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Schweiz

NLB: Martin Ulmer verliert das Swiss League-Finale!

Der EHC Olten verliert die Playoff-Finalserie gegen die Rapperswil-Jona Lakers klar mit 1:4.

Martin Ulmer und der EHC Olten verlieren die fünfte Partie der Playoff-Finalserie gegen die SCRJ Lakers mit 2:5 und müssen den Kampf um den Aufstieg in die höchste Schweizer Liga den Rapperswilern überlassen.

Olten’s Trainer Chris Bartolone zeigte sich enttäuscht, ist aber trotzdem stolz, das es die Powermäuse geschafft hatten bis in den Final vorzustossen.

Saisonende für den EHC Olten mit einer 2:5-Klatsche. Die Leistung nach der wundersamen Teamwandlung des EHCO war bis zum Schlussdrittel unwürdig. Die Defensive zu fehlerhaft, der Zweikampf zu wenig konsequent und in der Offensive schiesst man weiterhin zuwenig Tore. Olten verliert gegen ein Rapperswil-Jona, welches sich erneut wieder effizient und eiskalt im Abschluss erwies.

Somit schaffte es der EHC Olten nach den Playoff-Finalniederlagen 2013 gegen Lausanne und 2015 gegen die SCL Tigers auch in dieser Saison gegen die Rosenstädter erneut nicht, den Swiss-League-Final zu gewinnen und den Titel des NLB-Meister zu ergattern. Die Hypothek, einen 1:3 Rückstand im Final aufzuholen, zu gross, dies zeigte sich gestern Abend im fünften Finalspiel. Vom Glauben und der Hoffnung der Oltener, die Finalrunde doch noch zu wenden können, war ab der ersten Sekunde zumindest nicht ersichtlich und wer dennoch einen Funken Hoffnung hegte, so war dieser schon nach wenigen Sekunden entschwunden. Die Schuld daran dürfte man der dem Oltner Verteidigungsduo geben. So stand beispielsweise Verteidiger Cyrill Aeschlimann nach einem ersten Rapperswiler Vorstoss zu offensiv und liess sich überlaufen, zudem stoppte Chris Bagnoud den enteilenden Dion Knelsen regelwidrig und trotzdem konnte der Rapperswiler Topskorer nach nur 24 Sekunden eiskalt einnetzen.

Der Blitzstart der Lakers konnten die Dreitannenstädter aber nicht wachrütteln, im Gegenteil, sie agierten auch in der Folge zu nachlässig. Stets war man einen Schritt zu spät oder fasste unnötig dumme Strafen, darunter ein Wechselfehler. Diesen konnten die Rapperswiler Lindemann und Geyer mittels Pfostenschüssen beinahe ausnutzen. Erst Oltens MacGregor Sharp fasste sich ein Herz und verwertete nach zehn gespielten Minuten einen Abstauber zum Ausgleich. Ursprung des 1:1 war Martin Ulmer, der einen Fehlpass von Rappi-Goalie Nyffeler abfangen konnte und den Puck per Backhand zum vor dem Tor stehenden Sharp spielte. Der Ausgleich des EHCO hatte aber nur sechs Minuten Bestand, ehe erneut Dion Knelsen, die Rosenstädter wieder in Front brachte. Als dann auch Mosimann und Mason auf ein 4:1 erhöhten, war die Sache für Olten bis zur Spielhälfte bereits gelaufen. Trotzdem musste sich der Rapperswiler Goalie noch einmal bezwingen lassen, indem er den Schuss von Simon Lüthi passieren liess. Lüthi hatte das getan, was die Oltener in dieser Serie viel zu wenig taten, nämlich „dreckige“ Tore zu schiessen. Dennoch, all dies nutzte dem EHCO nichts mehr.

Zugute halten musste man aber dem EHCO, dass sie die Saison 2017/18 mit Stil abschlossen, als sie im Schlussdrittel das Diktat übernahmen, als die einen Gang zurückgeschaltet hatten und nur noch den 2-Tore-Vorsprung verwalteten. Doch war das Glück nicht auf der Seite des EHCO und scheiterten erneut bei den Abschlüssen, trotz einigen guten Möglichkeiten. Den Sack entgültig zu machten die Lakers mit dem Empty Netter von Lindemann zum 5:2. Nur Augenblicke später, als Olten Keeper Simon Rytz, welcher Mischler nach dem 1:4 ersetzte, das Tor für einen zusätzlichen Feldspieler verlassen hatte.

Da die Rapperswil-Jona Lakers den Wiederaufstieg in die höchste Schweizer Liga weiter anstreben und auch als Saisonziel angaben, wurde der Meistertitel gestern Abend eher bescheiden gefeiert, das grosse Ziel, der Wiederaufstieg noch nicht erreicht.  Trotzdem durften die Fans zusammen mit den Spielern den Titel auf dem Eis feiern, eine grosse Feier wird es mit Bestimmtheit geben, sollte man die Ligaqualifikation gegen den EHC Kloten gewinnen.
Damit es überhaupt so weit kommt, müssen sich die Rapperswiler in der kurzen Erholungsphase bis zum kommenden Donnerstag auf die bevorstehende schwierige Aufgabe gegen den EHC Kloten einstellen. Denn dieser Weg wird mit Sicherheit steiniger und beschwerlicher. Das wichtigste für die Lakers wird sein, dass sie gleich für das erste Spiel auswärts bereit sind. Können sie die Flughafenstädter gleich von Beginn weg unter Druck setzen und ihre derzeitige Verunsicherung nutzen. Können Kloten trotz Nationalspielern wie Denis Hollenstein oder Vincent Praplan in die Knie zwingen, um den lang ersehnten Wiederaufstieg zu erreichen.

Telegramm vom 6.4.2018 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)

Rapperswil-Jona Lakers – EHC Olten
Tore: 1. (0:24) Knelsen 1:0. 10. Sharp (Horansky, Ulmer) 1:1. 16. Knelsen (Rizzello) 2:1. 26. Mosimann (Hügli) 3:1. 28. Mason (Hügli, Ness/Ausschluss Chiriayev) 4:1. 32. Lüthi (Haas/Ausschluss Maier) 4:2. 58. Lindemann 5:2.

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