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Deutschland

OL Nord: Die Torhüter sind das Zünglein an der Waage – Vorschau Icefighters Leipzig

Eine der positiven Überraschungen der letzten Saison waren sicherlich die Icefighters Leipzig. Nach einem unruhigen Sommer 2016 ging es mit kleinem Kader in die Saison, welche sehr positiv mit einem sechsten Rang und dem direkten Playoff-Rang abgeschlossen wurde. Können die Sachsen daran wieder anknüpfen?

Trainer
Im zweiten Jahr in Folge steht Sven Gerike an der Bande in Leipzig und die erste Spielzeit kann man nur als Erfolg bezeichnen. Aus dem kleinen Kader, den im Vergleich zu anderen Playoff-Teams, geringen finanziellen Mitteln hat er fast das Maximum rausgeholt. Der Ex-Stürmer hat eine Mannschaft geformt, die an guten Tagen jedes Team schlagen kann und  sich nur wenige, miese Tage erlaubt. Nun gilt es dies aber zu bestätigen

Punkte: 8/10

Torhüter
Den größten Einschnitt im Kader gibt es auf der so wichtigen Torhüterposition. Sowohl der erfahrene Kevin Beech wie auch der junge Patrik Cerveny haben die A14 genommen und sind ein paar Kilometer weiter an die Saale gewechselt. Nun soll es ein ganz junges Torhüterduo richten. Benedict Roßberg war in den letzten Jahren Backup in Essen, Mark Arnsperger kommt direkt aus der DNL. Beide haben sicherlich Talent, sind aber auch ein Risiko – wenig verwunderlich in jungen Jahren.

Punkte: 5/10

Abwehr:
Der Defensivverbund hat sich personell nicht verändert. Einzige Änderung ist, dass der junge Erek Virch nun einen Vertrag bei den Icefighters besitzt. Ansonsten setzt man auf bekannte Namen wie Oldie Esbjörn Hofverberg, die schon etwas erfahrenen Patrick Raaf-Effertz und Leonhard Zink. Dazu kommen nebe Virch die jungen Weber und Tramm sowie die Allrounder Marvin Miethke und Damian Martin. Diese Defensiv war immerhin die siebtbeste der letzten Saison.

Punkte: 7/10

Sturm
Auch in der Abteilung Attacke müssen sich die Fans in Leipzig nicht groß umgewönen. Stützen wie Kapitän Florian Eichelkraut, Hannes Albrecht und Patrick Fischer werden ebenso weiter das Icefighters-Trikot tragen wie die jungen Komnik, Berger und Ian Farrell. Hinzu kommen die bereits erwähnten Miethke und Martin. Neu sind die beiden Kontingentspieler. Aus Essen kommt mit Michal Velecky ein Tscheche, der in 84 Oberliga-Spielen 117 Punkte erzielte. Aus der zweiten finnischen Liga kommt mit Antti Paavilainen ein kleiner, schneller Spieler. Beide sollen vor allem die fehlenden Punkte von Edward Gale vergessen machen. Mit Damian Schneider und Dominik Patocka wurden dazu zwei Spieler verpflichtet, die in der zweiten und dritten Reihe richtig Dampf machen können.

Punkte: 9/10
 

Fazit: 29 von 40 Punkten
Wie schon im Vorjahr sind die Icefighters eine kleine Wundertüte. Der Defensivverbund war im letzten Jahr das Prunkstück, der Sturm wenn man so will die Schwäche. Im Sturm hat man sich definitiv verstärkt, die großen Fragezeichen sind die Torleute. Bringen Roßberg und Arnsperger ihr Talent immer auf das Eis, ist mit den Icefighters im Kampf um eine gute Playoff-Platzierung zu rechnen. Ansonsten beginnt das große Zittern.

Christian Schülling

Bisherige Vorschauen: 

Herner EV

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