All for Joomla All for Webmasters
Österreich

Kärntner Ligen: Italienischer Verband bleibt stur – ÖEHV muss Spielbetrieb untersagen!

Der italienische Fachverband FISG hat die Teilnahme von italienischen Vereinen am Kärntner Alps Hockey Cup Division I und II sowie der Kärntner Unterliga beim Internationalen Eishockeyverband IIHF zur Anzeige gebracht, da für die Teilnahme der italienischen Vereine keine Zustimmung durch den italienischen Verband erteilt wurde. Um den internationalen Regulativ zu entsprechen, untersagt der Österreichische Eishockeyverband dem Kärntner Landesverband ab sofort die Durchführung dieser Bewerbe.

Bereits vor mehreren Monaten wurde der Österreichische Eishockeyverband vom Italienischen Wintersportverband FISG darauf aufmerksam gemacht, dass italienische Eishockeyvereine planen in der Saison 2017/18 an diversen Landesligen in Kärnten teilzunehmen. Sowohl der ÖEHV als auch der Kärntner Eishockeyverband wurden vom italienischen Verband weiters informiert, dass für die Teilnahme der italienischen Vereine an österreichischen Ligen die dafür nötige Erlaubnis der FISG nicht erteilt wird.

Laut geltendem Regulativ des internationalen Eishockeyverbandes (IIHF), an welches der ÖEHV als Mitglied des IIHF gebunden ist, benötigt ein Verein für die Teilnahme an einer offiziellen Meisterschaft im Ausland zwingend die Zustimmung des jeweiligen Fachverbandes.

Im Wissen über die schwierige Situation, in der sich die betroffenen italienischen Vereine nicht zuletzt aufgrund ihrer geographischen Lage befinden, und im Sinne des Sports bemühte sich der ÖEHV darum, eine einvernehmliche Lösung mit der FISG zu erzielen. Auch nach mehreren Gesprächen konnte jedoch keine Erlaubnis für die Teilnahme an den Kärntner Ligen erlangt werden.

Der KEHV wurde bereits im Juni, also zeitgerecht vor Ligastart, über die Problematik informiert. Der ÖEHV hat als Fachverband für die Einhaltung internationaler Bestimmungen Sorge zu tragen, deshalb wurde dem KEHV die Durchführung einer offiziellen Landesliga mit Beteiligung der italienischen Vereine untersagt.

Trotz dieser klaren Sachlage, haben mehrere Saisonspiele mit italienischer Beteiligung in folgenden Ligen stattgefunden:

– Kärntner AlpsHockeyCup Division 1 – Kärntner AlpsHockeyCup Division 2 – Kärntner Unterliga

Diese Regelverstöße wurden von Seiten des KEHV damit argumentiert, dass es sich bei diesen Ligen nun nicht mehr um offizielle Ligen des Kärntner Landesverbandes handeln würde. Mit dieser Umbenennung der Ligen unter dem Deckmantel des „Hobbysports“ wird versucht, internationale Bestimmungen zu umgehen. Eine vom KEHV organisierte Liga stellt für den ÖEHV, den FISG und den IIHF in jedem Fall eine offizielle Liga dar und kann sich nicht einfach durch interne Änderung der Bezeichnung geltenden Bestimmungen entziehen. Trotz mehrmaliger Ermahnungen des KEHV durch den ÖEHV und der FISG, beharrt man in Kärnten auf der Durchführung der betroffenen Ligen mit Teilnahme der italienischen Vereine.

Am 23. November hat nun der ÖEHV vom Internationalen Eishockeyverband die Mitteilung erhalten, dass der FISG die nicht genehmigte Teilnahme von italienischen Vereinen an KEHV- und somit ÖEHV-geführten Ligen, zur Anzeige gebracht hat.

„Wir haben in den letzten Wochen und Monaten mehrfach versucht, den KEHV von der Fortführung der betreffenden Ligen mit Beteiligung der italienischen Vereine abzubringen. Nach Ausschluss der italienischen Vereine würde eine Genehmigung für die Ligen sofort erteilt werden. Auch mit der FISG waren wir bemüht, eine Einigung zu finden. Leider war beides nicht möglich. Der KEHV hat sich mehrfach unseren – und auch internationalen – Bestimmungen widersetzt und hat seine Ligen fortgeführt. Daher sehen wir uns als ersten Schritt leider dazu gezwungen, die Entsendung von offiziellen ÖEHV Schiedsrichtern für die betroffenen Ligen zu untersagen. Ligen, die vom KEHV organisiert werden, fallen unter die Schirmherrschaft des ÖEHV und somit unter die des IIHF. Solange sich der KEHV weiter unseren Vorgaben entzieht, erlischt für die teilnehmenden Vereine der Rechtsanspruch gegenüber dem ÖEHV sowie ihr Status als ordnungsgemäße Mitglieder im Österreichischen Eishockeyverband“ erläutert Alexander Gruber, Vizepräsident des Österreichischen Eishockeyverbandes in rechtlichen Angelegenheiten die Causa.

Der Österreichische Eishockeyverband ist trotz alledem weiterhin darum bemüht, eine Einigung mit allen beteiligten Verbänden zu finden. Hierfür wurde bereits ein Termin mit dem FISG und dem KEHV am 29. November 2017 in Bled/Slowenien vereinbart.

Quelle: ÖEHV

To Top
error: Content is protected !!