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National League

NLA: Lugano von Biel deklassiert & die Kloten-Misere gegen Ambri geht weiter.

Das Märchen des EHC Biel findet seine Fortsetzung. Biel deklassierte im ersten Playoff-Halbfinalspiel nach einem 1:2-Rückstand den HC Lugano gleich mit 7:3. Ausschlaggebend für die Wende der Partie war ein Bieler Doppelschlag im 2.Drittel innert 38 Sekunden.

Die Partie begann ganz im Sinne des HC Lugano, ähnlich wie in den Viertelfinalspielen gegen Gottéron. 25 Minuten lang hatten die Luganesi die Oberhand und konzentrierten sich auf Konter und das effiziente Nutzen ihrer Chancen und führten gegen die Seeländer bis zur 26. Minute verdient mit 2:1. Luca Fazzini (1:0) und Ryan Johnston (2:1) waren die Schützen. Doch danach entglitt den Bianconeri die Partie zusehends und gerieten zeitweise gehörig unter Druck. Lugano, der Vorjahresfinalist, zerfiel mehr und mehr, ebenso wie ihr Goalie Merzlikins. Zwischen der 35. und der 42. Minute liess der lettische Goalie vier Schüsse hintereinander passieren und aus dem 2:2 Ausgleich wurde am Ende ein 7:3, danach wurde Merzlikins ausgewechselt und Manzato musste übernehmen.

Lugano kassierte die hohe Niederlage jedoch nicht wegen Merzlikins, sondern weil sie ihre zwei Führungen keine fünf Minuten lang halten konnten und zu viele unnötige Strafen produzierten. Lugano agierte zu passiv, undiszipliniert und unkonzentrierter als die Seeländer. Drei Tore erzielte Biel im Powerplay, darunter auch die wegweisenden Treffer zum 3:2 (Diem) und 4:2 (Rajala) innerhalb von 38 Sekunden. Vor dem 2:3 leistete sich Luganos Gregory Hofmann einen Stockschlag, danach versetzte Johnston dem Biel Stürmer Micflikier noch während dem Torjubels einen dummen Stockschlag.

Fehlen tat bei den Luganesi der Finne Jani Lajunen an allen Ecken und Enden. Denn Lajunen führte in den Viertelfinals die Linie mit Hofmann und Lapierre an und stellte in den Viertelfinals statistisch gesehen alle andere Linien in den Schatten. Lajunen fehlte nach dem Foul vom Fribourger Lorenz Kienzle zumindest für das gestrige erste Halbfinalspiel, dafür rückte Lapierre auf die Center-Position und Luca Fazzini in die Paradelinie vor.

Genonis Patzer führt die ZSC Lions zum Sieg
Das Game-Winning-Goal zum 3:2 für die ZSC Lions erzielte Ronalds Kenins in der 43. Minute in Unterzahl, wobei SCB-Goalie Genoni alles andere als gut aussah. Für die Lions war es bereits der dritte Shorthander in den laufenden Playoffs und der dritte Treffer von Kenins, welcher in der Qualifikation nur einmal getroffen hatte, sinnbildlich für die Auferstehung der Limmatstädter. Die Zürcher hatten den SCB über grosse Strecken im Griff, was einige Zuschauer mit Pfiffen quittierten.

Bern ging durch das Tor von Scherwey in der vierten Minute in Führung. Doch Fredrik Pettersson erzielte in der 8. Minute den Ausgleich und brachte die Lions durch sein zweites Tor knappe 5 Minuten später mit 2:1 in Front. Untersander mit dem Berner Ausgleich kurz vor der zweiten Pause, doch Kenins konterte 3 Minuten nach dem Anpfiff für das Schlussdrittel mit dem Führungs-und Siegtreffer in Unterzahl zum 2:3.

Der vermeintliche Ausgleich des SCB in der 23. Minute von Kamerzin wurde nach einer „Coaches Challenge“ von Hans Kossmann wegen Offside aberkannt.

