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NLB: Übernahme von Martigny Red Ice womöglich gescheitert
Von: Ulla Landolt Am: 2 Jun, 2017 | Kategorien: Europa, NLB

Die Meldungen über Martigny Red Ice überschlagen sich fast wöchentlich. Seit die russischen Investoren den Walliser NLB-Club Red Ice verlassen hatten, steckt der Verein in argen Geldnöten und diverse Spieler warten heute noch auf ihren Lohn. Dann hieß es wieder es soll ein Käufer gefunden worden sein, welcher sich bereit erklärt, die Aktien des bisherigen Besitzers Andrei Nazheskin und des Präsidenten Mike Echenard zu übernehmen und man habe bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet. Eine Einigung werde in den kommenden Tage bekannt gegeben, hieß es danach immer wieder.

Red Ice hatte in der vergangenen Saison 2016/17,  dies laut dem Radiosender “Rhône FM” einen Verlust von 1,5 Millionen Franken eingefahren und befindet sich darum mit den Zahlungen im Rückstand. Viele Spieler haben den bis vor einem Jahr noch sehr ambitionierten Verein bereits verlassen, aktuell stehen nur noch fünf Spieler unter Vertrag und noch kein Trainer.

Nach dem Rückzug der russischen Besitzer hoffte man auf erfolgreiche Verhandlungen mit Investoren aus der Slowakei. Doch verliefen die über Wochen hinaus dauernden Verhandlungsgespräche äußerst zäh und scheinbar ohne Erfolg. Die neuen Investoren hätten rund 300.000 Franken für die Aktien hinblättern und die offen stehenden Rechnungen des Vereins übernehmen sollen. Auch die Anfrage an zwei potenziellen Kandidaten aus dem Kanton soll gescheitert sein. Nun schreibt die “Le Nouvelliste” (via swisshabs.ch), dass Martigny Red Ice vor dem Aus stehen soll und damit die Übernahme durch slowakische Investoren anscheinend gescheitert sei.  

Es wäre bereits das dritte Mal, dass Martigny von der NLB-Landkarte verschwinden würde. Schon 1999 und 2008 musste sich der damalige HC Martigny wegen finanziellen Problemen aus der NLB verabschieden, konnte sich jedoch in der 1. Liga jeweils wieder auffangen. Zudem kam es in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu vielen Konkursen ehemaliger NLB-Clubs wie Herisau, Chur, Morges, Neuenburg, Sierre und vor rund drei Jahren traf es den EHC Basel.