sports, ice hockey
NLA: Patrick Obrist und Stefan Ulmer müssen um die Playoffs bangen
Von: Ulla Landolt Am: 5 Feb, 2017 | Kategorien: Europa, NLA

Für den EHC Kloten und Patrick Obrist wird die Luft immer dünner und verlieren den Anschluss auf den Achtplatzierten.

Im Kampf um einen Playoffplatz schwimmen dem EHC Kloten langsam aber sicher die Felle davon. Der Schweizer-Cupsieger verloren in der Verlängerung mit 2:3 und konnte die SCL Tigers nicht überholen.  Maxime Mazenauer avancierte zum Matchwinner und schoss Kloten wohl in die Playouts. Mazenauer brachte die Langnauer in Führung und sorgte nach Praplans Ausgleich in der nachfolgenden Overtime nach nur 16 Sekunden für Sieg der Emmentaler. Den Klotener fehlen damit 5 Runden vor Schluss der regulären Saison 8 Punkte auf den rettenden 8.Platz. Die SCL Tigers hingegen dürfen weiterhin von einer zweiten Playoff-Teilnahme (die letzte im Jahre 2011) träumen.  Eigentlich hatten sich der EHC Kloten und seine Anhängerschaft vom Sieg des Cups viel Selbstvertrauen erhofft, doch konnte das Team den Schwung aus dem Cup-Finale nicht mitnehmen. Es fehlte an der Entschlossenheit, dafür hatten defensive Nachlässigkeiten die Oberhand und mussten zudem zweimal einem Rückstand hinterher rennen.   Dabei ging der EHC Kloten schon in der 4.Minute durch Vincent Praplan in Führung. Der Walliser in den Reihen des EHC Kloten war auch für den 2:2 Ausgleich veranwortlich. Kloten drückte zum Ende der Partie vehement auf dem Siegtreffer, doch trotz dem Schussverhältnis von 16:5 waren sämtliche Bemühungen umsonst.

Ambri-Piotta siegt im Tessiner Derby und bringt den HC Lugano ins Zittern

Lange Zeit gestaltete sich die Partie im Tessiner Derby ausgeglichen und erst im Schlussdrittel gelang es den Platzherren sich abzusetzen. Ambri-Piotta ging schliesslich mit 4:1 als Sieger hervor und der neue Coach der Leventiner Gordie Dwyer durfte einen gelungenen NLA Einstand feiern. Vor dem Derby lag Ambri als Schlusslicht in einer mehr als misslichen Lage. Nach dem Absturz ans Tabellenende verlor Hans Kossmann seinen Job und die Ambri-Fans die Nerven. Nun wo Kossmann weg ist forden die Anhänger die Verantwortung der Spieler. So war auf ihren Spruchbändern zu lesen „Wir haben mehr Respekt verdient!” Kossmann Nachfolger fand scheinbar die richtige Strategie und führte Ambri zum 5. Heimsieg in Folge gegen den letztjährigen Playoff-Finalisten Lugano.

Dennoch, ein Platz unter den ersten acht ist für die Nordtessiner nur theoretisch, denn der neunte Fall in Playouts innerhalb von zehn Jahren scheint nicht mehr abzuwenden zu sein. Für das entscheidende Tor der Einheimischen sorgte Oliver Kamber mit dem Treffer zum 2:1 kurz vor dem Ende des mittleren Abschnitts. Eine Reaktion der Luganesi überstanden die Leventiner unbeschadet und Peter Guggisberg konnte gar in der zweitletzten Minute auf 3:1 erhöhen. Somit müssen Stefan Ulmer und der HC Lugano erneut um einen Playoffplatz bangen. Eine Sekunde vor Ende der Spielzeit kassierten sie zudem noch das 4:1 ins leere Gehäuse. Ambri gewinnt das Derby und durfte die rote Laterne dem HC Fribourg-Gottéron überreichen.

