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NHL

NHL Inside Out: Houston – Landet die NHL in der Space City?

Erst in der vergangenen Sommerpause expandierte die National Hockey League (NHL) in den Südwesten der USA, die Erweiterung der NHL-Landkarte bleibt aber weiterhin ein tagesaktuelles Thema, auch weil es nun drei potenzielle Standorte für eine An- oder Umsiedelung gibt. Zu den bekannten Destinationen wie Seattle oder Quebec gesellte sich nun auch Houston zu den Bewerbern hinzu.

Die Vegas Golden Knights mischen zurzeit die gesamte Liga auf und überraschen in vielerlei Hinsicht. Sportlich hat das Team sehr schnell zueinander gefunden, auch das Rundherum in Vegas scheint perfekt durchgeplant worden zu sein. Ein Beweis dafür, dass eine Expandierung/Umsiedelung durchaus gelingen kann. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Berichte, in welchen Quebec und auch Seattle (wir haben berichtet) als potenzielle neue Standorte erwähnt wurden, doch nun tritt ein völlig neues „Tier“ auf den Plan – nämlich die viertgrößte Stadt der USA, Houston.

NHL fehlt zum Big-League-Quartett
Keine Frage, die großen Sportligen funktionieren in der Mega-City. Vor wenigen Wochen konnte das Baseball-Team, die Houston Astros, die erste World Series ihrer Geschichte gewinnen. Im letzten Jahr hatte der „Minute Maid Park“, die Heimstätte der Astros, eine Auslastung von 72% bedeuten in ligaweiten Vergleich den 15.Platz. Die Houston Rockets zählen mit ihrem Superstar James Harden sein einigen Jahren zu den Topteams der NBA. In der letzten Saison war das „Toyota Center“ zu 98,6% ausgelastet, im Durchschnitt kamen 17.800 Zuseher zu Heimpsielen der Rockets. Mit einer 100%igen Auslastung können die Houston Texans, das NFL-Team der texanischen Metropole, aufwarten. Man sieht, Sport zieht und durch starke Spielzeiten der Astros und Rockets steigt das Sportinteresse noch weiter an.

Eventuell die neue Heimstätte einer NHL-Franchise? Credits: Ed Uthman (CC BY 2.0)

Aeros erinnern an erfolgreiche Tage
Bereits von 1972 bis 1977 nahm ein Team aus Houston an einer Eishockey Profiliga teil. In diesen fünf Spielzeiten beendete man den Grunddurchgang viermal als erster, zwei Titel konnten die Texaner in die Höhe stemmen. Superstar der damaligen Mannschaft war einer der wohl schillerndsten Namen der Hockey-Historie – Gordie Howe. Aber auch heutige Cracks wie Brent Burns oder Mikko Koivu liefen vor Jahren für die Aeros auf, denn von 1994 bis 2013 war man Bestandteil der American Hockey Leage (AHL) bzw. der IHL (International Hockey League) und Tochterteam der Minnesota Wild.

Houston eine echte Option?
Vergangenen September hat Tilman Fertitta die Hosuton Rockets für insgesamt 2,2 Milliarden US Dollar gekauft, nun richtet sich sein Fokus auf eine NHL-Franchise. Der 60-jährige Geschäftsmann machte sein Geld mit einer US-weiten Restaurantkette und traf sich vor zwei Wochen mit NHL Commissioner Gary Bettman im NHL Headquarter in New York, um erste Gespräche zu führen. „Wir siedeln keine Clubs um“, ließ der Bettmann vorab wissen. „Wenn Houston sein Interesse bezüglich einer NHL-Franchise ausdrückt und wenn die Rahmenbedingungen passen, dann könnten wir das etwas genauer betrachten“. Fertitta selbt träumt davon, das „Toyota Center“ an 300 Nächten pro Jahr zu füllen. Das würde bedeuten, dass sowohl NBA als auch NHL in der Multifunktionsarena beheimatet wären. Für die NHL/NBA-Landkarte nichts neues, wird dieses „Arena-Sharing“ von nicht weniger als zehn NHL-Franchises betrieben. Darunter finden sich Spielstätten wir der „Madison Square Garden“ von New York City, das Staples Center von Los Angeles oder auch das United Center von Chicago.

Bereits am 2.Dezember kehrt der Eishockeysport für einen besonderen Abend in die Stadt am Golf von Mexiko. Dann steigt im „Aerodrome Ice Skating Complex“ ein Charity-Spiel für die Opfer des Wirbelsturms Harvey. Aushängeschild der Partie ist einer der besten Verteidiger der NHL-Geschichte, Paul Coffey.

www.hockey-news.info , Bilder: Jujutacular (CC BY-SA 3.0), Ed Uthman (CC BY 2.0)

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