sports, ice hockey
NLA: Droht Ambri-Stürmer Peter Guggisberg ein vorzeitiges Karriere-Ende?
Von: Ulla Landolt Am: 13 Jun, 2017 | Kategorien: Europa, NLA

Der 32-jährige Stürmer Peter Guggisberg musste sich nach bereits unzähligen Knieoperationen erneut einer OP am Knie unterziehen und befindet sich derzeit in der Erholungsphase. Laut Sportchef Paolo Duca und Coach Luca Cereda soll Guggisberg jedoch auch in der kommenden Saison zum Personal der Leventiner gehören. Sein Kontrakt mit den Leventinern läuft noch bis Ende nächster Saison.

Peter Guggisberg galt nach seinem Engagement beim HC Davos (2003–2014), in der Blütezeit seiner Karriere als einer der besten und schnellsten Stürmer der Schweiz. Doch wurde er im Verlaufe seiner Karriere durch mehrere schlimme Knieverletzungen immer wieder abgebremst, das erste Mal 2010 wegen eines Kreuzbandrisses wenige Tage vor dem Abflug an die Olympischen Spiele in Vancouver.

Peter Guggisberg verzeichnete eine ziemlich aufregende und abenteuerliche Karriere. 2003 wurde sein Lehrvertrag mit Langnau anhand der Verpflichtung beim HC Davos gezwungenermassen aufgelöst und die Bündner mussten 300.000 Franken an die SCL Tigers bezahlen. In den folgenden Jahren beim HC Davos entwickelte sich Guggisberg zu einem der stärksten Stürmer, welcher sich vor allem durch seine Schnelligkeit und den Drang zum Tor auszuzeichnen vermochte. Doch sorgte Guggisberg des öfteren auch neben dem Eis für unangenehme Schlagzeilen.

So wurde er im April 2006 wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu fünf Tagen Gefängnis und einer Geldbusse von 3.500 Franken verurteilt. Im Dezember des gleichen Jahres wurde er mit 1.8 Promille Alkohol im Blut erwischt und festgenommen, worauf er schließlich bis zum Jahresende vom HC Davos suspendiert und daher nicht am Spengler-Cup teilnehmen durfte. Im Mai des darauffolgenden Jahres verhängte ein Gericht eine Strafe von 90 Tagessätzen zu total  340.-Franken (total 30.600 Franken) gegen den Stürmer, die er mit gemeinnütziger Arbeit im Spital Davos abgleichen musste. Dennoch wurde sein Vertrag trotz diesen nicht unerheblichen Vorkommnisse für zwei weitere Jahre verlängert.

In der Saison 2014–2016 wechselte der Emmentaler zu den Kloten Flyers, bevor es ihn auf die Saison 2016/17 in die Leventina zum HC Ambri-Piotta verschlug.