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Deutschland

OL Nord: Duisburg muss um Heimrecht bangen – Timmendorfer Arbeitsverweigerung

Wer soll diese Tilburg Trappers eigentlich aufhalten? Der souveräne Nord-Meister hält sich in Essen schadlos und gewinnt beim Angstgegner mit 7:5. Der Vorsprung auf Platz zwei ist auf satte 23 Punkte angewachsen. Diesen zweiten Rang halten die Saale Bulls Halle, welche am Sonntag spielfrei waren. Zwei Punkte hinter den Anhaltinern liegen die Hannover Scorpions auf Rang drei. Sie gewannen bei den Icefighters Leipzig knapp mit 3:2 nach Verlängerung. Richtig spannend wird der Kampf um das letzte Heimrecht in den Playoffs. Aktuell liegen die Füchse Duisburg auf dem vierten Rang, allerdings unterlagen die Rheinländer bei den Hannover Indians mit 2:4. Nun sind Duisburg, Leipzig und die Indianer punktgleich und selbst die Moskitos aus Essen haben bei drei Punkten Rückstand noch realistische Chancen nach vorne.

In der Qualifikationsrunde bleibt der Herner EV zwar ungeschlagen, musste beim 5:4 nach Verlängerung in Erfurt allerdings Punkte abgeben. Viel mehr zu reden gibt es allerdings über die ausgesprochenen Strafen, denn 167 Strafminuten in einer Partie klingen doch verdächtig nach Oberliga-Rekord. Die Drachen verteidigen durch den Punktgewinn knapp den zweiten Platz. Die Crocodiles Hamburg bleiben aber dran und schossen Timmendorf im Derby mit 8:2 ab. Die Rostock Piranhas festigen Platz vier mit einem 5:3 über die Harzer Falken. Hinter den Ostseestädtern folgen die spielfreien Berliner Preussen, Timmendorf und Braunlage.

Icefighters Leipzig – Hannover Scorpions 2:3OT (0:1, 1:0, 1:1, 0:1)
Das Jahr 2018 werden die Icefighters wohl am Liebsten verfluchen wollen. Trotz eines Chancenplus gibt es im Heimspiel nur einen Zähler gegen die Hannover Scorpions. Die gingen durch Sachar Blank (17.) und Dennis Schütt (42.) zweimal in Führung, doch die Leipziger glichen durch Patrick Fischer (26.) und Hannes Albrecht (60.) verdient aus. In der Overtime fand dann Topscorer Patrick Schmid eine Lücke und sicherte den Niedersachsen den Extrapunkt.

Moskitos Essen – Tilburg Trappers 5:7 (0:2, 2:3, 3:2)
Spiele zwischen Essen und Tilburg versprechen immer Spektakel, da macht das fünfte Aufeinandertreffen in dieser Saison keine Ausnahme. In einem Spiel, welches von vielen Strafzeiten geprägt war, eröffneten die Trappers den Reigen. Alexei Loginov traf zum 1:0 (9.). Kevin Bruijsten baute diese Führung kurze Zeit später aus (14.). In einer turbulenten Anfangsphase im zweiten Drittel verkürzte Andrej Bires auf 1:2 (22.), doch praktisch im direkten Gegenzug stellte Kevin Bruijsten den alten Abstand wieder her. In doppelter Überzahl verkürzte Dennis Thielsch erneut für Essen (29.), doch noch im zweiten Drittel waren Jordy van Oorschot in Unterzahl (37.) und zum dritten Mal Bruijsten erfolgreich (39.), bauten die Trappers-Führung auf 5:2 aus. Julien Pelletier markierte dann zu Beginn des letzten Abschnitts den dritten Essener Treffer (41./ÜZ), doch erneut fand Tilburg eine Antwort. Diesmal traf Brock Montgomery in Überzahl zum 6:3 (50.). Wild wurde es in den Schlussminuten. Binnen 10 Sekunden verkürzten Kyle DeCoste und Bires auf 5:6 (58.) und ließen die 1400 Fans am Westbahnhof hoffen. Doch 23 Sekunden vor dem Ende traf Mitch Bruijsten in Unterzahl zum entscheidenden 7:5.

Hannover Indians – Füchse Duisburg 4:2 (2:2, 1:0, 1:0)
Auch unter Neu oder „Mal-wieder-Interimscoach“ Reemt Pyka geht die Negativserie der Füchse weiter. Am Pferdeturm verlässt man das Eis zum wiederholten Male als Verlierer das Eis und das am Ende verdient. Denn die Indians erkämpften und erspielten sich den Sieg. Roman Pfennings (4.) und Nicolas Turnwald (10.) schossen die Niedersachsen zunächst in Front, doch Marco Habermann (13.) und Raphael Joly (19.) fanden noch eine Antwort. Auf den erneuten Hannoveraner Führungstreffer durch Lasse Uusivirta (23./ÜZ) fand man diese aber nicht und brachte das Tor der Indians nur selten in Gefahr. Allerdings dauerte es noch bis zur 56. Minute, ehe Dennis Arnold mit dem 4:2 alles klar machte.

