sports, ice hockey
NLA: Obrist und Kloten siegen in Davos nach Penaltyschiessen
Von: Ulla Landolt Am: 15 Feb, 2017 | Kategorien: Europa, NLA

Der EHC Kloten sichert sich in Davos den Zusatzpunkt dank dem 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen. Für die  Zürcher Unterländer nach den zuletzt sieglosen fünf Meisterschaftspartien ein rares Erfolgserlebnis im Landwassertal.

Den letzten Sieg in Davos durfte der EHC Kloten letztemals am 21. November 2014 feiern. Der gestrige Klotener Auswärtssieg kam auch darum ein wenig überraschend, weil der HCD sieben ihrer letzten acht Spiele gewonnen hatte und in dieser Saison auch bei allen drei Direktduellen als Sieger hervor gingen.

Es dauerte seine Zeit, bis der HCD gegen die defensiv soliden Klotener und einem stark spielenden Goalie Luca Boltshauser den Tritt ins Spiel fanden. So lag Kloten nach dem ersten Drittel durch die zwei Treffer von Daniele Grassi mit 2:0 in Führung. Fassten aber im Nachhinein  immer wieder dumme und unnötige Strafen  und dafür im Schlussdrittel bestraft wurden. Davos Topskorer Perttu Lindgren im doppeltem Überzahlspiel und Dario Simion konnten innert fünf Minuten den zweitore Rückstand wettmachen.

Danach folgte der etwas umstrittene 3:2-Führungstreffer (doppelte Überzahl) von Vincent Praplan, aber auch da fand der HCD postwendend eine Antwort und konnte in nur 96 Sekunden durch Robert Kousal, ebenfalls in Überzahl wieder ausgleichen. Das Penaltyschiessen hingegen verlor der HCD eindeutig. Von den Bündnern konnte keiner der vier Schützen einen Treffer erzielen, dafür trafen Klotens Robin Leone und Drew Shore.

Auch wenn sich der EHC Kloten im Bündnerland zwei Punkte ergatterte, so stehen die Chancen für Flughafenstädter  einen Playoffplatz zu erreichen eher schlecht. Deswegen, weil bei den noch vier ausstehenden Partien der Rückstand auf den HC Lugano ( 8.Platz) immer noch 8 Punkte beträgt. Für  Davos hatte sich der Siegsewillen in den letzten 20 Minuten jedoch gelohnt, denn dank dem gewonnenen Punkt sicherten sie sich die Playoff-Teilnahme auf sicher. 

Schmerzhafte Niederlage für die SCL Tigers

Der Sieg für Fribourg-Gottéron bedeutet für die SCL Tigers einen herben Rückschlag im Kampft um eine Playoff-Teilnahme. Nach der 3:5 Niederlage in Fribourg liegen die Emmentaler vier Runden vor Schluss der Qualifikationsrunden sechs Punkte hinter dem 8.und letzten Playoff-Platz. Dreimal konnten die SCL Tigers beim Schlusslicht Gottéron Fribourg in Führung gehen und dreimal kassierten sie den Ausgleich und mussten schlussendlich mit  leeren Händen den Heimweg antreten. Die Vorentscheidung fiel etwa neun Minuten vor Spielende. Yannick Rathgeb erzielte von der blauen Linie abziehend die Führung zum 4:3. Sekunden davor traf Langnau’s Nils Berger nur die Torumrandung. Vier Sekunden vor Schluss machte Roman Cervenka mit seinem Tor ins leere Gehäuse für Fribourg alles klar. Der erste Sieg der Drachen nach zuvor sechs erlittenen Niederlagen.

