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NLA: Lugano gleicht Serie gegen die ZSC Lions aus / Kloten muss weiter zittern
Von: Ulla Landolt Am: 8 Mrz, 2017 | Kategorien: Europa, NLA

Mit dem 4:3 Heimsieg schaffte es der HC Lugano die Serie gegen die ZSC Lions auszugleichen. Luca Fazzini führte sein Team nach einem turbulenten Schlussdrittel dank seinen zwei Toren zum Sieg.

Beide Teams mussten anhand der verletzungsbedingten Ausfällen aus Spiel 1 der Viertelfinalserie, ihre Mannschaftsaufstellung ändern. So rückte bei den Lions Bachofner nach und Herzog stürmte zusammem mit Suter und Thoresen. Bei Lugano fehlte Verteidiger Vauclair, der drei Strafen absitzen muss. Wilson als spielte an dessen Stelle als Verteidiger, Morini und Romanenghi stiessen neu in die Mannschaft und Zackrisson überzählig. Ausserdem wurden alle Sturmformationen umgestellt.

Zu einem anfänglichen Abtasten zwischen den beiden Kontrahenten kam es nicht, sondern es ging gleich nach dem ersten Bully mit einem schnellen und attraktiven Spiel los. Lugano sorgte als erster für eine Torgefahr vor ZSC-Goalie Flüeler. Wilson mit einem Querpass zu Klasen, welcher nach 51 Sekunden zur 1:0 Führung traf. In der 4. Minute leistete sich Routinier Gardner einen gravierenden Fehler indem er den Puck nicht aus dem eigenen Drittel brachte. Thoresen nutzte dies mit seinem Zuspiel zu Suter, welcher zum 1:1 Ausgleich traf. Im ersten Powerplay der Gäste verfehlte der Weitschuss von Shannon nur knapp das Tor. Seger vergab drei Minuten vor der ersten Pause die Führung der Lions. Dieselben brachten Augenblicke später die Scheibe im eigenen Drittel nicht unter Kontrolle und Gardner konnte seinen Fauxpas mit dem Tor zum 2:1 zur Wiedergutmachung.

Eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich vergab Herzog im 2.Drittel, wo er im Slot stehend an Merzlikins scheiterte. Im ersten Powerplay der Luganesi wurde Flüeler von Fazzini und Martensson geprüft, dieser konnte im Nachhinein auch den Schuss von Bürgler parieren. Wenig später kamen die Lions zu ihrem zweiten Powerplay und setzten sich sogleich im Angriffsdrittel fest. Wick bediente Pestoni, welcher mit seinem Direktschuss den verdienten 2:2 Ausgleich erzielte. Es folgte ein schneller Gegenstoss von Hofmann, aber dessen Schuss prallte an den Pfosten und von da ins Feld zurück.

Erste Chance für Fazzini im Schlussdrittel aus zentraler Position, scheiterte jedoch zuerst am ZSC-Goalie, traf aber Sekunden später dennoch zum 3:2, da ihm die Bianconeri zuviel Platz überlassen hatten. Es folgte ein Überzahlspiel der Luganesi, die Lions kassierten im Nachhinein eine weitere Strafe und erneut war es Fazzini, der die Führung des Heimteams zum 4:2 erhöhte. Fazzini leistete sich aber fünf Minuten vor Spielschluss einen Puckverlust im eigenen Drittel, welcher Rundblad zum Anschlusstreffer nutzte. Die Schlussphase gestaltete sich dementsprechend hitzig und turbulent und die Zürcher nahmen früh ihren Goalie heraus. Zuerst setzte Bertaggia die Scheibe neben das Gehäuse und auch Lapierre vermochte es nicht den Puck ins Tor zu befördern worauf die Lions zu einer gefährlichen Schlussoffensive ansetzten. Zweimal kam Rundblad zu einem gefährlichen Abschluss und Thoresen hatte den Ausgleich auf der Schaufel. Doch Merzlikins mit der rettenden Fanghand sorgte für den Sieg des HC Lugano.

Klotens Vorsprung schmilzt weiter. Sie verlieren auch das zweite Spiel der Abstiegsrunde gegen die SCL Tigers, wogegen sich die Fribourger Drachen dank dem Sieg immer näher heran arbeiten.

In Kloten richtet man sich derweil mit kleinen Dingen auf. Obwohl gestern auch die zweite Partie in der Platzierungsrunde gegen die SCL Tigers verloren ging, musste sich Kloten diesmal im Gegensatz zur 0:5 Heimniederlage nicht den Vorwurf wegen fehlender Arbeitsmoral vorwerfen lassen.

Weil Goalie Boltshauer nach wie vor krankeitshalber und Gerber angeschlagen fehlten, musste der EHC Kloten mit ihrem dritten Goalie, dem Winterthurer Oehninger vorlieb nehmen. Oehninger vertrat die beiden Routiniera zwar solid, war aber beim abgelenkten 1:1 und dem 1:2 der Tigers machtlos. Zuvor hatte Klotens Edson Harlacher sein Team in Führung geschossen, welche jedoch nur 48 Sekunden lang hielt. Erneut fehlte es den Zürcher Unterländer nach einem Tor an der Konzentration und nutzlos war letztendlich auch der Shorthander von Frick zum Anschluss zum 2:3. Damit stehen die Langnauer kurz vor dem Ligaerhalt, dazu fehlt ihnen nur noch ein Punkt. Der Vorsprung der Klotener gegenüber Gottéron jedoch schmilzt weiter und beträgt nur acht Punkte. Im Grunde genommen wären es jedoch nur noch sieben, weil bei einer allfälligen Punktegleichheit mit Fribourg, die Saanestädter über die bessere Bilanz aus den Direktbegegnungen verfügen.

