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NLB: Quali beendet, die Paarungen stehen fest – Playoffs starten am Wochenende
Von: Ulla Landolt Am: 14 Feb, 2017 | Kategorien: Europa, NLB

Der EHC Olten, welcher gegen den EHC Winterthur mit 4:0 im letzten Qualifikationsspiel gewann, muss in den Playoffs gegen die Rapperswil-Jona Lakers antreten. Damit hat Olten als Fünftplatzierter sein erstes Saisonziel, das Heimrecht zu wahren, verfehlt.

Ärgerlich für Olten ist, welcher seinen fünften Playoffplatz punktegleich (je 91) wie die Lakers (4.) sicherte, das Heimrecht jedoch an Rapperswil verliert, da die Lakers, welche in den Direktduellen mit 1:3-Siegen am längeren Hebel saßen. Somit treffen zwei läuferisch und technisch versierte Teams aufeinander. Obwohl sich die Powermäuse gegen Ende der Qualifikation noch steigern konnten, müssen sie dennoch einen Zahn zulegen, will man gegen die mehr als ebenbürtigen Lakers in der spannensten Phase der Saison bestehen.

Nach der blamablen 1:5-Niederlage gegen Langenthal vom Freitag gaben die Dreitannen-Dreitannenstädter auch gestern gegen Winterthur einige Rätsel auf. Offensichtlich sass dem EHCO die Partie gegen den SCL noch zu tief in den Knochen, ansonsten kann man sich nicht erklären, weshalb Olten in der Startphase im letzten Duell keine Akzente setzen konnte. Erst in der 6.Minute gelang es Polansky den entsetzlichen Pass von Winterhur-Verteidiger Molina abzufangen und brachte sein Team dadurch in Front. Danach übernahm der EHCO Olten Zepter und ein Sieg musste nicht mehr angezweifelt werden.

Trotzdem, die Effizienz der Gäste war einmal mehr nicht gerade playoffwürdig,  versagten sie doch mehrmals vor dem gegnerischen leeren Tor stehend kläglich. Zum Glück kam die Stabilitär in der Oltener Verteidigung doch noch zurück und am Schluss durfte Goalie Dominic Nyffeler einen Shutout feiern. So spricht vieles dafür, dass er am Freitag zum Playoffauftakt das Tor des EHCO hüten wird und es möglicherweise zu einem Duell zwischen zwei Torhüter-Brüdern kommen könnte. Marin Ulmer zurück von Österreichs Nationalteam konnte keine Akzente setzen.

Frühes Saisonende für die GCK Lions

Für die GCK Lions ist die Saison beendet und bleiben nach der 1:3 Niederlage gegen Hockey Thurgau Tabellenletzter. Erneut agierten die GCK Lions offensiv zu harmlos. Den Ehrentreffer erzielte Captain Tim Ulmann in Unterzahl. Ein bitteres Saisonende für die Junglöwen, denn zuerst schwammen ihnen die Playoffs davon, dann auch noch die Qualifikation für den nächsten Schweizercup, wo sie mindestens den 10. Platz hätten belegen müssen und schliesslich beenden sie die NLB-Meisterschaft auf dem letzten Platz. Der Wurm gastierte bei den GCK Lions aber schon länger und sie fielen anhand der vielen und andauernden Niederlagen immer mehr zurück. So auch im letzten Quali-Spiel gegen Thurgau und trotz vielen Torschanchen waren sie wie in den vergangenen Spielen offensiv zu harmlos. Doch konnten sie bis zum 2. Gegentreffer kurz nach der zweiten Pause spielerisch gut mithalten, nur schien der Siegeswillen schon länger abhanden gekommen zu sein. Captain Tim Ulmann, welcher schon über die ganze Saison gesehen ein kämpferisches Vorbild war, erzielte immerhin den Ehrentreffer. Damit ist die Saison für die Zürcher frühzeitig zu Ende und dennoch dürfen sie einem kleinen Erfolg verzeichnen: So wird Mattia Hinterkircher beim grossen Bruder, den ZSC Lions spielen, Dominik Diem beim EHC Biel und ein weiterer Spieler befindet sich in Verhandlungen.

