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Deutschland

OL Nord 31/32: Tilburg distanziert die Konkurrenz – Leipzig in der Krise

Es war mal wieder ein turbulentes Wochenende in der Oberliga Nord – und die Vorentscheidung in Sachen Vorrundenmeisterschaft ist gefallen. Denn die Tilburg Trappers gewannen am Freitag mit 5:2 bei den Füchsen Duisburg und haben nun stolze 14 Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Rang zwei eroberten sich die Saale Bulls Halle. Die Anhaltiner siegten in Hannover mit 3:0 und gewannen auch das Derby gegen Leipzig mit 4:1. Die Hannover Scorpions sichern sich Rang drei, dank eines 7:6 in Leipzig und einer knappen 3:4-Shootout-Niederlage im Derby. Die Icefighters Leipzig sind nach der sechsten Niederlage in Serie dick in der Krise und bleiben auf vier. Die Füchse Duisburg verloren auch das zweite Spiel des Wochenendes mit 2:3 in Essen und rutschen auf Rang fünf ab. Die Hannover Indians belegen Rang sechs vor den Moskitos Essen.

In der Qualifikationsrunde gibt sich der Herner EV weiter keine Blöße. Die Truppe vom Gysenberg gewann mit 8:3 gegen Berlin und mit 6:3 im Harz. Die Black Dragons Erfurt haben trotz eines 7:3 gegen Rostock bereits 24 Punkte Rückstand auf Rang eins. Die Crocodiles Hamburg belegen zwar weiterhin Rang drei, kommen aber nicht vom Fleck. Einem klaren 7:4 über Braunlage folgte ein 2:3 in Berlin. Die Rostock Piranhas rehabilitierten sich für die Niederlage und gewannen das Heimderby gegen Timmendorf mit 2:1 nach Verlängerung. Hinter Rostock folgen Berlin, Timmendorf und Braunlage auf den Plätzen.

Alle Ergebnisse in der Übersicht

Icefighters Leipzig – Hannover Scorpions 6:7 (1:3, 3:2, 2:2)
Diese Partie als turbulent zu bezeichnen wäre wohl untertrieben. Es war ein munteres Scheibenschießen in der Eisarena zu Taucha. Bereits nach zehn Sekunden gelang Patrick Schmid die Führung für die Gäste, welche Sachar Blank ausbaute (6.). Nach dem Leipziger Anschluss durch Damian Schneider (12.) stellte Björn Bombis praktisch im Gegenzug den alten Abstand wieder her (13.). Wild ging es auch im Mittelabschnitt weiter. Ian Farrell verkürzte erneut (23.), Chad Niddery stellt wieder auf zwei Tore vor (24.). Michal Velecky (24.) und Hubert Berger (25.) markierten dann aber binnen 58 Sekunden den Ausgleich für Leipzig. Ein Unterzahltreffer von Thomas Pape (32.) sorgte aber für die erneute Führung der Scorpions. Im letzten Drittel gelang Dominik Patocka in Überzahl der erneute Ausgleich zum 5:5 (42.), doch die Routiniers entschieden die Partie. Erst traf Christoph Koziol zum 6:5 (45.), dann erhöhte Bombis in Überzahl auf 7:6 (48.). Jakub Weber gelang nur noch der Anschlusstreffer (52.).

Hannover Indians – Saale Bulls Halle 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)
Es war ein gebrauchter Abend für die Indians. Die Gastgeber berannten über weite Strecken das Tor der Hallenser, bissen sich aber am starken Kevin Beech im Bullen-Kasten die Zähne aus. Die kalte Dusche folgte dann in der 23. Minute, als Tim May Halle in Führung schoss. Die Saale Bulls waren weiter effektiv, denn Maximilian Schaludek erhöhte auf 2:0 (31.). Die Indians probierten zwar alles, die Scheibe wollte aber nicht rein. Stattdessen markierte Jannik Striepeke den 3:0-Endstand (58.).

Füchse Duisburg – Tilburg Trappers 2:5 (0:3, 2:2, 0:0)
Ein richtig starker Start brachte den Meister beim Liga-Krösus auf die Siegerstraße. Ein Doppelschlag von Mitch Bruijsten (4.) und Parker Bowles nur 48 Sekunden später stellte die Weichen früh auf Tilburger Sieg. Danny Stempher erhöhte noch im ersten Drittel auf 3:0 (14.), ehe Brock Montgomery (24./ÜZ) und Max Hermens (25.) ein 5:0 erzielten. Erst danach fand Duisburg auch mal statt, mehr als die Treffer von Andris Berzins (27.) und Raphael Joly (39./UZ) sollten aber nicht fallen. Zumal Tilburg die Partie immer im Griff hatte.

