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National League

NLA: Zwerger trifft und feiert mit Ambri den Ligaerhalt

Lugano siegt dank Triplette. Die Entscheidung zu Gunsten des HC Lugano fiel innert 144 Sekunden und führen die Serie gegen Biel dank dem gestrigen Sieg 4:2 Sieg in Biel mit 3:2 an. Damit nähern sich die Südtessiner dem zweiten Playoff-Final innerhalb von zwei Jahren an, dafür brauchen sie Samstag nur noch einen Sieg vor heimischem Publikum. 

Der Grundstein für den Sieg legte Lugano im zweiten Drittel innerhalb von 144 Sekunden, als Maxim Lapierre und Matteo Romanenghi den HC Lugano innerhalb von 44 Sekunden 2:0 in Front schossen. Gregory Hofmann erhöhte Augenblicke später im Powerplay auf ein 3:0. Biels ausgeliehener Ersatz-Goalie Elien Paupe musste drei Schüsse passieren lassen, wobei er schon am Ostermontag beim 5:1 Sieg der Luganesi nur einen Schuss halten konnte und deshalb aus Sicht der Seeländer zur tragischen Figur der Serie werden könnte.

Nachdem Jonas Hiller am Ostermontag nach 40 Minuten beim Stande von 1:2 mit einem Schuss an den Helm niedergestreckt wurde und nicht zum Schlussdrittel antreten konnte und Paupe übernehmen musste. Daraus endstand beim EHC Biel eine Geheimnistuerei um Hiller’s Gesundheitszustand bis zur letzten Sekunde. Wobei es eigentlich klar war, dass Hiller dieses Spiel nicht bestreiten würde. Dies sei erst im Verlauf des Tages entschieden worden, so die Erklärung des Bieler Torhütertrainers Marco Streit.

Nichts desto trotz glaubten die Bieler lange Zeit an einen Sieg, denn schon dreimal in dieser Saison mussten sie ohne Jonas Hiller auskommen und dreimal gewannen man mit 3:1 gegen Langnau, 7:3 gegen Servette (beide Male mit Paupe im Tor) und beim 5:3 im Schweizer Cup gegen Bern mit Simon Rytz.

30 Minuten lang führten die Bieler denn auch die Regie und besassen mit Marc-Antoine Pouliot, Mathieu Tschantré und Julian Schmutz die besten Torchancen. Doch Lugano-Goalie Elvis Merzlikins (28 Paraden) hatte etwas gegen einen gegnerischen Treffer und entschied das Torhüterduell gegen Paupe (23 Paraden) für sich.

Die Lugano-Tor-Triplette kam nicht aus heiterem Himmel, da Sébastien Reuille kurz davor nur knapp die 1:0 Führung verpasste. Danach lief das Spiel praktisch nur noch für Lugano, obwohl Biel unermüdlich weiter stürmte, die Bianconeri aber die efährlicheren Möglichkeiten hatten.

Matchwinner war Gregory Hofmann, welcher den Seeländern die Scheibe in der 36. Minute in deren Offensiv-Zone stahl und diese weiter zu Maxim Lapierre beförderte und dieser im Alleingang die 1:0 Führung für Lugano erzielte. Das vorentscheidende 3:0 erzielte Hofmann selber. Damit ist statistisch gesehen, Lugano’s Sturmlinie mit Hofmann, Lajunen und Lapierre mit Abstand die stärkste Formation in den Playoffs. Hatten ja die Bieler in der Halbfinalserie nur jene zwei Spiele gewonnen, in denen Lajunen verletzungshalber fehlte, 

Das Bieler Aufbäumen kam zu spät, erst 128 Sekunden vor Spielende verkürzte Jacob Micflikier in doppelter Überzahl auf 2:3, hatten danach noch die Möglichkeit für einen Ausgleich, doch Raffaele Sannitz, 31,5 Sekunden vor Ende machte mit seinem Schuss zum 4:2 ins leere Gehäuse alle klar.

Bern wehrt ersten Matchpuck der ZSC Lions ab
Mit dem ersten Heimsieg im Halbfinal gegen die Lions verhinderte der SC Bern ein frühes Saisonende. Bern siegt mit 4:3 und verkürzt die Serie somit auf 2:3. Bereits nach 27 Minuten sprach in der ausverkauften PostFinance-Arena nichts mehr für die Lions. Denn dank Arcobello, Simon Moser und erneut Arcobello lagen die Berner mit den drei Treffern innerhalb von 119 Sekunden mit 4:1 vorne, das Resultat in dieser Höhe war völlig in Ordnung, da Bern mit mehr Aggressivität auftrat als noch am Ostermontag.

Die Lions aber liessen sich trotz dem hohen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und warteten geduldig auf ihre Chancen und schlugen abgebrüht zurück. Fredrik Petterson verkürzte in der 33. Minute auf 2:4. Dabei hatte die Berner Fraktion in dieser Szene viel zu lasch reagiert und verteidigt. Kurz vor der zweiten Pause fiel sogar der 3:4 Anschluss der Zürcher durch Mike Künzle nach einer schlechten Auslösung von Justin Krueger.

