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National League

NLA: Kloten im Abstiegskampf ohne grosses Lebenszeichen

Was passiert wenn Kevin Schläpfer und sein Team das Playout-Final gegen den HC Ambri-Piotta verliert? Immerhin könnten die Leventiner beim Stande von 3:1 morgen Donnerstag in der Valascia den Sack zumachen und Kloten in die Ligaqualifikation schicken. Kevin Schläpfer hat zumindest die Zusage der EHC Kloten-Führung, dass er seinen Job bis morgen auf sicher hat. Aber was passiert danach? Kommt vielleicht doch noch Felix Hollenstein?

Beim EHC Kloten hat Kevin Schläpfer als Trainer die hohen Erwartungen nicht erfüllt und Kloten-Legende Felix Hollenstein steht bereit, dem Coach als Assistent zu helfen. Für den Ex-Bieler Coach Kevin Schläpfer ist es wohl die schwierigste sportlichen Herausforderung bisher, liegt doch sein Team  gegen Ambri-Piotta arg im Hintertreffen. Das einstmals stolze Flagschiff des Schweizer Eishockeys, welches seit 56 Jahren ununterbrochen in der höchsten Liga spielt und in den letzten Jahren ins Trudeln geriet, steht nun vor dem Untergang.

Den Mut verloren hat Cheftrainer Schläpfer deshalb nicht, obschon alles gegen Kloten spricht und die jetzige Situation praktisch hoffnungslos ist. Will den Gang in die Liga-Qualifikation vermieden werden, müsste Kloten drei Mal hintereinander gegen Ambri gewinnen. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, da seit Schäpfer beim EHC Kloten als Cheftrainer fungiert, er mit Kloten noch nie dreimal hintereinander gewinnen konnte und zehn

von elf Partien gegen die Biancoblu verlor.  Schläpfer’s Charisma ging dadurch verloren, dennoch strahlt er so etwas wie Unverwüstliches aus. Bisher hatte es seit der Einführung der Playoffs 1986 keinen Trainer mehr gegeben, welcher in einer derart heiklen Situation so zuversichtlich und locker blieb wie Schläpfer. Er glaubt weiterhin auf eine Rettung des EHC Kloten, hat er doch als Nottrainer eine gewisse Erfahrung. Doch in Kloten spielt eine andere Musik auf als in Biel. Der Unterschied z

wischen Biel und Kloten ist laut Schläpfer jener, dass man in Biel auch in den schwierigsten Zeiten relativ ruhig blieb. Beim EHC Kloten, welche schon seit einigen Jahren mit Unannehmlichkeiten wie den Finanzen und den ständigen Besitzerwechsel, und weiteren Turbulenzen kämpft, war es diesmal erstaunlicherweise auch ziemlich ruhig. Vielleicht hatte man sich mit der Situation abgefunden hat oder nun haben alle den Ernst der Lage kapiert und Kloten quasi vor dem Abgrund steht.

Diese Ruhe ist wahrlich erstaunlich, denn nach der dritten Niederlage gegen Ambri vom Ostermontag dachten man, dass nun etwas geschieht und sich in einigen Köpfen die Gedanken einer Trainer Entlassung breitmachte- wollte man dennoch eine Wende herbeiführen. Felix Hollenstein und André Rötheli, zwei Hockey-Legenden, hat Kevin Schläpfer als Spielbeobachter und Video-Zuschneider an seiner Seite, welche mit der ernsten Lage bestens vertraut sind und übernehmen könnten. Doch Kloten Präsid

ent Hans-Ulrich Lehmann ist dagegen und beteuert, dass Felix Hollenstein Schläpfer nicht als Coach ablösen wird. Auch Hollenstein selber betonte, dass er nicht als Trainer einspringen würde, jedoch angenommen wenn Schläpfer ihn um Unterstützung an der Bande bitten würde, sofort einspringen würde. Am vergangenen Ostersonntag stand in der Flughafenstadt der Viertelfinal der Elite-Junioren gegen Zug auf dem Programm, zwei Tage nachdem bereits Klotens Novizen die Halbfinals geschafft hatten. Während der Kloten-Nachwuchs wieder am Erwachen ist, kassiert das ehemalige Aushängeschild im Schweizer-Eishockey Niederlage um Niederlage. Daher sei in Frage gestellt, was ausser der Hoffnung noch für einen Verbleib in der National-League spricht, darunter auch was mit dem Trainer geschieht.

36 Punkte aus 35 Spielen holte Schläpfer mit seinem Team heraus, nie zuvor hatte ein anderer Club eine solch magere Ausbeute. Doch im Abstiegskampf zählt das alles nicht mehr und das Team scheint einfach ni cht besser zu sein, da ja auch Schläpfers Vorgänger, der taktisch versierte Pekka Tirkkonen, mit dieser Mannschaft scheiterte. Oder man hoffte darauf, dass der HC Ajoie die Swiss League gewinnt. Ajoie hatte bereits 2014 auf einen Aufstieg verzichtet und damals entfiel Ligaqualifikation. Davon konnte der

EHC Biel mit dem damaligen Trainer Kevin Schläpfer profitieren. Doch nun bekommt es der EHC Kloten bei einer allfälligen Ligaqualifikation mit den Rapperswil-Jona Lakers, welche nach drei Jahren wieder ins Oberhaus zurückkehren wollen, oder dem EHC Olten, welcher nach 28 Jahren NLB wieder einmal NLA Luft schnuppern möchten, zu tun.

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