Saale Bulls Halle – Icefighters Leipzig 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
Die Icefighters sind endgültig in der Krise angekommen. Zwar spielen die Leipziger nicht schlecht, doch sie schießen einfach zu wenige Tore. Daran änderte auch die frühe Führung von Jakub Weber nach 104 Sekunden nichts. Halle kämpfte sich in die Partie, glich durch Tim May in Überzahl aus (13.). Jan Niklas Pietsch sorgte ebenfalls in Überzahl für die Hallenser Führung (22.) und überstand später auch eine fünfminütige Überzahl (Spieldauer gegen Schmitz wegen Stockschlags) unbeschadet. Kaum waren sie komplett, traf Maximilian Schaludek zum 3:1 (40.). Leipzig hatte genug Chancen und war jederzeit in der Partie, doch das letzte Tor fiel wieder für Halle. Maximilian Spöttel markierte im Alleingang den Endstand (50.)

Moskitos Essen – Füchse Duisburg 3:2 (1:2, 1:0, 1:0)
Diese Partie dürfte noch ein paar Tage die Eishockeygemeinde im Kohlenpott beschäftigen. Denn eine Szene kurz vor Ende des Mitteldrittels erhitzt im Nachhinein die Gemüter. Duisburgs Raphael Joly musste wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge für 2+2 Minuten auf die Strafbank und legte sich dort handgreiflich mit Essener Zuschauern war. Der Niederländer soll allerdings von Zuschauern mit Gegenständen beworfen worden sein. Dennoch war die Matchstrafe die logische Konsequenz von Schiedsrichter Krawinkel. Die neunminütige Unterzahl überstand Duisburg mehr als acht Minuten lang unbeschadet, dann jedoch markierte Dennis Thielsch das entscheidende 3:2 (48.). Zuvor hatten Mike Schmitz (5.) und Cornelius Krämer (11.) die Füchse jeweils in Front gebracht, Thielsch (11.) und Julian Lautenschlager (27.) ausgeglichen. Doch ein temporeiches und gutes Eishockeyspiel dürfte aufgrund der Vorkommnisse in Minute 40 komplett in den Hintergrund treten.

Hannover Scorpions – Hannover Indians 3:4 SO (0:0, 1:0, 2:3, 0:0, 1:0)
Derby, dritter Teil und auch in Mellendorf ging es heiß her. Die Scorpions bestimmten die Partie, scheiterten aber lange an Sebastian Albrecht im Indians-Kasten. Erst Robin Thomson brach den Bann (33.), ehe Christoph Koziol mit dem 2:0 scheinbar für die Vorentscheidung sorgte (42.). Doch nur zwei Sekunden danach verkürzte Andreas Morczinietz auf 1:2 und sorgte so dafür, dass die Indians in ihre stärkste Phase gingen. Igor Bacek (46.) und Branislav Pohanka (47.) drehten die Partie endgültig. Die Scorpions drückten aber in der Folge und Patrick Schmid schoss die Partie in die Overtime (57.). Diese blieb torlos und im Penaltyschießen sorgte Robbie Hein für den Extrapunkt zu Gunsten der Indians.

Herner EV – Preussen Berlin 8:3 (3:0, 2:3, 3:0)
Die Qualifikationsrunde bleibt für den HEV weiter ein lockeres Einlaufen für die Playoffs. Brad Snetsinger mit einem Doppelpack (13./16.) und Christian Nieberle (15.) für eine komfortable Führung. Nach dem 4:0 durch Aaron McLeod (26.) ließen die Gastgeber etwas die Zügel schleifen und die Preussen nutzten dies. Steven Neuparth (26.) und Daniel Volynec (30.) verkürzten. Auch auf das 5:2 von Danny Albrecht (39.) fanden die Gste nochmal eine Antwort in Person von Felix Braun (40.). Im letzten Drittel konzentrierte sich Herne aber wieder und brachte die Partie unter Dach und Fach. Michel Ackers (46./ÜZ), Philipp Kuhnekath (50.) und nochmals Albrecht (55./UZ) trafen zum 8:3-Endstand.

