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NLB: Olten erlegt dank Martin Ulmer den HCC/ Langenthal besiegt die GCK Lions
Von: Ulla Landolt Am: 4 Feb, 2017 | Kategorien: Europa, NLB

Olten schickt den HC La Chaux-de-Fonds mit einer 10:1 Packung nach Hause! Das Heimdebüt von Bengt-Åke Gustafsson ist somit mehr als gelungen. Olten zeigte sich von der besten Seite und fügt dem Tabellenzweiten die höchste Niederlage dieser Saison zu.

Martin Ulmer – einst in Salzburg (Bild: Red Bull/GEPA Pictures/Hauer)

Der Trainerwechsel von Mansi zu Gustafsson scheint gefruchtet zu haben, denn plötzlich machen der EHCO alles richtig und die Freude am Eishockey ist wieder zurückgekehrt. Schon nach dem 4:1 durch Gedig staunte der Oltener Anhang und konnte gar nicht so richtig glauben, was sich da vor ihren Augen auf dem Eis abspielte. Der EHC Olten schnörkelos, gradlinig und effizient spielten die Akteure des HCC schwindlig.

La Chaux-de-Fonds Goalie Tim Wolf, welcher gerade erst um zwei weitere Jahre beim HCC verlängert hatte, räumte enttäuscht das Feld und machte Platz für Remo Giovannini. Die Gäste aus dem Neuenburger Jura, total gefrustet zertrümmerten Stock um Stock, während sich der EHC Olten immerwährend und vehement weiter in Richtung des gegnerischen Tor bewegten um ihr Skore noch weiter zu erhöhen. In der 49. Minute fiel dann auch der Treffer No. 10 durch den von Genéve-Servette ausgeliehenen Thomas Heinimann, der die Centerposition neben Wüst und Truttmann einnahm, da Gustafsson überraschenderweise auf den Tschechen Jiri Polansky verzichtet hatte und Justin Feser und Curtis Gedig den Vorzug gab. Diese Aufstellung wurde von den Zuschauern als nicht gut goutiert, interessierte nach der Partie aber niemanden mehr. Die Billanz nach drei Spielen und der schwedischen Coach sprach für sich: Drei Siege resultierten daraus! 

Dennoch müssen die Oltener nicht sogleich in Euphorie verfallen, mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben, die Scheibe tief halten und fokussiert weiterarbeiten um sich vier Spiele vor Ende der Qualifikation doch noch das Heimrecht zu erkämpfen. Der EHC Olten liegt nach der gestrigen Partie auf dem 5.Tabellenplatz, einen Punkt hinter dem viertplatzierten Martigny Red Ice, welche ihr Spiel gegen die EVZ Academy ebenfalls gewannen.

GCK Lions Rumpfteam chancenlos gegen den Tabellenersten Langenthal

Auch die vierte Partie gegen Langenthal ging seitens der GCK Lions verloren. So präsentiert sich die Billanz der Junglöwen mit 0:12 Punkte und 2:12 Tore gegen den Leader. Der einzige, gleichzeitig auch der Ehrentreffer zur 1:0 Führung der Küsnachter erzielte Jari Allevi.

Allerdings muss man dabei erwähnen, dass die GCK Lions mit einem absoluten Rumpfteam den Gang nach Langenthal antreten mussten, denn sämtliche Junioren wurde an die Elite-Junioren abkommandiert. Knapp drei Blöcke konnte man gerade noch aufbieten. So musste Verteidiger Marc Geiger in den Sturm wechseln und der Kanadier mit Schweizer Lizenz, Nick Marois, der Sohn von SCB-Legende Dan Marois, wurde zur Probe eingesetzt.

Das Spiel begann für die Zürcher nicht schlecht. Jari Allevi erzielte in der 4. Minute nach einem schönen Zuspiel und allein auf den gegnerischen Goalie losziehen konnte, den Führungstreffer zum 1:0. Trotz dem klaren Schussverhältnis zugunsten der Oberaargauer, wäre für die Gäste vom Zürichsee chancenmässig noch mehr dringelegen.

Individuelle Fehler der Gäste im 2. Drittel führten bei den drei Treffern durch Kelly, Rytz und Füglister zur klaren Spielwende. Klarerweise waren die GCK Lions mit ihrem dezimierten Team nicht in der Lage, allzuviel dagegen zu tun. Gegen die Überlegenheit des SC Langenthal fanden die Gäste nie ein wirksames Mittel und die Resultatserhöhung der Gastgeber im Schlussdrittel die logische Folge.

Da  Thurgau dank dem Sieg gegen Winterthur seinen Play-off Platz festigen konnte, ist klar, dass Damon Puntus mit den GCK Lions die Playoffs nicht mehr erreichen kann, man nun mehr darauf bedacht ist auf die Elite A Junioren zu setzen, welche dank der Verstärkung von Berni, Diem, Hardmeier, Karrer, Prassl und Miranda im Strichkampf der Elite A-Junioren gegen Gottéron nach Penalty mit 4:3 gewann.  Langenthal ist nun definitiv Qualifikationssieger und können die Playoffs aus der Pole-Position in Angriff nehmen.

