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NLB: Ulmer und der EHC Olten erleiden Schiffbruch am Obersee!
Von: Ulla Landolt Am: 27 Feb, 2017 | Kategorien: Europa, NLB

Für den EHC Olten ist die Saison zu Ende. Die Rapperswil-Jona Lakers bezwingen Olten mit 5:2 und ziehen ins Playoff-Halbfinale ein. Obwohl Olten den bessere Start hatte, jubelten am Schluss die cleveren Lakers.

Olten hatte nach dem Sieg am vergangenen Freitag viel moral getankt, dies sah man auch zu Beginn dieser Auswärtspartie. Olten führte die Regie in den ersten Minuten der Startphase, während sich die Rapperswiler viele Strafen leisteten. So gelang Philipp Wüst der Führungstreffer in der sechsten Minute, wobei er vom guten Zuspiel von Rouiller profitierte. Doch verfiel der EHC Olten noch im ersten Drittel ins alt bekannte Muster zurück. Ein Powerplay des EHCO beendete Joel Fröhlicher mit einer dummen Strafe. Wenig später überlistete Corsin Casutt Oltens Goalie Dominic Nyffeler mit einem Bauerntrick. Olten hatte dem flinken Stürmer sehr viele Freiheiten gewährt und D.Nyffeler agierte völlig unvorbereitet. Jedenfalls hatte der Rapperswiler Torschütze viel Platz um den Puck ins Netz zu befördern.

Erneut gelang es den Lakers das erste Drittel optimal zu beenden. Der Treffer bei vier gegen vier nach einem schwachen Start gab den Platzherren neuen Elan. Daher wurden die Lakers im zweiten Abschnitt immer stärker und der EHC Olten war es nun, welcher immer wieder dumme und unnötige Strafen kassierte, die von den Rosenstädter gnadenlos ausgenützt wurden. So konnte Leandro Profico einen Abpraller zum 2:1 verwerten. Dass Rapperswil das Skore nicht gleich erhöhen konnte lag an Niki Altorfer, welcher es Sekunden nach dem Führungstreffer nicht schaffte, den Puck ins fast leere Tor unterzubringen. Solche Blockaden hatten aber nicht nur die Lakers, die hatte auch Stefan Mäder Sekunden vor der 2. Pause mit seinem Solo zu Melvin Nyffeler.

Zu Beginn des Schlussdrittels erzielten Casutt in der 43. und Hügli in der 46. Minute zwei schnelle Tore, welche dem EHCO das Genick brach und die Moral entgültig dahin war. Auch der Treffer von Verteidiger Sataric zum 5:1, welcher in Unterzahl die Scheibe aus dem eigenen Drittel spediert hatte und seelenruhig zusehen konnte wie Dominic Nyffeler diese auf komische Art und Weise passieren liess. Rapperswil war danach nicht mehr so sehr konzentriert und kassierten noch das 2:5, doch der Treffer war gegenstandlos und tat nichts mehr zur Sache.

Somit gewannen die Rapperswil-Jona Lakers zum vierten Mal in dieser Serie und schossen den EHC Olten damit mit dem Stand von 4:1 aus den Playoffs.

Ajoie und La Chaux-de-Fonds sind weiter Zwei Stunden nach dem Viertelfinalsieg der Lakers am Sonntagabend, sicherten sich auch Titelverteidiger Ajoie und der HC La Chaux-de-Fonds das Halbfinal-Ticket. Ajoie setzte sich mit einer starken Powerplay-Ausbeute in Martigny mit 6:4 durch. La Chaux-de-Fonds gegen Visp klar und deutlich mit 7:2. Somit kommt es in den Halbfinals zu den Duellen zwischen Langenthal und Ajoie, La Chaux-de-Fonds muss gegen die  Rapperswil-Jona Lakers antreten.

SC Rapperswil-Jona Lakers – EHC Olten 5:2 (1:1, 1:0, 3:1) Schlussstand:   4:1 Tore:  6. Wüst (Rouiller/Ausschluss Maier), 18. Casutt (Ausschlüsse Aulin / Fröhlicher) 35. Profico (Knelsen/Ausschluss Truttmann), 43.Casutt (Hügli), 46. Hügli (Ausschlüsse Grossniklaus/Fröhlicher, Polansky), 57. Sataric (Schmutz/ Ausschluss Hügli), 59. Bagnoud (Feser, Ulmer)

La Chaux-de-Fonds (2.) – Visp (7.) 7:2 (2:0, 1:1, 4:1); Schlussstand 4:1. Red Ice Martigny (3.) – Ajoie (6.) 4:6 (1:1, 1:2, 2:3); Schlussstand 1:4.