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NLA: Die SCL Tigers besiegen Kloten erneut / Lugano mit wichtigem Sieg
Von: Ulla Landolt Am: 6 Feb, 2017 | Kategorien: Europa, NLA

Zum zweiten Mal innert 24 Stunden bodigen die Emmentaler den EHC Kloten, diesmal im Penaltyschießen. Immerhin konnte sich Kloten dabei einen weiteren Punkt sichern. Somit geht auch das zweite Duell an die SCL Tigers und diese dürfen weiter von einer Playoff-Teilnahme träumen.

Lange Zeit sah es so aus als ob sich die Langnauer sich die drei Punkte ergattern würden. Ausgerechnet Sven Lindemann, welcher gestern sein 1000. NLA-Spiel absolviert hatte, prellte seine Mannschaft um den einen Punkt, weil er 74 Sekunden vor Spielschluss beim Stand von 3:2 wegen eines Hakens auf die Strafbank beordert wurde. 56,2 Sekunden vor Schluss konnte Drew Shore daher noch den Ausgleich für die Flughafenstädter erzielen.  Dennoch siegten die Emmentaler im Penaltyschiessen, wo Ville Koistinen den einzigen Treffer erzielte.  Klotens Rückstand auf einen Playoff-Platz beträgt nun schon sechs Punkte und dürfte seine Hoffnungen langsam begraben, denn Klotens Unfähigkeit mit Druck umzugehen, könnte den Zürchern wohl die Playoffs kosten

Mit dem Heimsieg gegen den EV Zug verschaffte sich Lugano ein wenig Luft nach oben

Mit gestrigen Heimsieg in der Resega gegen den EVZ konnten sich die Bianconeri ein kleines Polster zum Strich verschaffen und liegen jetzt mit 6 Punkten Vorsprung vor dem Verfolger aus dem Emmental (Platz 9). Lugano lag 4:0 in Führung, bevor die Zuger dank drei Überzahltoren auf 4:3 verkürzten. Für das entscheidende 5:3 traf Brunner traf ins leere Gehäuse.

Für das Auswärtsspiel in Lugano musste der EVZ ohne die verletzten Verteidiger Schlumpf, Helbling und Grossmann antreten. Beim HC Lugano rückte Zackrisson anstelle von Martensson ins Team. Reaktion beider Teams war angesagt, da beide Teams am Abend zuvor verloren hatten.

Lugano hatte von Beginn an das Zepter in der Hand und dominierte das gesamte erste Drittel. Lugano hätte bereits nach 90 Sekunden in Führung gehen können, doch Bertaggia scheiterte am Zuger Goalie Stephan. Dieser stoppte auch den Break von Lapierre im ersten Zuger Powerplay. Trotzdem erzielten die Luganesi den ersten Treffer in Überzahl. Hofmann mit seinem Direktschuss traf zum 1:0. Lugano erhöhte den Druck weiter, doch Klasen, Brunner und Vauclair scheiterten an Stephan, wobei dieser aber auch ein wenig Glück beanspruchte. Mehr Glück hatte Walker mit einem eher harmlosen Schuss, wobei die Scheibe trotz der Abwehr des Keepers zum 2:0 ins Tor rutschte.

Im Mitteldrittel wartete man auf eine Zuger Reaktion. Zangger mit der ersten Möglichkeit scheiterte an Merzlikins. Wenig später brachte Lammer die Scheibe nicht am lettischen Goalie vorbei. Daraufhin setzte sich der HC Lugano im Drittel der Gäste fest, welche nur mit Glück einen weiteren Gegentreffer verhindern konnten. Lugano versuchte weiter das Skore zu erhöhen, scheiterte jedoch weiter am Zuger Goalie, welcher allerdings wenig später die Scheibe doch noch zum 3:0 durch Lapierre passieren lassen musste. In dem Moment als eine Zuger Strafe abgelaufen war, konnte Damien Brunner zum entscheidenden 4:0 einschieben. Nach dem Anschlusstreffer von Zangger zum 4:1 verlangte Greg Ireland das Coach’s Challenge, doch wurde der Treffer gegeben.

Im letzten Drittel vergab Lugano mehrere gute Chancen und nach einem nicht genutzten Powerplay kamen die Innerschweizer dank einem Ablenker von McIntyre zu einem weiteren Anschlusstreffer. In einer doppelten Überzahlsituation kehrte der EVZ zurück ins Spiel und erneut war es McIntyre der zum 4:3 traf. Das Spiel wurde neu lanciert und dabei riskierte die Mannschaft von Harold Kreis alles und nahmen ihren Torhüter heraus. Doch kurz vor Spielende schnappte sich Brunner den Puck und traf ins leere Tor zum 5:3.