Weitere Begegnungen:

Hockey Thurgau als Stolperstein für den EHC Winterthur

Erneut verlor der EHCW mit 0:4 das Duell gegen Hockey Thurgau. Obwohl das Resultat eindeutig erscheint, verlief das Spiel nicht so einseitig wie es resultatsmässig aussieht.

Torschancen hüben und drüben, doch schienen die Ostschweizer etwas konsequenter auf Goalie Oehninger im Winterthurer Tor zu spielen und erzielten bereits in der 7. Minute das Führungstor. Im zweiten Abschnitt übernahm Winterthur das Zepter, setzten den HCT unter Druck doch ohne das daraus ein Tor resultierte.  Stattdessen erzielte der Gegner den zweiten Treffer, welches den Winterthurern den Schwung wegnahm. In der 54. Minute fiel denn auch das 3:0 und die Partie war entschieden. Ein weiteres Tor der Ostschweizer führte zum Schlussresultat von 0:4. Dank dem Sieg konnte der HCT seinen Vorsprung auf den EHCW wieder auf fünf Punkte vergrössern.

Die Rapperswil-Jona Lakers geben ihren 4:1 Vorsprung leichtfertig aus der Hand

Erst nach zwei Zusatzschlaufen wurde die Partie zwischen Rapperswil-Jona Lakers und dem EHC Visp entschieden. Die Lakers führten nach zwei Dritteln mit 4:1, spielten danach aber ein passives, katastrophales letztes Drittel und gaben ihre Führung allzu leichtfertig aus der Hand. Dadurch kamen die Visper dank Toren von Bucher, Thibaudeau und Bucher doch noch zum unverhofften 4:4 Ausgleich. Nach 60 Minuten folgte eine torlose Verlängerung und anschliessend ging es ins Penaltyschiessen, welches die Rapperswiler mit 5:4 gewannen und den Zusatzpunkt holten.

In der Verlängerung führte der EHC Visp die Regie und dass die Lakers schlussendlich doch noch zwei Punkte buchen konnten, war der Tatsache zuzuschreiben, dass die Visper ausser Botta keine guten Penaltyschützen hatten. Auf der Rapperswiler Seite hingegen zeigten Jan Vogel und Ryan McGregor ein gutes Dribbling, was den Lakers doch noch zum Sieg verhalf.

Trotzdem, ein ärgerlicher Punktverlust für die Lakers, zumal der HC La Chaux-de-Fonds in Olten verloren hatte, hätte man den Rückstand auf die Chaux-Fonnier auf drei statt vier reduzieren können. Wollen die Rapperswiler noch den zweiten Tabellenplatz holen, müssen sie solche Punktverluste in Zukunft vermeiden und vorerst den dritten Rang absichern. So ist die Partie morgen Sonntag auswärts in der Ajoie ernorm wichtig. Gewinnen die Obersee’r das Spiel, können sie von Ajoie nicht mehr eingeholt werden.

Martigny Red Ice siegt zu Hause gegen die EVZ Academy mit 2:0, konnte sich dank dem Sieg und den drei Punkten auf dem vierten Platz behaupten und sich um drei Punkte auf die drittplatzierten Rapperswil-Jona Lakers annähern.

Keine Chance mehr auf einen Playoff Platz hat daher das Zuger Farmteam sowie die Ticino Rockets.

NLB – 46. Spieltag

Olten – La Chaux-de-Fonds 10:1 (3:1, 3:0, 4:0) Tore: 2. Feser (Martin Ulmer, Kobach) 1:0. 3. Heinimann (Gedig) 2:0. 6. Eigenmann (Sterchi) 2:1. 17. Martin Ulmer (Feser/Ausschluss Leblanc) 3:1. 28. Gedig (Ueli Huber, Feser) 4:1. 31. Kobach (Schwarzenbach) 5:1. 37. Marco Truttmann (Heinimann, Rouiller/Ausschluss Lukas Haas) 6:1. 45. (44:10) Ueli Huber 7:1. 45. (44:47) Leonelli 8:1. 47. Feser (Schwarzenbach) 9:1. 49. Heinimann (Marco Truttmann, Kreis/Ausschlüsse Sterchi, Stämpfli) 10:1.

SC Langenthal – GCK Lions 5:1 (0:1, 3:0, 2:0) Tore: 4. Allevi (Zumbühl) 0:1. 22. Kelly (Campbell, Tschannen) 1:1. 32. Rytz (Füglister, Dünner) 2:1. 36, Füglister (Dünner, Kämpf) 3:1. 45. Primeau (Marti, Völlmin) 4:1. 50. Campbell (Cadonau, Rytz – Ausschluss Baltisberger) 5:1.

Red Ice Martigny – EVZ Academy 2:0 (1:0, 0:0, 1:0). Rapperswil-Jona Lakers – Visp 5:4 (2:1, 2:0, 0:3, 0:0) n.P. Winterthur – Hockey Thurgau 0:4 (0:1, 0:1, 0:2). Biasca Ticino Rockets – Ajoie 2:5 (2:2, 0:2, 0:1).