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Schweiz

NLB: Bengt-Åke Gustafsson mit sofortiger Wirkung in Olten entlassen

Bengt-Åke Gustafsson ist nicht mehr Trainer des EHC Olten. Gustafsson reiste kurz nach der 0:2 Heimpleite in die österreichischen Berge zum Skifahren, da er wohl eine leise Vorahnung zu haben schien. Dabei zog er allerdings den Unmut anhand der Krisensituation von den Klubverantwortlichen zu, die sich am Sonntag mit Gustafsson persönlich treffen wollten. Daher erfuhr der Schwede telefonisch von Verwaltungspräsident Marc Thommen von seiner Entlassung.

Eine Verwaltungsratsitzung betr. Bengt-Åke Gustafsson war zwar nicht vorgesehen, doch der Entschluss, den schwedischen Trainer zu entlassen war vom Verwaltungsrat bereits am letzen Spieltag am Samstag einstimmig befürwortet worden, obwohl die Klubverantwortlichen noch vor einigen Tagen ihr Vetrauen an die Adresse des Trainers bekundeten. Bisher sei aber keine Besserung eingetreten, sondern die Lage habe sich noch mehr zugespitzt. Anhand des Null-Punkte- Wochenendes habe sich der Verwaltungsrat daher in der Pflciht gesehen, zu reagieren und die Notbremse zu ziehen.

Bereits in den letzten Wochen und Tagen geisterten Gerüchte um eine Entlassung des Schwedischen umher, denn die weiter andauernde Negativspirale bei Olten war schon lange keine Baisse mehr. Der EHCO wurde zusehends labiler, zerbrach mit der Zeit zusehends und befand sich im freien Fall.

Seit der erlittenen Playoff-Finalniederlage im Frühling 2015 gegen die SCL Tigers hatte Olten hohe sportlichen Ambitionen, vielleicht zu hohe und blieben deshalb unerfüllt. Wirtschaftlich gesehen entwickelte sich der EHCO prächtig, drehte sich aber seither in einem Runrad, was sich schlussendlich auf der Trainerposition niederschlug und mit der Entlassung von Bengt-Åke Gustafsson endete. Für gestern und heute Montag kann sich die Mannschaft den Kopf freilüften und für morgen Dienstag soll mit Asisstenzcoach Chris Bartolone ein Neustart erfolgen, als sein Assistent fungiert Goalietrainer Michael Tobler.

Die Chronologie der andauernden Trainermisere des EHCO
Im Dezember 2014 musste der Verwaltungsrat des EHCO zum ersten Mal die Notbremse ziehen und Trainer Scott Beattie entlassen, obwohl der Kanadier 2012 noch einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hatte. Nachfolger wurde der Finne Heikki Leime, welcher im Frühjahr den Klub in den NLB-Final führte. Es waren aber die letzten Playoffs, welche nach dem Geschmack des EHCO erfolgten, denn ein Jahr später wurde auch der Finne entlassen. Nach der vierten Partie im Halbfinal und dem 1:3-Rückstand in der Serie gegen Ajoie übernahm der verletzte Ausländer, Eric Beaudoin ad interim das Kommando an der Bande, was jedoch nichts am Ausgang dieser Serie änderte. Im Sommer 2016 setzte Olten mit Maurizio Mansi auf einen unbekannten Trainer. Doch auch dieses Verhältnis nur kurz, Mansi musste den Verein bereits im Januar 2017 wieder verlassen. Daraufhin engagierte man mit Bengt-Åke Gustafsson einen Trainer mit grossem Palmarès, welcher in Olten Grosses volbringen sollte wie damals 2016 im Emmental, als die Tigers in die NLA aufstiegen. Dennoch scheiterte der EHCO im vergangenen Jahr im Viertelfinal an den Rapperswil-Jona Lakers und die Ära Gustafsson nach gut einem Jahr nach seinem Amtsantrittes in der Dreitannenstadt vorbei.

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