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NHL

NHL 31in31: Nashville Predators

Am 4.Oktober startet die National Hockey League (NHL) in die Saison 2017/18. Schaffen die Pittsburgh Penguins den „Three-peat“, finden Teams wie Colorado, Buffalo oder New Jersey aus dem Tabellenkeller, wie sind die Mannschaften der Austro-Cracks aufgestellt? In der alljährlichen Preview-Serie rückt Hockey-News.info jeden Tag ein anderes Team in den Fokus.

What a ride – die Nashville Predators konnten in der abgelaufenen Saison zum ersten Mal bis in das Stanley Cup Finale vorstoßen, mussten sich dort dann aber doch den Pittsburgh Penguins geschlagen geben. Nichtsdestotrotz kann man in Nashville auf eine herausragende Saison zurückblicken, in welcher es aber gerade zu Beginn nicht wirklich ideal aussah. Das Team konnte aber sowohl Niederlagenserien, als auch Verletzungen von Schlüsselspielern weitestgehend kompensieren und den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern. Für General Manager David Poile, der seit der ersten Stunde in Nashville tätig ist, hatte wenig Grund um den Kader umzubauen, die Expansion entriss dem Team aus dem US-Bundesstaat Tennessee Goalgetter James Neal, dessen Tore definitiv vermisst werden. Ex-Captain Mike Fisher hing seine Skates an den Nagel, Neuzugang Nick Bonino, der im Finale noch für die Penguins stürmte, entschied sich in der Free Agency für die Predators.

Nashville Predators
Zugänge:Nick Bonino, Anders Lindbäck, Scott Hartnell, Matt O'Connor, Victor Ejdsell
Abgänge:Mike Fisher, James Neal, Colin Wilson, PA Parenteau,
2017 1st Round Pick:30th - Eeli Tolvanen
Top 3 Prospects:Dante Fabbro, Eeli Tolvanen, Victor Ejdsell

In den Playoffs mussten die Nashville Predators ab Runde 3 auf ihren 1st Line Center, Ryan Johansen, verzichten. Gerade im Finale konnte der Ausfall des 25-jährigen Mittelstürmers nicht mehr kompensiert werden. Der Kanadier konnte in seinem ersten vollen Jahr mit den Predators 61 Punkte einsammeln, in den Playoffs war er mit 13 Punkten in 14 Partien sogar drittbester Playoff-Scorer des Teams und das obwohl er acht Partien verletzungsbedingt passen musste. Zusammen mit Filip Forsberg, der seinen Status als Scorer unterstreichen konnte, und Shooting-Star Viktor Arvidsson, bildet Johansen eine starke erste Angriffsformation. Arvidsson war mit 31 Toren und 61 Zählern der beste Punktejäger der Predators. Der Abgang von Mike Fisher wird durch Nick Bonino kompensiert. Der Kanadier war bei den letzten beiden Cupruns der Penguins ein wichtiger und verlässlicher „role player“ und konnte sich damit für größere Aufgaben empfehlen. In der „music city“ unterschrieb er einen 16,4 Millionen Dollar schweren 4-Jahresvertrag. Mit Kevin Fiala könnte ein Eigengewächs seine Chance in den Top 6 bekommen, auch Craig Smith, oder Pontus Aberg sind Optionen. Scott Hartnell kehrt zu jenem Verein zurück, bei welchem im Jahr 2000 seine NHL-Karriere begonnen hat. Durch sein Skillset dürfte er eine fixe Größe für Reihe 3 sein. Noch dazu bringt Hartnell jede Menge Erfahrung mit, die für den sonst recht jungen Sturm sehr wichtig sein könnte. Frederik Gaudreau, Colton Sissons, Calle Jarnkrok und Austin Watson füllen die Angriffsreihen mit guter Qualität auf. Headcoach Peter Laviolette bleiben bei der Linienzusammenstellung viele Optionen, im Unterbau findet sich zusätzlich das eine oder andere Prospect, welches heuer NHL-Erfahrung sammeln könnte.