Weiterer Sieg des SC Langenthal ohne die erste Sturmlinie

Der SC Langenthal, welcher ohne die komplette erste Sturmlinie und Goalie Marco Mathis sowie die Ausländer antrat, bezwang die Ticino Rockets zum Abschluss mit 3:2 n.V. Dario Kummer erzielte den Siegtreffer dank eines Strafpenalty‘s nach 38 Sekunden in der Overtime Gesehen hatten die Zuschauer ein laues letztes Qualifikationsspiel ohne Spannung und mit nur wenig Engagement. Vielmehr achteten die Oberaargauer darauf, möglichst keine Verletzungen zu erhalten. Für die Tessiner hingegen bedeutete es das Saisonende ihrer ersten NLB-Saison.

Spannender als das Spiel, bei dem es im Prinzip um nichts mehr ging war, was jetzt noch neben dem Eis passieren würde. Denn innerhalb von 24 Stunden nach dem letzten Spiel ist es in der NLB noch möglich, Spieler von ausgeschiedenen Teams zu holen. Insofern sind für den SCL Spieler der EVZ Academy interessant, weil dort mit Reto Kläy ein Ex-Langenthaler mitentscheidet. Möglich auch, dass mit Mike Küng ein Ex-Langenthaler zu den Playoffs zurückkehrt. Kein Thema dagegen ist Fabian Haberstich, welcher bereits eine B-Lizenz beim Zuger NLA-Team in der Tasche hat. In den Flügelpositionen könnte Langenthal allerdings noch Verstärkung gebrauchen, wie zum Beispiel der Winterthurer Topskorer Gian-Andrea Thöny, an dem aber auch noch andere Teams interessiert sind. Geschäftsführer Gian Kämpf wollte bezüglich der Transfers noch keine Stellung nehmen, doch Noël Guyaz sprach schon am Freitag von mehreren Verstärkungen.

NLB – 50. Spieltag

Winterthur – Olten 0:4 (0:2, 0:1, 0:1)

Tore:

06. Polansky 0:1

14. Feser (Wüst, Kreis) 0:2

40. (39:08) Schneuwly (Polansky, Truttmann) 0:3

55. Barbero (Schneuwly, Kreis/Ausschluss Gähler) 0:4

SC Langenthal – Ticino Rockets  3 : 2(1:0, 1:1, 0:1) n.V.

Tore:

04:29 V.Küng (T.Gerber, N. Minder) 0:1

38:05 M.Völlmin (N.Dünner, M.Kämpf,PP) 2:0

39:48 N.Trisconi (E.Riva, R.Hrabec, PP) 2:1

51.43 C.Stucki ( F.Colombo) 2:2

60.38 D.Kummer 3:2

Hockey Thurgau – GCK Lions 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)

Tore:

29. Rampazzo (Küng) 1:0.

42. Wyss (Forrer, Spiller) 2:0.

53. Brunner (Vaskivuo, Parati) 3:0.

59. Ulmann (Ausschluss Geiger!) 3:1.

EV Zug Academy –  EHC Visp  2:6 (2:1,0:0,0:5)

Ajoie – La Chaux-de-Fonds 3:4 (0:1, 2:3.1:0)

Martigny Red Ice – Rapperswil-Jona Lakers 4:1 (2:0,0:1,2:0)

Die Paarungen für die 1/8 Finale der NLB-Playoffs, welche am Freitag 17. 2. 2017 beginnen, lauten wie folgt:

Langenthal – Hockey Thurgau

Chx-de-Fds – Visp

Martigny – Ajoie

Rapperswil-Jona – Olten

Quelle:hockey-news.info