Weitere Begegnungen:

Die ZSC Lions wenig überzeugend, gewinnen gegen den SC Bern in der Overtime Nach einer wenig berauschenden Partie gewann der ZSC dank dem Tor von Patrick Geering in der Verlängerung. Die Spiel bot den Zuschauern so gut wie gar nicht, dabei hätte man im Spiel Erster gegen den Dritten mehr erwarten dürfen. Doch flau und lau und eigentlich hätte es gar keinen Gewinner geben dürfen. Es gab nur wenige Torschüsse zu verzeichnen und noch weniger gute Möglichkeiten, eines zu erzielen. Das erste Tor zur 1:0 Führung der Lions erfolgte in der 49. Minute durch Thoresen und in der 55. Spielminute konnte Gian-Andrea Randegger nach einem Gewühle den 1:1 Ausgleich erzielen. In der Verlängerung vergab Aaron Gagnon für Bern eine Grosschance, Geering dagegen nutzte seine Möglichkeit und bezwang Genoni zum 1:2 für die ZSC Lions.

Davos siegt dank besserem Nervenkostüm Zwei Drittel lang spielte der HC Davos gegen den EV Zug hoch überlegen, konnte diese Überlgenheit jedoch nicht zum entscheidenden Vorsprung umsetzen, deshalb kamen die Zentralschweizer kurz nach dem Anpfiff ins letzte Drittel zum 2:3 Anschlusstreffer. Trotz einigen Unterzahlspielen zeigte der HCD eine abgeklärte Leistung und holte sich verdientermassen den Sieg und die drei Punkte. Die Basis zum Sieg legte Samuel Walser in der 3. Minute mit der Führung, 36 Sekunden vor der ersten Pause erhöhte Mauro Jörg auf ein 2:0.

Fribourg-Gottéron kriselt weiter Das erste Tor der Partie fiel erst in der 42. Minute. Lausanne ging durch den  schwedischen Verteidiger Jonas Junland mit einem Schuss von der blauen Linie in Front. Das 2:0 gelang Yannick Herren knapp vier Minuten vor Schluss im Powerplay. Der Anschlusstreffer von Gottéron dagegen fiel viel zu spät. Fribourg Cervenka, welcher zuvor einige Male im Abschluss gesündigt hatte, erzielte den Anschluss 57.Sekunde vor der Schlusssirene, als man Goalie Conz durch einen Feldspieler ersetzte, doch alles klar machte Walsky mit seinem Treffer ins leere Tor.  

Genéve-Sevette nähert sich dank Sieg den Playoffs Nachdem die Servettiens drei Tage zuvor den Cupfinal gegen Kloten verloren hatten, überraschte sie in Biel mit dem Sieg positiv. So überstanden die Grenats eine frühe Druckphase der Gastgeber schadlos und sorgten im mittleren Abschnitt mit der Doublette von Almond und Simek für den Unterschied. Die Seeländer aber machten sich das Leben selber schwer, so hatten  Rajala, Hächler und Rossi gleich mehrere Chancen versiebt um die Genfer Gäste in Bedrängnis zu bringen. Nach dem ersten Gegentreffer verhielten sich die Bieler in diversen Situationen einfach zu wenig clever. Ins Team der Genfer zurückgekehrt ist Goran Bezina nach seinem vorzeitigem Abbruch der KHL-Saison in Zagreb. Er könnte dem McSorley Team neben seiner Wasserverdrängung auch eine Portion Winner-Mentalität zurückbringen.

NLA – 45. Spieltag

Kloten – SCL Tigers 2:3 (1:0, 0:2, 1:0, 0:1) n.V. Tore: 4. Praplan (Cunti, Hollenstein) 1:0. 30. Nüssli (DiDomenico, Albrecht/Ausschluss Schlagenhauf) 1:1. 39. Macenauer (Koistinen) 1:2. 45. Praplan (Sanguinetti, Cunti) 2:2. 61. (60:16) Macenauer (Elo) 2:3.

Ambri-Piotta – Lugano 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) Tore: 4. Emmerton (Guggisberg/Ausschluss Martensson) 1:0. 33. Bürgler (Lapierre) 1:1. 39. Kamber (Lauper/Ausschluss Hall!) 2:1. 59. Guggisberg 3:1. 60. (59:59) Hall (Lauper) 4:1 (ins leere Tor

SC Bern vs. ZSC Lions 1:2 n.V. (0:0 / 0:0 / 1:1 / 0:1)

Zug – Davos 3:5 (0:2, 1:1, 2:2)

Fribourg-Gottéron – Lausanne 1:3 (0:0, 0:0, 1:3)

Biel – Genève-Servette 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)

Quelle:hockey-news.info