Black Dragons Erfurt – Rostock Piranhs 7:3 (4:1, 2:1, 1:1)
Die lange Reise schien den Piranhas in Anfangsphase nicht zubekommen. Erfurt bestimmte die Partie und ging durch Carsten Gosdeck (5.) sowie Michal Vazan (10./ÜZ) verdient mit 2:0 in Führung. Der Anschlusstreffer von Ricco Ratajczyk (11.) war nur eine kurze Episode der Piranhas, denn danach trafen wieder die Drachen. Justin Creutzburg (17.), Michel Maaßen (19.) und nochmals Vazan (22.) erhöhten auf 5:1. Constantin Koopmann traf dann wieder für Rostock (30.), ehe Gosdeck (33.) und Oliver Kämmerer (44.) die Partie entschieden. Michal Bezouska traf zum Endstand (52.).

Crocodiles Hamburg – Harzer Falken 7:4 (1:2, 4:1, 2:1)
40 Minuten lang schnupperten die Falken am nächsten Sieg, doch dann setzte sich die größere individuelle Klasse der Crocodiles durch. Fabian Calovi gelang im Powerplay die Hamburger Führung (7.), doch postwendend glich Tim Lucca Krüger aus (8.). Thomas Schmid sorgte gar für die verdiente 2:1-Führung der Gäste (13./ÜZ). Im Mitteldrittel drehten die Crocodiles dann aber auf und die Partie. Anton Zimmer (22.), André Geratz (25.) und Thomas Zuravlev (26.) stellten auf 4:2. Krüger verkürzte zwar nochmal (30./ÜZ), doch Norman Martens machte mit dem 5:3 praktisch alles klar (36.). Im Schlussdrittel machten Christos Stambolidis (42.) und Leo Prüßner (53.) alles klar, ehe Thomas Herklotz den Schlusspunkt setzte (54.).

Preussen Berlin – Crocodiles Hamburg 3:2 (1:2, 0:0, 2:0)
Das Auf und Ab der Crocodiles geht aber dennoch weiter. Denn nach dem überzeugenden Heimsieg folgte eine ganz schwache Leistung in Berlin. Die Führung von Philipp Grunwald (15.) konnte Thomas Zuravlev zwar im Alleingang drehen (17./18.), doch im Mittelabschnitt durfte sich Hamburg bei Lucas DiBerardo bedanken, dass man die Führung mit in den Schlussabschnitt nahm. So dauerte es bis zur 50. Minute, ehe Chris Lijdsman zum 2:2 traf. Als sich alle schon auf die Overtime einstellten, war Max Janke in Überzahl zur Stelle und sicherte den Preussen die drei Punkte (59.).

Harzer Falken – Herner EV 3:6 (2:2, 0:1, 1:3)
Wieder schnupperte Braunlage an der Überraschung, erneut musste man sich dann doch deutlich geschlagen geben. Dank eines starken Hessel im Tor blieben die Falken lange dran. Die Herner Führung durch Sören Hauptig (4.) drehten Viktor Bjuhr (8.) und Tim Lucca Krüger (12.) zum 2:1. Philipp Kuhnekath glich aber noch im ersten Drittel aus (15.). Im Mittelabschnitt brachte Hessel den HEV zur Verzweiflung, den Rückstand durch Lois Spitzner (30.) das 3:2 erzielte. Danny Albrecht (41.) und Aaron McLeod (44./UZ) machten dann alles klar. Thomas Schmid brachte Braunlage in Überzahl nochmals ran (47.), mehr aber auch nicht. Den Schlusspunkt durfte Kuhnekath für sich verbuchen (60.).

Rostock Piranhas – EHC Timmendorfer Strand 2:1 OT (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)
Die Partie könnte auch mit der Überschrift „Piranhas gegen Dalgic“ überschrieben sein. Timmendorfs junger Schlussmann brachte die Rostocker zur Verzweiflung und sicherte mit 42 Saves und 95% Fangquote den Gästen einen Zähler. Denn Timmendorf fand auch auf die Rostocker Führung durch Arthur Lemmer (16.) eine Antwort durch Daniel Lupzig (34.). In der Overtime sicherte Kevin Piehler den Gastgebern dann den Zusatzpunkt (62.).

 

Christian Schülling

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