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National League

NLA: Kündigungswelle beim EHC Kloten erreicht nun auch die Geschäftsstelle

Seit der Übernahme des EHC Kloten im Frühling 2016 durch den Unternehmer Hans-Ulrich Lehmann, herrscht große Unruhe im Club. Die Metamorphose, die der EHC Kloten seit Lehmann durchmacht, hat jetzt auch die Geschäftsstelle erreicht.

Als Kloten-Boss Lehmann nach dem äußerst missglückten Saisonstart im Oktober letzten Jahres die Notleine zog und neben Trainer Pekka Tirkkonen gleich noch den Sportchef Pascal Müller entlassen hatte, macht eine Kündigungswelle bei den Flughafenstädter die Runde.

Nun entscheidet die Kommission unter anderem mit Kloten-Coach Kevin Schläpfer die sportlichen Fragen und Transfers. In dieser
Kommission sass auch auch Peter Lüthi, welcher nun per Ende Saison seine Kündigung eingereicht hat. Der ehemalige Direktor des Hockey-Verbandes, war einst in Kloten Gechäftsführer und Sportchef tätig, kehrte im Januar 2016 nach acht Jahren zum EHC Kloten zurück und war für die strategische Entwicklung zuständig. Seine Aufgabe bestand darin, den Aufbau der «Young Flyers, mit 700 Junioren aus den vier Klubs Kloten, Winterthur, Bülach und Dielsdorf-Niederhasli zu vereinigen, war aber zuletzt an allen Fronten gefordert und überlastet. Grund dafür war auch, weil Team- und Pressechef Beat Equilino, der seit der Entlassung des Sportchefs zudem noch als administrativer Sportchef walten musste und deshalb krankgeschrieben wurde.

Nach Manager Peter Lüthi verlässt nun auch CEO Matthias Berner die Flughafenstädter. Berner hat seine Kündigung ebenfalls per Ende März 2018 eingereicht. Der Geschäftsführer, welcher den Verein seit dem Sommer 2013 immer wieder durch schwere Zeiten geführt hatte, erlebte während seiner Amtszeit mit Gaydoul, Gallagher und nun Lehmann, drei verschiedene Besitzer und musste als Mann im Hintergrund viel an Aufbauarbeit leisten. Als Kündigungsgrund gab Berner familiäre Gründe an.

Berner war in den vergangenen, turbulenten Jahren die konstanteste  Person in der Führung des EHC Kloten. Kam 2013 zusammen mit dem vorletzten Eigentümer Philippe Gaydoul vom Eishockeyverband in die Flughafenstadt und hielt dem Klub auch unter der kanadischen ASE-Group sowie zwei Spielzeiten unter dem jetzigen Besitzer Lehmann die Treue. Doch für Berner war die Arbeitsbelastung der letzten Jahren zu hoch, zumal auch der Lohn sank. Zudem bläst seit Lehmanns Übernahme ein klater Wind in der obersten EHC Kloten Etage.

So wird der EHC Kloten ohne irgendwelche Altlasten in die kommende Saison 2018 gehen, die Erste in der Ära Lehmann. Daher konzentiert sich die sportliche Führung auf Headcoach Kevin Schläpfer und Lehmann kann die administrative Leitung nach seinem Belieben neu besetzen. Lehmann wird mit seinem Sparmodus weiterfahren, so laufen Ende April 2018 die letzten teuren Spielerverträge aus, welche noch von seinen Vorgängern abgeschlossen wurden.

Somit wird die Saison 2018/19 zu einem ersten echten Prüfstein für den Club werden und es wird sich zeigen, ob das Lehmann-Konzept des Sparens anhand der finanziellen Vernunft in der obersten Spielklasse funktionieren kann. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der EHC Kloten den Ligaerhalt überhaupt schafft, denn zurzeit sieht es allerdings nicht danach aus.

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