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NHL

NHL: Europäische Top-Spieler in der NHL

Die nordamerikanische Profi-Liga NHL feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen, als überaus beliebter Part der Big 4 bietet sie Heimat für zahlreiche gefeierte Mannschaften. Nicht nur Kanadier und US-Amerikaner machen die NHL zu einem spannenden Tummelplatz schlagkräftiger Teams, auch die Europäer beteiligen sich am Erfolg der weltbekannten Liga, die in Kanada auf Platz Eins der Beliebtheitsskala steht.

Ein Bayer in Kalifornien:
Seit März 2015 flitzt der Münchner Korbinian Holzer für die Anaheim Ducks über das Eis. Der 29-Jährige startete seine Eishockey-Karriere beim oberbayerischen TuS Geretsried, danach gelang ihm zur Saison 2004 / 2005 mit dem EC Bad Tölz der Sprung in die Deutsche Nachwuchsliga. Beim NHL Entry Draft 2006 ergab sich die erste Chance, nach Nordamerika zu den Toronto Maple Leafs zu wechseln, doch Holzer verblieb noch in der Heimat und unterzeichnete einen Vertrag bei den DEG Metro Stars Düsseldorf.

Erst die Saison 2010 / 2011 brachte für ihn den Wechsel über den großen Teich, zuerst zu den Toronto Marlies in der AHL und anschließend doch zu den Maple Leafs in der NHL. Nie zuvor hatte ein Deutscher in den Reihen des Teams gespielt, doch der junge Bayer erwies sich mit seinem Tor im Heimspiel gegen die Washington Capitals als durchaus würdig. Die Anaheim Ducks empfingen ihn im März 2015 mit offenen Armen im Tausch gegen den Verteidiger Eric Brewer. Auch das Farmteam der Maple Leafs profitiert von Holzers spielerischem Können, die San Diego Gulls gehören der American Hockey League an.

Von der Steiermark in die USA:
Geboren wurde Vanek als Sohn eines tschechischen Eishockeyspielers und einer Slowakin im schönen Baden. Aufgewachsen ist das Sporttalent jedoch im österreichischen Zell am See und in Graz, wo er der steirischen Hobbyliga angehörte. Doch die Familie hielt es nicht in Europa, sie wanderte 1998 in die USA aus. In der Juniorenliga USHL erwies sich Vanek als erstaunlich erfolgreicher Torschütze und Vorlagengeber, bei der University of Minnesota erzielte er im Jahr 2002 113 Scorerpunkte und gesellte sich damit zu einer elitären Auswahl von bislang 72 Top-Spielern, die vor ihm die 100-Punkte-Marke geknackt hatten.

Bei den Rochester Americans in der AHL blühte sein Talent weiter auf, die Saison 2005 / 2006 wurde dann zu seiner ersten Spielzeit in der NHL, die er für die Buffalo Sabres absolvierte; Vanek ist das erste von einem Österreicher erzielte Play-Off-Tor der NHL zuzuschreiben. Nach einem längeren Ausflug zu den Minnesota Wild und den Detroit Red Wings landete er schließlich bei den Florida Pink Panthers. Die Mannschaft nahm nach langer Durststrecke endlich wieder an den Play-Offs teil – nun bleibt es gespannt abzuwarten, ob das deutschsprachige Ausnahmetalent zum weiteren Erfolg beitragen kann.

Wer ein echter NHL-Crack ist und von seinem Detailwissen profitieren möchte, kann auf Plattformen wie BetStars überprüfen, wie Experten die Chancen einschätzen. Die Erfahrung der Buchmacher zeigen dabei oftmals ein gegenteiliges Bild, denn nach den letzten Niederlagen wird es schwer für Florida, gegen Boston zu bestehen.

Aus Villach bis nach New York:
Auch die New York Rangers haben inzwischen entdeckt, dass Österreicher sich gut auf den Kufen machen und engagierten im Juli 2016 Michael Grabner als Free Agent. Der in Villach geborene Top-Player nahm in der Saison 2003 / 2004 an der U18-Weltmeisterschaft teil und wechselte direkt danach zu den Spokane Chiefs in die WHL.

Im Nordamerika-Ranking belegte er 2006 den 15. Platz und wurde von den Vancouver Canucks gedraftet, die er anschließend mit einigen starken Toren beglückte. Im Gedächtnis blieb vor allem Grabners erster NHL-Playoff-Treffer im Jahr 2010, der den grandiosen Sieg gegen die Chicago Blackhawks untermauerte. In seiner Rookie-Saison bei den New York Islanders avancierte der heißblütige Spieler zum besten Torschützen, er versenkte insgesamt 34 Pucks im Tor. Eine Nominierung für die Calder Memorial Trophy folgte auf dem Fuß, hinzu kam die Vertragsverlängerung bis zum Sommer 2016.

Die New York Rangers, die er aktuell um sein spielerisches Talent bereichert, erlebten in den letzten Jahren eine Art Wiederauferstehung. Das Team gilt als eines der besten in der aktuellen NHL Eastern Conference und hat sich mit Grabner einen Fang an Land gezogen, der diesen Status mit großer Wahrscheinlichkeit verteidigen wird.

Kenner der NHL dürften auch Namen wie Philip Grubauer und Patrik Laine in den Kopf kommen, wenn es um europäische Top-Spieler der NHL geht. Grubauer stammt aus Deutschland und schwingt den Eishockeyschläger für die Washington Capitals, während der Finne Laine sich bei den Winnipeg Jets verdient macht. Ebenfalls aus Europas hohem Norden stammt Jesse Puljujärvi, der sich 2016 zu den Edmonton Oilers gesellte. Die alte Legende, dass nur Kanadier echtes Eishockey spielen können, lässt sich damit abermals ganz klar widerlegen!

 

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