Lugano’s Sieg absolut verdient und ein wichtiger Befreiungsschlag der Bianconeri im Strichkampf gegen die SCL Tigers.

Weitere Begegnungen:

Davos besiegt Ambri-Piotta, welcher nun definitv in den Playouts antreten muss Die Davoser konnten den Schwung vom Abend zuvor in Zug mit nach Hause nehmen, gegen Ambri-Piotta einsetzen und dominierten daher die Partie nach Belieben. Trotzdem schaute nach den ersten 20 Minuten nur eine 1:0-Führung heraus. Ahren Spylo mit seinem ersten Auftritt nach etlichen Jahren für den HCD konnte  kurz nach dem Anpfiff zum 2.Drittel auf 2:0 erhöhen. Ambri wehrte sich nach Kräften und so stand es nach nur sechs Minuten bereits 2:2. Kurz vor Ende des Drittels lagen die Bündner bereits wirder in Front. Verteidiger Forster hatte Marc Wieder lanciert, welcher daraufhin seinen Sololauf gegen Ambri’s Goalie Zurkirchen erfolgreich abschliessen konnte. Das Schlussdrittel gestaltete sich ereignislos und eher langweilig. Davos wollte nicht mehr und die Leventiner konnten nicht mehr.

Genf feierte die Rückkehr von Verteidiger mit dem Sieg gegen Gottéron Es war nicht nur das Romand- Derby, wichtiger für die Anhänger von Genéve-Servette war die Heimkehr „ihres“  Goran Bezina, welcher mit frenetischem Beifall und Gekreische von über 7000 Fans in der Les Vernets empfangen wurde. Leider verlor das Derby nach dem frühen 2-Tore-Vorsprung der Servettien seine Attraktivität nach dem dritten Treffer der Grenats. So stand es bereits nach 22 Minuten 3:0 für Genéve. Francis Paré, zuvor schon Teamkollege von Goran Bezina bei Zagreb in der KHL, erzielte sein 2. Tor im zweiten Spiel für die Genfer und sorgte mit dem 4:0 für die entgültige Entscheidung. Danach ging Servette ein wenig vom Gas und es folgte ein Hin-und Her mit fünf weiteren Toren. Julien Sprunger im Powerplay versorgte den Puck ins hohe Eck zum 4:1. Genfs Vukovics traf zum 5:1. Danach in den letzten Atemzügen liegend trafen die Fribourger noch zwei Mal in Folge zu durch Marc Abplanalp und Roman Cervenka. Den Schlusspunkt der Partie bildete das Tor von Nathan Gerbe ins leere Tor zum 6.3 Somit bleibt die rote Laterne nach dem äusserst schwachen Spiel bei den Fribourger was nichts gutes verhiess. Dank dem vierten Sieg in Folge liegen die Genfer nun auf Platz 5 und haben das Playoff-Billet praktisch sicher in der Tasche. Fribourg hingegen muss zudem noch den Verlust von Verteidiger Schilt und Sürmer Schmutz hinehmen, welche beide anhand von Verletzungen für einen Monat ausfallen.

Somit hat sich das Thema Playoff für Fribourg-Gottéron und Ambri-Piotta definitiv erledigt.

NLA – 46. Spieltag

SCL Tigers – Kloten 4:3 (2:0, 0:2, 1:1, 0:0) n.P. Tore: 7. Nils Berger (Pascal Berger/Ausschluss Back) 1:0. 14. DiDomenico (Koistinen/Ausschlüsse Hollenstein, Sanguinetti) 2:0. 24. Sanguinetti (Cunti/Ausschluss Moggi) 2:1. 36. Grassi (Bircher) 2:2. 50. Pascal Berger (Koistinen) 3:2. 60. (59:04) Shore (Sanguinetti/Ausschluss Lindemann) 3:3 Penaltyschiessen: Shore -, Elo -; Praplan -, Dostoinow -; Genoway -, Schirjajew -; Sanguinetti -, Macenauer -; Hollenstein -, Koistinen 1:0.

Lugano – Zug 5:3 (2:0, 2:1, 1:2). Tore:   8. Hofmann Vauclair, Brunner, PP) 0:1 15. Walker (Vauclair) 0:2 34. Vauclair (Lapierre, Brunner) 0:3 38.Brunner (Fazzini) 0:4 39:10 Zangger ( PP) 4:1 50. McIntyre ( Holden, Diaz, PP) 4:2 57. McIntyre (Holden, Diaz. PP) 4:3 59. Brunner (ins leere Tor) 5:3

Davos – Ambri-Piotta 3:2 (1:0, 2:2, 0:0). Genève-Servette – Fribourg-Gottéron 6:3 (2:0, 1:0, 3:3).