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AHL

NHL: Mit dem Schläger am Puck durch Nordamerika / Der Roundtrip des Adam Clendening

Jeder Eishockeyspieler, der sein Hobby zum Beruf machen durfte, ist sich vor allem in der NHL nie sicher, ob er morgens als Spieler dort aufwacht, wo er abends in die Federn hüpft. Am Beispiel des US-Amerikaners Adam Clendening beleuchten wir, wie eine Karriere verlaufen kann.

Im Oktober 2017 feierte der in Niagara Falls (Bundesstaat New York) geborene Adam Clendening seinen 25.Geburtstag. Trotz seines jungen Alters hat der gelernte Verteidiger bereits etliche Stationen im nordamerikanischen Eishockey hinter sich. 

2011 wurde der mit vielen Awards ausgezeichnete Jugendspieler Clendening von den Chicago Blackhawks an 36.Position gedraftet und nach einem weiteren Jahr an der Boston Uni, nach Rockford ins AHL-Team geschickt. Die Heimat der Rockford Ice Hogs ist nur 90 Minuten von Chicago entfernt und war für zwei Spielzeiten sein Team. Ein aufkommendes heimatliches Gefühl bahnte sich an, was sich ab der Saison 2014/15 ändern sollte.  

Er begann die Spielzeit in Rockford und konnte die ersten Spiele für Chicago in der NHL absolvieren – es lief beim Verteidiger. Am 30.Januar 2015 wurde Clendening ins 3500 km entfernte Vancouver transferiert. Dort spielte er für die Canucks und im 4000 km entfernt ansässigen Farm-Team, den Utica Comets. Im Sommer 2015 wurde sein Vertrag in Vancouver verlängert, doch 18 Tage später hieß es – ab nach Pittsburgh zu den Penguins (4300 km). 

(Von Pens Through My Lens – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44632152)

Ein halbes Jahr durfte Clendening für die Pens oder für das AHL-Team (500 km) auflaufen – ein Katzensprung. Am 16.Januar 2016 hieß es dann aber wieder Abschied nehmen, nächster Stop Anaheim Ducks (3900 km). Dort spielte er direkt zu Beginn nicht, landete lediglich elf Tage nach dem Umzug auf dem Waiver und wurde von den Edmonton Oilers (2800 km) geclaimt. Immerhin. 20 NHL-Spiele kamen für den Mann, der aus dem Koffer lebt, dazu. 

Der auslaufende Vertrag zu Oilers-Zeiten wurde nicht verlängert, so das die New York Rangers (3900 km) ihn am 1.Juli 2016 für ein Jahr verpflichteten. Clendening blieb das volle Jahr in New York und kam auf 31 Einsätze. Als auch dieser Vertrag auslief, griffen die Arizona Coyotes (4000 km) zu und statteten den Amerikaner mit einem Jahresvertrag aus. Dort spielte er in Glendale für das NHL-Team oder in Tucson für das AHL-Team (200 km). 

Doch Adam Clendening dürfte es geahnt haben, im Januar ist Wechsel-Zeit – so auch dieses Jahr. Die Chicago Blackhawks haben ihn an den 2900 km entfernten Lake Michigan zurückgeholt. Er wird fortan wieder für Rockford auflaufen. 

Wünschen wir ihm, dass sich die Umzugsstrapazen auszahlen werden, er lange fit und gesund bleibt und noch lange Eishockey spielen kann. Er würde die Umzüge sicher bald vermissen…

Morin als Wandervogel der Saison
Auch in Europa gibt es einen Spieler, der sich heuer als Wandervogel auszeichnet: Jeremy Morin begann die Saison in der KHL (Yugra), nach drei Einsätzen ging es in die ECHL (South Carolina), von dort nach zwei Spielen wieder zurück nach Europa in die finnische Liiga. Auch dort wurden es nur sieben Spiele, woraufhin es ihn in die Schweiz zog. In Bern durfte er gar nur einmal ran und gestern unterschrieb er beim Zweitligatabellenführer der Eidgenossen, den Rapperswil Jona Lakers. Ob er bei seinem fünften Team dieser noch jungen Spielzeit sesshaft wird? Man mag es kaum glauben…

(Pic: By Harold Cecchetti – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38196645)

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