin Nyffeler, welcher zweimal hinter sich greifen musste, stärker als Gilles Senn, der nach dem vierten Gegentreffer ausgewechselt wurde und Joren van Pottel­berghe, der ebenfalls drei Tore kassierte.

Entscheidend war vielleicht die Szenen in zwischen der 24. und 29. Minute, wo es sich zeigte dass ein Heimvorteil durchaus eine grosse Rolle spielen kann. Davos in Überzahl, Enzo Corvi wurde gefoult und die Davoser hätten mit zwei Mann mehr auf dem Eis möglicherweise das 2:2 erzielen können. Da aber die Referee’s der Ansicht waren, dass Corvi zu theatralisch gefallen war, wurde er wegen einer Schwalbe bestraft. Der Olympiateilnehmer reagierte ziemlich unbeherrscht und zog sich eine zweite Strafe wegen Reklamierens zu. Kurz darauf traf Michael Hügli mit dem Hocheckschuss in Überzahl zum 3:1. Da nun auch der Davoser Heldner reklamierte und ebenfalls auf der Strafbank Platz nehmen musste, schossen die Hausherren das nächste Überzahltor. Noch nicht genug hiess es wenig später 5:1. Für diese drei Tore benötigten die Lakers nur 228 Sekunden. Die Rappi-Fans nun ausser Rand und Band brachten die Arena zum Beben vor lauter Begeisterung. Die Lakers Ausländer Jared Aulin und Dion Knelsen, welche wie auch zuletzt das gesamte Team in der Meisterschaft nur mässig in Form waren, erzielten drei der vier ersten Treffer. Zudem verrichtete der „Gigi von Arosa“ Sven Lindemann (40) einen guten Job, indem er mit letztem Einsatz einen Davoser Konter stoppte.

Damit feierte der gesamte Verein einen für sie gewichtigen Sieg im Schweizer Cup seit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse 1994. Damals ging es auf dem Eisfeld um einiges wilder zu- und her. Gestern war die Halle nach anderthalb Stunden leergefegt, weiter gefeiert wurde draussen und später auf dem malerischen Stadtplatz, wo noch eine bewilligte Freinacht folgte.

Wer die Swiss League so souverän anführt und auf dem Weg zum Cup-Sieg drei NLA-Clubs besiegt, sollte klarerweise der Aufstiegskandidat sein. Aus Rapperswiler Sicht logisch. Doch verpassten alle Cupsieger der Neuzeit ihre Ziele, so schieden der SC Bern und die ZSC Lions in den Playoffs früh aus und der krisengeschüttelte EHC Kloten schaffte es vor einem Jahr nicht mal in die Playoffs. Doch verlaufen die Zeichen einer Swiss-League Vereins möglicherweise etwas anders

Rapperswil-Jona Lakers – Davos 7:2 (2:1, 3:1, 2:0)
6100 Zuschauer (ausverkauft).
Tore: 3. Aulin (Rizzello) 1:0. 11. Little (Du Bois/Ausschluss Schmuckli) 1:1. 19. Knelsen (Aulin, Berger) 2:1. 26. (25:06) Hügli (Ausschluss Corvi) 3:1. 27. (26:03) Knelsen (Casutt, Sataric/Ausschluss Heldner) 4:1. 29. Mosimann 5:1. 36. Du Bois 5:2. 52. Primeau (Vogel) 6:2. 56. Mason (Hügli) 7:2.

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