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ÖEHV: Rafael Rotter packt aus: Darum sagte er tatsächlich dem Teamchef ab!
Von: Markus Rinner Am: 20 Apr, 2017 | Kategorien: Nationalteam, Team, zSlideshow

Im Interview mit Laola1.at äußert sich Rafael Rotter zu seiner Absage an das ÖEHV-Team und übt scharfe Kritik an Alpo Suhonen, bzw. dem ÖEHV und dessen Vorgangsweise.

(Photo: sport-bilder.at/Harald Dostal)

Rafael Rotter sagte bereits recht früh für die anstehenden Titelkämpfe in Kiev und die „Operation Aufstieg“ des ÖEHV-Nationalteams ab. Jetzt erklärte der Caps-Stürmer die Hintergründe, warum er heuer tatsächlich nicht zur Verfügung steht.

Bereits beim Olympiaqualifikationsturnier 2016 begann die Geschichte, als Rotter dem Cut zum Opfer fiel und nicht teilnehmen durfte. „Ohne arrogant klingen zu wollen – aber ich denke, dass ich es mir verdient gehabt hätte, dabei zu sein“ meint Rotter, der nach der Teamchefablöse einen Anruf von Neo-Teamchef Bader erhielt, der ihm versicherte auf ihn zu bauen. Doch nachdem beim ersten Turnier mit Bader an der Bande auf die Jugend gesetzt wurde (was Rotter auch nachvollziehen konnte), wurde er bei der Euro Ice Hockey Challenge in Graz nur auf Abruf nominiert.

Als ein Spieler ausfiel hätte er einspringen sollen, worauf er aber dann seinerseits verzichtete: „Da habe ich dann aber gesagt, dass ich so nicht behandelt werden will. Entweder man steht zu mir, oder nicht. Ich bin 29 Jahre alt, habe immer im Nationalteam gespielt, wenn ich fit war. Ich denke auch, dass ich qualifiziert bin, dem Team zu helfen. In meinem Alter lasse ich mich nicht so herumschieben. Das habe ich klipp und klar gesagt, zudem wollte ich mich voll und ganz auf die Playoffs mit den Capitals konzentrieren.“, so der Stürmer gegenüber Laola.

Rotter kritisiert Alpo Suhonen (www.stewo.at)

Auch an Sportdirektor Alpo Suhonen ließ er damals kein gutes Haar. „Ich wollte ihn damals keinesfalls angreifen, sondern habe einfach gesagt, was Sache war. Ich weiß, dass Herr Suhonen als Spieler und Coach eine großartige Karriere hatte. Das heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem etwas falsch machen kann. Das habe ich angesprochen“, so Rotter, der aber auch positive Worte findet.

So ist er mit einigen aktuellen Teamspielern in Kontakt und sieht einen Aufschwung. Das würden ihm Kollegen bestätigen und unabhängig davon ob es für den Aufstieg reicht, werden sie seiner Meinung nach Österreich bestens vertreten und er ist überzeugt dass die Chance auf den Turniersieg groß ist.

Seine persönliche Teamkarriere sieht er zudem nicht als beendet an: „Herr Bader hat gemeint, dass es schade ist und das alles keine böse Absicht von ihm war. Wir haben gesprochen und die Sache geklärt. Ab nächster Saison stehe ich dem Nationalteam wieder ganz normal zur Verfügung, da waren wir uns einig.“ Somit könnte Rotter ab der kommenden Saison durchaus sein Comeback im Nationalteam feiern.