sports, ice hockey
NLB-VF: Ulmer und Olten zeigen Reaktion / Saisonende von Hockey Thurgau
Von: Ulla Landolt Am: 25 Feb, 2017 | Kategorien: Europa, NLB

Im vierten Spiel der Playoffserie gegen die Rapperswil-Jona Lakers gelingt es dem EHC Olten ein frühes Saisonende mit dem  3:0 Sieg zu verhindern. Diesmal waren es die Lakers, welche ineffizient und mit dummen Strafen agierten, anders als in den drei Partien zuvor. Dabei hätten sie Möglichkeit gehabt, den Sack frühzeitig zuzumachen.

Verzweifelt nahm Bengt-Ake Gustafsson noch vor dem Spiel einige Änderungen in den ersten drei Linien vor. Die wahrscheinlich wichtigste Entscheidung war, dass er Jiri Polansky vom Flügel auf die Center-Position gesetzt hatte. Leihgabe Thomas Heinimann wurde in der Linie durch Marco Truttmann und Philipp Wüst ersetzt. Den Unterschied allerdings machte die vierte Linie um Ueli Huber, Stefan Mäder und Cyrill Aeschlimann. Außerdem kehrte beim EHCO Goalie Dominic Nyffeler zurück, welcher 31 Schüsse zu parieren wusste. Sein Bruder Melvin im Lakers-Tor parierte deren 34. Zudem gelang es dem EHC Olten, anders als in den ersten drei Spielen, in Führung zu gehen und dies in Unterzahl. Das Führungstor verlieh den Powermäusen Flügel und einen enormen Schub, welchen die Rapperswiler an diesem Abend zu spüren bekamen. Nach dem Führungstreffer war das Heimteam wie verwandelt und die klar bessere Mannschaft.

Dank dem Tor von Polansky in Unterzahl und den zwei Treffern von Stefan Mäder im Poweplay und per Strafschuss lag Olten nach 37 Minuten bereits mit 3:0 in Front. Beim 1:0 hatte sich Lakers Captain Antonio Rizzello von Cyrill Aeschlimann ein wenig einfach übertölpeln lassen und die Lakers Verteidigung verpasste es,  den mitgelaufenen Mäder zu decken. Zwei überflüssige und dumme Strafen gegen Mäder ließen die Obersee’r zudem ungenutzt, bevor dieser seinen erhaltenen Penalty verwertete. Somit machte diesmal der EHC Olten die kleinen aber wichtigen Dinge richtig und der Sieg somit absolut verdient.  

Mit einer starken Leistung zeigten die Solothurner, dass sie die Serie noch nicht abgeschrieben haben. Möglicherweise wird das Spiel morgen am Obersee entscheidend sein und die SCRJ Lakers im eigenen Stadion härter daher kommen werden, da es für sie quasi die letzte Möglichkeit ist, die Serie zu Hause zu beenden, denn bei einem allfälligen siebten Spiel ist ihr Heimvorteil hinfällig.  

Langenthal gewinnt auch das 4. Playoffspiel und steht im Halbfinal. Für Hockey Thurgau ist die Saison somit vorbei. 

In den NLB-Playoffs reichte dem Qualifikationssieger Langenthal um in nur vier Spielen gegen Hockey Thurgau mit 4:0 ins Halbfinal zu kommen. Sie gewannen das 2. Auswärtsspiel in Weinfelden knapp mit 2:1.

Ein Debakel wie beim ersten Gewinn der Qualifikation vor zehn Jahren bleibt den Oberaargauern damit erspart. Damals wurde der SCL als haushoher Favorit gehandelt, versgte dann aber kläglich gegen den Underdog GCK Lions. Lieber erinnern sich die Langenthaler an ihren bisher einzigen NLB-Meistertitel ihrer Clubgeschichte im Jahre 2012, wo sie gegen den EHC Basel in ebenfalls vier Spielen in die Halbfinals kamen.

Philipp Rytz und Nico Dünner brachten den SC Langenthal 2:0 in Führung. Erst nach einem Langenthaler Torhüter-Zwischenspiel (Stammgoalie Marco Mathis wurde ausgewechselt und nach 18 Sek. erneut wieder eingesetzt) gelang dem HCT per Shorthander durch Silvan Wyss noch das Tor zum 2:1 Anschluss. Den  Ausgleich schafften die Ostschweizer in den restlichen 13 Minuten jedoch nicht mehr und somit ging für sie die Playoffserie ohne einen Sieg zu Ende.

Weitere Begegnungen:

Die eventuellen Entscheidung in den anderen drei Serien wurden auf morgen Sonntag vertagt. Ajoie im Heimspiel und die SCRJ-Lakers auswärts verpassten es, in ihren Halbfinals durchzumarschieren. Ajoie verlor sein Heimspiel in Porrentruy vor 3122 Fans gegen Martigny Red Ice mit 3:4. Das vierte und entscheidende Gegentor kassierten die Hoch-Jurassier sechs Minuten vor Spielende ins leere Tor. Gary Sheehan hatte während einer doppelten Powerplaysituation seinen Goalie Elien Paupe zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen.

Genau gleich wie Rapperswil und Ajoie führt auch der HC La Chaux-de-Fonds in seiner Serie gegen den EHC Visp 3:1. Sie setzten sich im Oberwallis in der Litternahalle in Visp mit 4:3 durch. Doppeltorschütze Laurent Meunier erzielte für den HCC die beiden letzten Tore

Viertelfinals (best of 7):

Olten – Rapperswil-Jona Lakers 3:0 (1:0, 2:0, 0:0) Stand 1:3 Tore: 15:05 Stefan Mäder (Aeschlimann /Ausschluss Hirt ! ) 24:05 Jiri Polansky (Truttannm Rouiller/Ausschluss Blatter. PP) 2:0 36:45 Stefan Mäder ((Penalty) 3:0

Hockey Thurgau – SC Langenthal 1:2 (0:0, 0:1, 1:1) Stand 0:4 Tore: 36′ Rytz (Montandon) 0:1. 45′ Dünner (Füglister) 0:2. 48′ Wyss 1:2.

Visp – La Chaux-de-Fonds 3:4 (2:2, 1:1, 0:1) Stand 1:3   Ajoie – Martigny Red Ice 3:4 (0:0, 1:3, 2:1) Stand 1:3