sports, ice hockey
NLA: Davoser Eispalast muss saniert werden
Von: Ulla Landolt Am: 16 Jun, 2017 | Kategorien: Europa, NLA

Gestern Donnerstag wurde in Davos das definitive Projekt für den Umbau des Davoser Eisstadions vorgestellt. 

Das 1979 erbaute Davoser Eisstadion ist unbestritten ein Bijou unter den Schweizer Hockeystadien. Doch mittlerweile ist sie in die Jahre gekommen und erfüllt sie die neuen Anforderungen der Feuerpolizei nicht mehr. Damit steht die Eisarena vor der grössten baulichen Veränderung in ihrer fast 40-jährigen Geschichte.

Um die Vaillant-Arena, welche heute ein Fassungsvermögen von 6800 Zuschauern hat, weiter nutzen zu können, müssen spätestens bis 2018 enorme Änderungen vorgenommen werden, denn ohne diese beträchtliche und aufwendige Renovation müsste der HCD das Fassungsvermögen der Zuschauer drastisch nach unten senken. Mit Sicherheit wäre ein wirtschaftlicher Ruin und der Abstieg aus der NLA die Konsequenz. Deshalb hatte die Gemeinde Davos die Sanierung der Eishalle ausschreiben lassen und im Dezember 2016 das Siegerprojekt vorgestellt, welches mit 22,55 Millionen Franken ein doch ziemlich happiger Brocken für die Gemeinde darstellt.

Das wichtigste Kriterium des Eisstadions ist, dass der Charakter des Eispalastes beibehalten wird. Zudem soll zusätzlich noch eine Trainingshalle im Bereich des Aussenfeldes gebaut werden. Auch hinter dem Eis soll ausgebaut werden mit Verbindungen zwischen den einzelnen Sektoren. Zudem sind mehr Verpflegungsstände geplant. Ein Teil des Stehplatzbereiches soll zu Sitzplätzen umgebaut und die Stehplätze von 3’400 auf 2’300 reduziert werden, Somit wird die Zuschauerkapazität von 6‘800 auf 6’577 gesenkt, für den Spengler-Cup gar auf  6’297.

Sollte das Sanierungsprojekt angenommen werden, werden laut Plan die Umbauarbeiten jeweils im Sommer und Herbst durchgeführt und den Spielbetrieb kaum behindern. Neu werden zusätzliche Garderoben und Nasszellen unter der Südtribüne erbaut und die Ost-und Westtribüne umgebaut. Geplant ist auch der Einbau einer weiteren Empore, zusätzliche Cateringsflächen und der Einbau eines zusätzlichen Restaurants.

Bevor jedoch mit dem Umbau begonnen werden kann, muss zuerst die Finanzierung sicher gestellt werden, darüber wird der Davoser Landrat im kommenden Juli beraten. Eine Rückstellung von 6 Millionen Franken für das Projekt hat die Gemeinde Davos bereits getätigt. Weitere Mittel sollen aus dem Kantonsbudget und den Anlagefonds fließen. Zudem muss der Umbau und die damit verbundene Finanzierung am 24. September 2017 in einer Volksabstimmung genehmigt werden. Sollte alles nach Plan verlaufen, kann mit dem Umbau nach der Saison 2017/18 begonnen werden.

Laut HCD-Präsident Gaudenz Domenig wären alle glücklich und zufrieden, sollte alles planmäßig umgesetzt werden und der Charakter des Eisstadions erhalten bleiben. Hätte man betreffend der Sanierung der Vaillant-Arena nichts unternommen, wäre der Spielbetrieb in der NLA nicht mehr gewährleistet und der Spengler Cup gestorben.