Der SC Bern behauptet seine Spitzenposition weiter

Ein Treffen der beiden Tabellenspitzenreiter im Hallenstadion und erneut geht der Sieg im sechsten Aufeinandertreffen zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern an das Auswärtsteam. Die Lions dominierten die ersten 20 Minute, gewannen jeden Zweikampf und lagen vor dem ersetn Pausenpfiff durch Pius Suter mit 1:0 in Front.  Im zweiten Abschnitt erfolgte das Erwachen der Berner, welche die Partie gar zu drehen vermochten. Der erste Schuss von Ramon Untersander ging via Schlittschuh von ZSC-Verteidiger Jonas Siegenthaler ins Tor, Luca Hischier mit einem Konter und im Nachhinein wurde Lukas Flüeler durch den Verlegenheitsschuss von Eric Blum zum 3:1 für Bern erwischt. Zwar kommt der ZSC durch ein Poweplaytor nochmals heran, aber ein zweites Mal liess sich Goalie Leonardo Genoni nicht mehr bezwingen.

Der EHC Biel geinnt wichtiges Spiel gegen den EV Zug

Einen wichtigen Sieg feiert der EHC Biel gegen den EVZ und kommt einer Playoffteilnahme immer näher. Die Innerschweizer mit dem besseren Start, doch Reto Suri traf in der 8-Minute nur den Pfosten. Biel zuerst noch harmlos, wurde aber im mittleren Abschnitt immer gefährlicher. So traf Mathias Rossi in der 29. Minute statt ins halbleere Tor nur den Zuger-Goalie Stephan. Trotzdem durften die Bieler kurz danach jubeln. Verteidiger Dave Sutter brachte den EHC Biel im Powerplay in Front. Eine Reaktion des EV Zug, welcher noch um einen Quali-Sieg kämpft, blieb aus. Somit konnte Pouliot bei einer angezeigten Strafe gegen Zug sechs Minuten vor Ende der Partie auf 2:0 erhöhen und der Seeländer Topskorer Robbie Earl machte in der vorletzten Minute mit dem 3:0 ins leere Tor alles klar.

Genéve-Servette erkämpft sich die Playoffteilnahme

Im Romand-Derby war der bessere Start in das Duell ausschlaggebend für den Sieg. Das McSorley-Team lag beim ersten Pausenpfiff bereits mit 3:1 in Führung und liess sich die Butter vom Brot im Nachhinein nicht mehr nehmen. Ausser einigen Momenten im 2.Drittel enttäuschte der Lausanne HC auf der ganzen Linie. Ein Abend zum vergessen auch für die beiden Torhüter Cristobal Huet und Robert Mayer, beide löchrig wie ein Emmentaler Käse. Zudem waren fünf der sieben Tore klar haltbar.

Somit haben Servette mit dem Auswärtssieg in Lausanne und der HC Davos dank dem Punkt im Penaltyschiessen als  fünftes und sechstes Team das Playoff-Billet auf sicher. Biel, das die Partie gegen den EV Zug gewann, braucht für die Teilnahme nur noch zwei Punkte.

Resultate: Dienstag, 14. Februar 2017

Davos – Kloten 3:4 (0:2, 0:0, 3:1, 0:0) n.P. Tore:  3. Grassi (Sanguinetti, Shore/Ausschluss Eggenberger) 0:1. 19. Grassi (Von Gunten, Shore) 0:2. 45. Lindgren (Marc Wieser, Du Bois/Ausschlüsse Sanguinetti, Sheppard) 1:2. 51. Simion (Rahimi, Walser) 2:2. 54. Praplan (Ausschlüsse Heldner, Dino Wieser) 2:3. 55. Kousal (Corvi, Lindgren/Ausschluss Praplan) 3:3. Penaltyschiessen: Kessler -, Leone 0:1; Du Bois -, Shore 0:2; Spylo -, Praplan -; Simion

ZSC Lions – Bern 2:3 (1:0, 0:3,1:0) Fribourg-Gottéron – SCL Tigers 5:3 (0:1, 2:2, 3:0) Biel – Zug 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) Lausanne – Genève-Servette 2:5 (1:3, 1:0, 0:2)