Ambri gewinnt das erste Duell in der Ligaqualifikation gegen Kloten klar mit 4:0.
Ambri machte im Gegensatz zu den Gästen aus Kloten im ersten Duell der Liga-Qualifikation von Beginn weg den frischeren und aufmerksameren Eindruck, starteten mit viel Elan ins in die Partie und gingen bereits nach sieben Minuten durch Emmerton im Überzahlspiel in Führung.

Das Cereda-Team zeigte die notwendige Präsenz vor dem gegnerischen Tor, wie kurz vor Spielhälfte mit dem 2:0 durch Dominic Zwerger. Beim 3. Treffer der Leventiner hatte der Kloten-Goalie Luca Boltshauser schlechte Sicht, als er von Christian Pinana erwischt wurde. Es war das erste Tor in der National League für den 21-jährigen Verteidiger.

Kloten zeigte sich weiter in einem doch besorgniserregenden Zustand, während die Biancoblu ihr Programm mehr oder weniger ruhig abspulen konnte. Die Flughafenstädter fand gegen die clever spielenden Nordtessiner kein Rezept und kassierten somit die fünfte Niederlage in Serie.

Die Schonung von Denis Hollenstein, Vincent Praplan und Tommi Santala in den vergangenen beiden Partien hatte sich nicht gelohnt, denn auch sie brachten nichts auf eine Reihe, zudem vergab Tim Bozon 2 Grosschancen, als er plötzlich alleine vor Ambri-Goalie Conz auftauchte. Relativ ungefährdet konnte der Ambri-Keeper seinen dritten Shutout der Saison feiern.

Telegramm:

Biel – Lugano 7:3 (1:1, 4:1, 2:1) Stand 1:0
Tore: 6. Fazzini (Hofmann, Vauclair/Ausschluss Pouliot) 0:1. 8. Diem (Neuenschwander, Lüthi) 1:1. 23. Johnson 1:2. 26. Fuchs (Micflikier) 2:2. 35. Diem (Ausschluss Hofmann) 3:2. 36. Rajala (Jecker/Ausschluss Johnston) 4:2. 40. (39:53) Neuenschwander (Lüthi) 5:2. 42. Micflikier (Diem) 6:2. 44. Micflikier (Earl, Fuchs/Ausschluss Romanenghi) 7:2. 48. Wellinger (Bertaggia/Ausschluss Fuchs) 7:3.
Bemerkungen: Biel ohne Lofquist (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Brunner, Bürgler, Chiesa, Lajunen und Sanguinetti (alle verletzt).

Bern – ZSC Lions 2:3 (1:2, 1:0, 0:1) Stand 0:1
Tore: 4. Scherwey (Noreau, Genoni) 1:0. 8. Pettersson 1:1. 13. Pettersson (Klein) 1:2. 39. Untersander (Raymond/Ausschluss Shore) 2:2. 43. Kenins (Korpikoski/Ausschluss Schäppi!) 2:3.
Bemerkungen: Bern ohne Pyörälä und Aaltonen. ZSC Lions ohne Pelletier, Vey (überzählige Ausländer), Blindenbacher, Nilsson und Sjögren (alle verletzt). – Pfostenschüsse: 4. Arcobello, 46. Gerber, 60. Schäppi. – 23. Tor von Kamerzin wegen Offside aberkannt

Abstiegsrunde „best of seven“

Ambri-Piotta – Kloten 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) Stand 1:0
Tore: 7. Emmerton (D«Agostini/Ausschluss Bader) 1:0. 30. Zwerger (Emmerton) 2:0. 34. Pinana (Kubalik) 3:0. 59. (58:42) Trisconi (Kostner) 4:0 (ins leere Tor). – Strafen: 9mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 9mal 2 plus 10 Minuten (Trachsler) gegen Kloten. – PostFinance-Topskorer: D»Agostini; Hollenstein.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Müller, Fora, Karhunen und Stucki (aller verletzt), Taffe, Hazen (überzählige Ausländer), Monnet, Guggisberg (beide überzählig), Kloten ohne Grassi, Weber und Spiller (alle verletzt), Lemm, Harlacher und Bircher (alle überzählig) sowie Poulin (überzähliger Ausländer

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