Im Schlussdrittel geriet der SCB gewaltig ins Trudeln und hatte grosse Probleme, aus der eigenen Zone herauszukommen. Der Ausgleich der Limmatstätter jedoch fiel nicht nicht mehr, weil Gaëtan Haas knapp anderthalb Minuten vor dem Spielende noch in extremis retten konnte, indem er die Scheibe per Hand kurz vor der Torlinie wegbeförderte. Für diese Partie hatte der Berner Coach sämtliche Sturmlinien umgestellt, was sich im Nachhinein auch auszahlte, auch wenn der Berner Sieg am Ende mehr oder weniger glücklich war.

Die Entscheidung im Abstiegs-Playoff zwischen Ambri-Piotta und Kloten ist gefallen
Ambri entschied das 5.Duell gegen den EHC Kloten mit dem 2:1 Sieg für sich und verbleibt somit der höchsten Schweizer Liga erhalten. Die Serie gewannen die Leventiner klar mit 4:1. Kloten hingegen muss in die Ligaqualifikation.

Die Basis für den entscheidenden Sieg der Biancoblu waren die zwei erzielten Tore im ersten Drittel. Dominic Zwerger traf in der 5. Minute von hinter der Grundlinie zur Führung, der Amerikaner Jeff Taffe in der 19. Minute per einem Direktschuss. Für Zwerger, dem Österreicher mit Schweizer Lizenz, war es bereits der 21.Treffer in dieser Saison.

Spencer Abbott’s Anschlusstreffer zum 1:2, 43 Sekunden vor der zweiten Pause liess die Hoffnungen des EHC Kloten wieder in die Höhe steigen, dennoch konnten die Flughafenstädter auch die zehnte Niederlagen im elften Saisonduell gegen Ambri nicht mehr abwenden. Die Leventiner mit einem überzeugenden Benjamin Conz zwischen den Pfosten konnten den Eintore-Vorsprung über die Zeit retten und durften in der Valascia die Ambri-Sieges-Hymne «La Montanara» zum letzten Mal in dieser Saison anstimmen.

Nun kann Ambri’s Sportchef Paolo Duca mit der Planung für die neue Saison beginnen, während beim EHC Kloten das Abstiegsgespenst umgeht und sie sich ab dem nächsten Donnerstag in der Liga-Qualifikation gegen den B-Meister der Swiss League, Rapperswil-Jona Lakers oder Olten bewähren müssen. Sollte Kloten in diesem Stil weitermachen, wird der fünffache Schweizer-Meister nach 56 Jahre nach dem Aufstieg wieder absteigen.

Telegram vom 5.4.2018

Biel – Lugano 2:4 (0:0, 0:3, 2:1)
Tore: 34. (33:22) Lapierre (Johnston, Hofmann) 0:1. 35. (34:06) Romanenghi (Wellinger, Fazzini) 0:2. 36. Hofmann (Fazzini, Walker/Ausschluss Pouliot) 0:3. 48. Rajala (Micflikier, Pouliot) 1:3. 58. Micflikier (Forster, Pouliot/Ausschlüsse Fazzini, Furrer) 2:3. 60. (59:29) Sannitz 2:4 (ins leere Tor).
Bemerkungen: Biel ohne Hiller, Fey (beide verletzt) und Lofquist, Lugano ohne Klasen, Etem (alle überzählige Ausländer), Brunner, Bürgler, Chiesa (alle verletzt).

Bern – ZSC Lions 4:3 (1:1, 3:2, 0:0)
Tore: 12. Kämpf (Noreau) 1:0. 18. Wick (Geering) 1:1. 25. (24:28) Arcobello (Rüfenacht) 2:1. 26. (25:49) Moser 3:1. 27. (26:27) Arcobello (Untersander) 4:1. 33. Pettersson (Herzog) 4:2. 40. (39:19) Künzle (Miranda)
Bemerkungen: Bern ohne Raymond und Pyörälä. ZSC Lions ohne Pelletier, Shore (überzählige Ausländer), Blindenbacher, Nilsson und Sjögren (alle verletzt). – 17. Tor von Ebbett aberkannt (Puck blockiert

Ambri-Piotta – Kloten 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)
Tore: 5. Zwerger (Zgraggen) 1:0. 19. Taffe (D«Agostini, Müller/Ausschluss Santala) 2:0. 40. (39:17) Abbott (Hollenstein) 2:1.
Bemerkungen: Ambri-Piotta Plastino, Gautschi, Stucki (alle verletzt), Monnet, Guggisberg (beide überzählig), Karhunen und Hazen, Kloten ohne Bäckman (alle überzählige Ausländer), Boltshauser, Praplan (krank), Grassi, Weber, Lemm sowie Spiller (alle verletzt).

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