Stürmer
Filip ForsbergRyan JohansenViktor Arvidsson
Kevin FialaNick BoninoCraig Smith
Scott HartnellCalle JarnkrokPontus Aberg
Austin Watson/Cody McLeodFrederik GaudreauColton Sissons/Miikka Salomäki

Gestern wurde Roman Josi zum neuen und damit siebenten Captain der Nashville Predators ernannt. Er beerbt dami Mike Fisher, der in den wohlverdienten 1088 NHL-Spielen in den wohlverdienten Ruhestand ging. Josi ist seit dem Abgang von Shea Weber eine fixe Größe im Top-Pair der Predators und hat durch sein exzellentes Skating und seine Offensiv-Instinkte enormen Einfluss auf das Spiel. In den letzten beiden Jahren konnte der Schweizer starke 110 Punkte einfahren. Zusammen mit P.K. Subban, der in seine zweite Saison in Nashville geht, wird er für viel Druck vom Backend sorgen. Auch Subban wusste in seiner ersten Saison in der „music city“ zu überzeugen und kam auf Anhieb auf 40 Zähler, in den Playoffs lieferte er weitere zwei Tore und zehn Vorlagen ab. Ryan Ellis, einer der wohl unterschätztesten Verteidiger der Liga fällt wegen einer Knieverletzung bis Februar aus und reißt somit eine nicht füllbare Lücke in die Pairing der Preds. Mattias Ekholm, der sich zu einem starken Top 4 Verteidiger entwickelt hat, wird vermutlich in das Pair mit Josi rücken, während Subban mit dem russischen Checking-Monster Alexei Emelin auflaufen wird. Die beiden kennen sich noch aus Montreal – gute Vorzeichen. Wirft man einen Blick auf den immer gut gefüllten Prospect-Pool der Preds, so darf man in wenigen Jahren mit einem weiteren offensiv ausgerichteten Defender rechnen. Dante Fabbro war 2016 der 17th Overall Pick und wusste in seiner ersten Saison bei den Boston University Terries mit 18 Punkten in 36 Spielen sofort zu überzeugen.

Roman Josi hat sich in Nashville zum #1 Defender entwickelt! Credit: Michael Miller (CC BY-SA 4.0)

Verteidiger
Roman JosiMattias Ekholm
Alexei EmelinP.K. Subban
Matt Irwin/Anthony BitettoYannick Weber

In Nashville vertraut man auch in der kommenden Spielzeit auf ein finnisches Goalie-Duo. Pekka Rinne ist seit 2005 in der Franchise, seit 2008 die #1 im Tor der US-Amerikaner und führte die Predators sechs Mal in die Playoffs. Gerade in den letztjährigen Playoffs bot der bereits 34-jährige Finne herausragende Leistungen und lieferte eine Fangquote von 93% und einen Gegentorschnitt von 1,96 ab. Dahinter macht sich aber schon sein Nachfolger bereit – Juuse Saros hat das Zeug zur #1 und wird diesen Platz in den kommenden Jahren vermutlich für sich beanspruchen. Zwar ist Saros im Vergleich zu anderen NHL-Goalies mit 178cm etwas „klein“, der Netminder hat aber in seinem bisher 24 NHL-Spielen eine sehr gute Figur gemacht und seit Potezial mehrmals aufblitzen lassen. Bis Saros aber soweit ist, gehört das Tor ganz klar Pekka Rinne, der in Tennessee für zwei weitere Jahre unter Vertrag steht.

Torhüter
Pekka RinneJuuse Saros

Hockey-News Projection: Man hat zwar Leistungsträger verloren, diese aber, zumindest auf dem Papier, gut ersetzt – Nashville zieht zum vierten Mal in Folge in die Playoffs ein!

www.hockey-news.info , Bild: Michael Miller (CC BY-SA 4.0)

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