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NLA: Lugano und Ulmer schaffen das Break – Bern steht im Playoff-Halbfinale!
Von: Ulla Landolt Am: 16 Mrz, 2017 | Kategorien: Europa, NLA

Der HC Lugano liegt dank dem Auswärtssieg in Zürich in der Serie mit 3:2 vorne. Der SC Bern bezwang den EHC Biel,  siegte in der Serie mit 4-1 und steht damit im NLA-Playoff-Halbfinale.

Zum ersten Mal in den Playoffs-Viertelfinal legt der HC Lugano vor. In der spannenden 5. Partie in der Best-of-7-Serie gegen die ZSC Lions und dank den beiden Toren von Julien Vauclair zum 2:1 Endresultat könnten die Tessiner am Donnerstag den „Sack zumachen“.

Nachdem den grossen Diskussionen wegen der Sperre von ZSC-Verteidiger Blindenbacher und seinem „Foul“ an einem Linesman vom letzten Samstag, stand gestern das Eishockey im Fokus. Zum Matchwinner avancierte dabei Julien Vauclair, der im ersten Spiel vor zehn Tagen für ein Eklat gesorgt, indem er Inti Pestoni gegen den Kopf gecheckt hatte und dafür für drei Spiele gesperrt wurde. Sein Zusammenprall mit dem ZSC-Topskorer Nilsson, welcher einen Innenbandabriss am Knie des Schweden zur Folge hatte und gleichzeitig auch sein Saisonende bedeutete, blieb ungeahndet. Vauclair führte bei seiner gestrigen Rückkehr in den Eisrink den HC Lugano im Alleingang zum ersten Auswärtssieg der Serie. Die Stadtzürcher spielerisch gesehen überlegen, agierten zu ineffizient.

Die Südtessiner, das effizientere Team, liessen den Gegner immer wieder anrennen, doch nutzten sie im  Gegensatz der Zürcher konsequent ihre Chancen, daher steht der  ZSC nun mit dem Rücken zur Wand. Von Beginn an stürmten die Zürcher an, verpassten die Führung in der vierten nur knapp und Roman Wick kam in der 10.Minute nicht am Lugano-Keeper vorbei. Mehr vom Spiel hatten die Bianconeri in der 2.Hälfte des Startdrittels, doch Dario Bürgler vergab die beste Chance für Lugano, da Niklas Schlegel abwehren konnte.

Auch zu Beginn des 2.Drittel hatten die Lions mehr vom Spiel, dabei erzielte Wick im Powerplay den 1:0 Führungstreffer. Derweil sass der Luganesi Stefan Ulmer auf der Strafbank. Kurz danach musste Schäppi auf der Strafbank Platz nehmen, doch Gregory Hofmann’s Schuss im Powerplay ging nur an den Pfosten. Im nächsten Überzahlspiel der Luganesi kamen die Lions auch in Unterzahl einem Treffer näher als Lugano, doch ging dieser Schuss daneben. Dann folgte eine mangelhafte Abwehrleistung der Gastgeber.  Vauclair’s Schuss liess der ZSC-Goalie abprallen, Auch die zwei Nachschüsse von Zackrisson. Nachdem zweiten Torschussversuch des Schweden kam Vauclair an den Puck und würgte diesen über die Linie zum verdienten Ausgleich. Zackrisson vergab in der 40. Minute gar die Möglichkeit in Überzahl den Führungstreffer der Bianconeri zu erzielen.

Zu Beginn der Schlussdrittels konnten die Lions gleich zweimal in Überzahl agieren, weil Ronchetti und Chiesa nacheinander auf die Strafbank mussten. Wick hatte in diesen vier Minuten die beste Chance, vergab diese jedoch, da Merzlikins stets sehr wachsam war.  Danach hielten sich die Lions mehrheitlich im Drittel des HC Lugano auf, wurden aber nie mehr richtig gefährlich. Lugano sicherte sein Tor ausgezeichnet ab und liessen keine gefährlichen Abschlüsse mehr zu, erst Rundblad erzeugte in der 52. Minute nochmals für Gefahr vor Merzlikins. Vor Ende des Schlussdrittels musste nochmals ein Zürcher auf die Strafbank, die Tessiner fackelten indess nicht lange und deckten den ZSC Goalie Schlegel regelrecht mit Schüssen ein, worauf erneut Vauclair zur 2:1 Führung der Gäste traf. Die ZSC Lions nun mit der Brechstange versuchten mit allen Mitteln die erste Heimniederlage dieser Playoff-Serie zu verhindern, doch nichts half mehr. Nun folgt am kommenden Donnerstag das vielleicht bereits entscheidende Spiel und für die Lions besteht die Gefahr, dass sie genau gleich wie schon im Vorjahr frühzeitig aus den Playoffs ausscheiden.

Der SC Bern steht im Halbfinal

Mit 4:1 gewinnt der SCB das fünfte Spiel zuhause gegen den EHC Biel und steht als drittes Team nach dem EV Zug und dem HC Davos im Halbfinal. Für den EHC Biel ist trotz grossem Kampf die Saison vorbei.

Abstiegsrunde:

Ambri macht in der Platzierungsrunde Punkte gegen Gottéron gut. In einer Partie, in der es um nichts anderes mehr geht, als um einen Heimvorteil der Leventiner oder Fribourg-Gotteron. Doch diese Entscheifung wurde vertagt. Somit könnte sich Ambri in den letzten beiden Runden immer noch den Heimvorteil im Abstiegs-Playoff erkämpfen. Ambri mit einem eher belanglosem Sieg gegen Kloten dominierte den EHC Kloten. Die Leventiner  gewannen das Spiel dank dem späten Siegestreffers von Cory Emmerton mit 3:2.

Fribourg-Gottéron setzte sich auswärts gegen die SCL Tigers in der Overtime mit 4:3 durch. Roman Cervenka buchte drei Skorerpunkte und Julien Sprunger erzielte den Siegtreffer in der 64. Minute. Somit beträgt die Punktefifferenz zwei Runden vor Ende der Abstiegsrunde zwischen Ambri und Fribourg noch fünf Punkte. Die Drachen benötigen damit noch einen Punkt oder einen Punktverlust von Ambri um ihren Heimvorteil zu sichern.

Viertelfinal: Spiel 5

ZSC Lions – Lugano 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) Stand 2:3 Tore: 23. Wick (Geering/Ausschluss Hirschi) 1:0. 34. Vauclair (Zackrisson) 1:1. 55. Vauclair (Hofmann, Lapierre/Ausschluss Marti) 1:2.

Bern – Biel 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) Stand 4:1

NLA Platzierungsrunde:

Ambri-Piotta – Kloten 3:2 (0:0, 2:0, 1:2). Tore: 24. Jelovac (Hall) 1:0. 38. Monnet (Trisconi) 2:0. 45. Tim Ramholt (Ausschluss Homberger!) 2:1. 53. Cunti (Hollenstein) 2:2. 55. Emmerton (Janne Pesonen, Hall/Ausschluss Bieber) 3:2

SCL Tigers – Fribourg-Gottéron 3:4 (1:0, 1:3, 1:0, 0:1) n.V.