Weitere Begegnungen:

Blamables Heimspiel für Genéve-Servette Wegen einer miserablen Leistung geriet Servette in der Serie gegen den EV Zug arg in Rücklage und ging mit 2:5 unter. Es war bisher die schwächste Leistung des McSorley-Teams in dieser Saison. Gegen die Innerschweizer aus Zug spielten die Grenats derart schwach, emotionslos, vor allem dumm und kassierten unnötige Strafen noch und noch. So behinderte Almond bereits nach 18 Sekunden einen Gegenspieler unnötig. Tim Traber fuhr den Zuger Torwart über den Haufen und Simek liess die Fäuste fliegen. So konnten die Zentralschweizer fast nur Überzahl agieren. Servette hingegen begann erst viel zu spät mit dem Hockeyspielen und unterlagen schlussendlich mit 2:5.

Lausanne weiterhin ohne Glück Ohne Glück kämpfte der Lausanne HC in seiner Serie gegen den HC Davos. Letzten Samstag verspielten sie ihre 3:0-Führung leichtsinnig und gestern in Davos fehlte ihnen in der Schlussphase mehre Male nur wenige Zentimeter für den 2:2-Ausgleich. Zudem vergaben Dustin Jeffrey und Harri Pesonen zwei Minuten vor Ende die letzten grossen Möglichkeiten. Ärger bereitete die Partie dem Davoser Coach Arno Del Curto dennoch, besonders das Zitternmüssen  im Schlussabschnitt, denn eigentlich hätte sein Team das Spiel schon in den ersten 40 Minuten entscheiden müssen, als die Lausanner viel zu ungestüm, naiv und undiszipliniert agierten. Und weil ihnen die Bündner zuweilen wild um die Ohren liefen, sah sich mancher Lausanne-Spieler genötigt, den Gegenspieler beim Abschluss mit einem Foul zu stoppen.

SC Bern bleibt auf Kurs In der ersten Partie der Serie gegen den Kantonsrivalen Biel vom Samstag, wo der SCB nur mühsam in die Gänge kam, folgte gestern auswärts im Seeland ein souveräner Auftritt des Meisters und Bern durfte bereits nach zwei Minuten ein erstes Mal jubeln. Rückkehrer Bodenmann legte dabei für Ebbett auf, welcher Biels Keeper Hiller zwischen den Schonern erwischte. Mitschuldig an diesem Berner Gegentreffer war Biel’s Rückkehrer Wellinger, welcher zu langsam war um Bodenmann am Querpass zu hindern. Auch der Start ins Mitteldrittel gelang den Bernern besser als den Einheimischen. Nach 81 Sekunden traf Luca Hischier auf Zuspiel von Plüss zum 2:0 und Ebbett im Schlussdrittel mit seinem zweiten persönlichen Treffer dieser Partie noch zum 3:0. Der EHC Biel hingegen liess in der Offensive und bei ihren ersten Playoff-Auftritten vor eigenem Publikum einiges vermissen. Robbie Earl sowie auch Marc-Antoine Pouliot konnten keine Akzente setzen. Das Bieler Überzahlspiel viel zu harmlos und keine der sechs Powerplay’s genutzt.  Bern’s Goalie Leonardo Genoni kam mit 21 Paraden zu einem eher lockeren Shutout, sein sechster in dieser Saison.

Meisterschaft NLA. Playoffs (Best of 7) Viertelfinals:

Lugano – ZSC Lions 4:3 (2:1, 0:1, 2:1) Stand 1:1. Tore:  1. (0:51) Klasen (Wilson) 1:0.  4 Suter (Thoresen) 1:1. 18. Gardner (Romanenghi) 2:1. 35. Pestoni (Wick, Shannon/Ausschluss Sannitz) 2:2. 53. Fazzini (Klasen/Ausschluss Geering, Strafe gegen ZSC Lions angezeigt) 4:2. 55. Rundblad 4:3.

Biel (8.) – Bern (1.) 0:3 (0:1, 0:1, 0:1); Stand 0:2. Genève-Servette (6.) – Zug (3.) 2:5 (0:3, 0:1, 2:1); Stand 0:2. Davos (5.) – Lausanne (4.) 2:1 (1:0, 1:0, 0:1); Stand 2:0.

7. NLA-Abstiegsrunde

SCL Tigers – Kloten 4:2 (0:0, 2:1, 2:1) Tore: 30. (29:01) Harlacher (Praplan) 0:1. 30. (29:49) Macenauer (Nils Berger) 1:1. 37. Moggi (Koistinen) 2:1. 44. Albrecht (Elo) 3:1. 46. Frick (Ausschluss Sanguinetti! Strafe gegen Kloten SCL Tigers angezeigt) 3:2. 60. (59:33) Lindemann (Pascal Berger, Punnenovs) 4:2 (ins leere Tor).

Liga-Erhalt Fribourg – Ambri 2 : 1(0:0, 2:1, 0:0) Stand 2:0