Black Dragons Erfurt – Herner EV 4:5OT (1:1, 2:2, 1:1, 0:1)
Diese, eigentliche bedeutungslose, Partie zwischen den Drachen und dem HEV wird wohl in die Geschichte der Oberliga Nord eingehen. 167 Strafminuten, davon allein 118 Minuten gegen Herne, gab es zumindest in der jüngeren Vergangenheit nicht. Bereits nach 67 Sekunden musste Marcus Marsall mit einer Disziplinarstrafe in die Kühlbox, im Laufe des ersten sollten mit Carsten Gosdeck und Michel Ackers nach einer Boxeinlage zwei weitere Spieler folgen. Richtig heiß her ging es dann im letzten Drittel. Erst bekam Hernes Sebastian Eickmann eine Disziplinarstrafe, dann musste Erfurts Paul Klein wegen Bandenchecks zum Duschen. Da sich Maik Klingsporn ein Revanchefoul an Klein leistete, ging er mit einer Matchstrafe gleich mit und auch Christian Nieberle, dessen Boxeinlage wohl etwas zu heftig war, begleitete beide gleich mit. Und wegen „Meckerns“ erwischte es auch HEV-Coach Uli Egen, welcher die Bank nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe verlassen musste. Ach ja, Eishockey gespielt wurde auch. Danny Albrecht sorgte für die Herner Führung (11./ÜZ), welche Michel Maaßen in Überzahl (15.) und Michal Vazan (21.) drehten. Auf den HEV-Ausgleich durch einen Überzahltreffer von Stephan Kreuzmann (25.) antwortete Erfurt durch Reto Schüpping fast postwendend (27.). Dann drehte der HEV die Partie. Albrecht glich aus (28.) und Vladimir Vaskovskiy sorgte in Unterzahl für das 4:3 (50.). Doch in Überzahl schickte Vazan die Partie in die Overtime (52.). In dieser konnte sich der Spitzenreiter der Qualifikationsrunde auf Aaron McLeod verlassen. Der Kanadier sorgte nach 72 Sekunden in der Verlängerung für den Zusatzpunkt.

EHC Timmendorfer Strand – Crocodiles Hamburg 2:8 (0:3, 0:2, 2:3)
In einem Spiel zweier arg dezimierten Mannschaften hatten die Crocodiles Hamburg das bessere Ende klar für sich. Denn Timmendorf agierte über weite Teile des Spiels am Rande der Arbeitsverweigerung und ließ die Hamburger fast ohne Gegenwehr spielen. Nach dem Führungstreffer durch Josh Mitchell (7.) bauten die Krokodile die Führung nach und nach aus. Bradley McGowan (13.), Christos Stambolidis (17.), Mitchell in Überzahl (30.) und Fabian Calovi, ebenfalls bei einem Mann mehr (31.) bauten den Vorsprung auf 5:0 aus. Auf der folgende Torwartwechsel brachte keine Sicherheit – Anton Zimmer machte frühzeitig das halbe Dutzend voll (46.). Eine kurze Phase des Kampfes nutzte der EHCT zu zwei Toren. Erst scorte Daniel Lupzig im Powerplay (50.), dann traf Kenneth Schnabel (52.). Das war es aber auch an Timmendorfer Ehrlichkeit, denn danach ergaben sich die Beach Boys in ihr Schicksal und Hamburg durfte noch zwei Treffer nachlegen. Nochmals Zimmer (55.) und Daniel Reichert (56.) durften jubeln.

Rostock Piranhas – Harzer Falken 5:3 (1:0, 1:3, 3:0)
Die Falken kämpfen um die letzte Chance auf den Klassenerhalt und hätten sie in Rostock fast bekommen. Zwar brachte Alexander Spister die Gastgeber nach sieben Sekunden in Führung, doch ein starkes Mitteldrittel ließ Braunlage auf den Dreier hoffen. Artjom Kostyrev glich zunächst in Unterzahl aus (22.) und auch die erneute Führung durch Constantin Koopmann (24./ÜZ) konnte Alexander Engelmann ebenfalls im Powerplay egalisieren (29.). Patrick Dzemla sorgte dann gar für die Führung (30.). Doch ein Doppelschlag zu Beginn des Schlussdrittels brachte Rostock auf die Siegerstraße. Greg Classen in Unterzahl (43.) und Michal Bezouska (45.) trafen zum 4:3. Den Schlusspunkte setzte Tomas Kurka mit einem Treffer ins leere Tor (60.).

Christian Schülling

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