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NLA: Obrist trifft zum Sieg / Ulmer’s Doppelpack sichert Lugano den letzen Playoffplatz!
Von: Ulla Landolt Am: 20 Feb, 2017 | Kategorien: Europa, NLA

Eine etwas glanzlose Partie spielte sich zwischen Kloten und dem EHC Biel und den nur 4.681 Zuschauer ab. Kloten lag bereits nach den ersten 20 Minuten mit 1:2 in Rücklage, konnte jedoch im 2.Drittel ausgleichen und letzen Abschnitt dank dem Tor von Patrick Obrist zum 3:2 Sieg das Steuer noch herumreissen. Es war der erste Sieg für die Zürcher Unterländer nach regulärer Spielzeit seit fast einem Monat. Um sehr viel ging es ja nicht mehr, da Kloten nach der Niederlage vom Freitag gegen Bern von der bitteren Tatsache eingeholt wurde, dass sie nun definitiv in die Playouts müssen.

Einen Sieg gegen Biel zu holen war dennoch wichtig um damit eine bestmögliche Ausgangslage in der Platzierung für die Playouts zu sichern, dazu braucht es unbedingt Punkte. Für den auf Platz 7 platzierten und bereits für die Playoffs qualifizierten Bieler sieht die Ausgangslage zwar klar besser aus, doch auch die Seeländer wollen sich in eine noch bessere Position bringen, zumal sie mit einem Spiel weniger als die beiden vor ihnen liegenden Teams von Genéve und Davos, welche je 2 Punkten mehr auf dem Konto stellen. Für Biel liegt der 5. Rang immerhin noch in Reichweite.  

Da Patrick von Gunten die freitägliche Partie nicht zu Ende spielen konnte und dem EHC Kloten ein weiteres Mal in dieser Saison fehlt, übernahm neu der von Winterthur ausgeliehene Joel Steinauer den Posten als 8. Verteidiger. Sofort auf den Ausländerpositionen für die Playoffs rotieren lassen will der EHC Biel und darauf achten dass in den noch verbliebenen Spielen alle ihre Ausländer genug Spielpraxis bekommen. Daher liess man Lundin pausieren und Rajala stand im Line-up der Bieler.  

Vehementer und mit mehr Druck zog der EHC Kloten zu Beginn des Spieles auf das Bieler Tor los, doch der EHC Biel, das effizientere Team, konnte seine Möglichkeiten bereits früh nutzen. Nach dem ersten Gegentreffer zum 0:1 nach knapp einer Minute, sah sich Kloten-Coach Tirkkonen gezwungen sein Time Out zu nehmen. Genützt hat es immerhin sofern, dass Kloten in Überzahl nach drei Minuten ausgleichen konnte. Doch trotz Chancenplus der Klotener ging der EHC Biel  noch vor der ersten Pause mit 2:1 in Führung.   Der mittlere Abschnitt glich dem Startdrittel. Die Zürcher Unterländer etwas kämpferischer führte zwar die Regie, doch anhand vieler Ungenauigkeiten und Abspielfehlern brachten sie sich selber um die Früchte ihrer Arbeit. Biel aber nicht unbedingt überzeugend wirkten aber konsequenter und Kloten wie schon in den ersten 20 Minuten mit mehr Schüsse aufs gegnerische Goal. Doch dann fand der beherzte Distanzschuss von Frick den Weg zum Ausgleich ins Netz hinter Biels Goalie Rytz. Somit dürfte zumindest das Schlussdrittel etwas spannender werden. So fiel denn auch der erste Führungstreffer für die Flughafenstädter dank dem Vorstoss von Bieber über die linke Seite, wobei Bieber den mitgelaufenen Obrist bediente und dieser eiskalt abzog und die Führung erzielte. Das Tor war  zugleich ein Weckruf an den EHC Kloten. Für den Rest der noch verbleibenden Spielminuten gingen Kloten nun etwas couragierter und mit mehr Power ans Werk, konnten so den knappen Vorsprung über die Zeit retten und durften erstmals nach 60 Minuten wieder einmal als Sieger vom Platz gehen. Will aber der EHC Kloten die noch zu absolvierenden Spiel nicht zusätzlich unnötig verlängern, muss man allerdings andere Auftritte an den Tag legen, wichtige Punkte sammeln um sich so für die Playouts in eine gute Position zu bringen, daher sollte auch das Verpassen der Playoffs schnellsten weggesteckt werden.

Lugano sichert sich definitiv das letzte Playoff-Ticket

Lugano steht jetzt definitiv als letzter Playoff-Teilnehmer fest. Sie gewannen das Tessiner-Derby gegen den Erzfeind Ambri-Piotta klar und deutlich mit 5:0 und sicherten sich den letzten Playoff-Platz definitiv.

Tabellen-Schlusslicht Ambri präsentierte sich im gestrigen letzten Tessiner-Derby gleich wie am Vortag seiner 0:7 Auswärtsniederlage gegen Gottéron in einer desaströsen Verfassung. Die Leventiner lagen am Freitagabend nach dem ersten Abschnitt bereits mit 0:5 hinten, gestern nach den ersten 20 Minuten 0:3. Für die drei Tore im ersten Drittel zeigten sich Stefan Ulmer (7.), Luca Fazzini (17.) und Julian Walker (18.) verantwortlich. Dazu muss man aber sagen, dass es Ambri dem Kantonsrivalen allzu einfach machte. Ulmer als Doppeltorschütze traf in der 39. Minute in Überzahl gar noch zum 5:0 und beim 0:3 durch Walker lieferte er einen Assist dazu. Somit kommen die Luganesi anscheinend gerade rechtzeitig auf die Playoffs hin in Fahrt und kamen zum vierten Sieg in den letzten fünf Spielen. Zudem durfte  Elvis Merzlikins dank seinen 31 Paraden seinen dritten Shutout der Saison feiern. Der Lugnao-Goalie mussgte zwar zweimal das Glück beanspruchen, weil Pesonen und Fuchs nur den Pfosten trafen, doch wehrte er in der 27. Minute einen Penalty von Eliot Berthon ab. Die Ambri-Anhänger müssen sich nun nach der neunten Niederlage aus den vergangenen zehn Spielen ernsthaft Sorgen, da auch nach der Entlasssung von  Trainer Hans Kossmann unter Gordie Dwyer kein Aufwärtstrend zu erkennen ist. Sie scheinen nicht mehr an ihre Mannschaft zu glauben, wollten doch nur noch 5161 Zuschauer das Derby sehen.

Weil das Tessiner-Derby erst um 20.30 Uhr begann, stand Lugano bereits vorher als letzter Teilnehmer der Playoffs fest, da die SCL Tigers im Berner Derby mit 2:4 unter sie Räder gerieten.

Jetzt ist es offiziell, Langnau verpasst die Playoffs Bern setzte sich im Derby bei den SCL Tigers mit 4:2 und einen grossen Schritt Richtung Qualifikationssieg. Aus der Traum für die SCL Tigers von einer zweiten Playoffteilnahme nach 2011. Zwar hatten die Emmentaler alle vier Heimspiele gegen den SCB seit ihrem Wiederaufstieg gewonnen und die Hoffnung zumindest theoretische Chancen auf die Playoff-Teilnahme berechtigt und aufrecht zu erhalten. Doch die Tigers fanden gegen den Rivalen kein Rezept.

Womögliche Vorpremiere auf die Playoffs Einen möglichen Vorgeschmack auf die Playoffs gab es gestern im Léman-Derby, denn Genève-Servette und Lausanne könnten sich auch in den Viertelfinals gegenüberstehen. So setzte sich das fünftplatzierte Servette mit 6:4 gegen Lausanne (4) durch. Servette holte aus einem 0:1 Rückstand mit fünf Toren innert 13 Minuten ein 5:1 Sieg heraus.

ZSC gewinnt ein temporeiches Spiel gegen den HCD

Die Partie zwischen HC Davos und den ZSC Lions verlief packend und spannend, da die Entscheidung erst eine halbe Minute vor Spielende fiel. Severin Blindenbacher mit einem fadengeraden Schuss von der blauen Linie erzielte das 4:3 für die Lions und die Zürcher gewannen in dieser Regular Season alle vier Vergleiche mit den Davoser.

Zugs schwarze Serie hat ein Ende

Nach vier verlorenen Partien durften die Zentralschweizer endlich wieder einen Sieg feiern. Sie gewannen gegen den blassen Tabellenvorletzten Fribourg, welcher in dieser Saison das Feuerspucken verlernt zu haben scheint. Die Zuger scheinen den Fokus geraden noch rechtzeitig und einen erster Schritt in die Richtung gemacht zu haben Doch wie gut die Innerschweizer wirklich in Form sind wird die Partie gegen den Tabellenleader Bern zeigen

NLA – 48. Spieltag

EHC Kloten – EHC Biel 3:2 (1:2, 1:0, 1:0) Tore: 01:38 Tschantré (Sutter) 0:1; 04:36 Grassi (Shore; Ausschluss Maurer) 1:1; 09:11 Wetzel (Pedretti) 1:2; 33:16 Frick (Genoway) 2:2; 45:30 Obrist (Bieber) 3:2.

Ambri-Piotta – Lugano 0:5 (0:3, 0:2, 0:0 Tore:  7. Ulmer (Vauclair) 0:1. 17. Fazzini (Lapierre) 0:2. 19. Walker (Bertaggia, Ulmer) 0:3. 37. Sannitz (Hofmann) 0:4. 39. Ulmer (Vauclair, Bertaggia/Ausschluss Monnet) 0:5.

Davos – ZSC Lions 3:4 (0:1, 3:2, 0:1) SCL Tigers – Bern 2:4 (0:2, 1:2, 1:0) Zug – Fribourg-Gottéron 4:1 (2:1, 2:0, 0:0) Genève-Servette – Lausanne 6:4 (0:0, 3:1, 3:3)