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Deutschland

OL Nord: Oberliga Spieltag 13: Tilburg als Spitzenreiter in die Pause – Falken überraschen

Die Tilburg Trappers gehen als Tabellenführer in die Länderspielpause. Die Brabanter besiegten die Crocodiles Hamburg mit 4:3 nach Verlängerung. Verfolger Icefighters Leipzig ist dank eines 4:0 in Rostock aber wieder punktgleich. Die Hannover Scorpions verteidigen dank eines 3:0 in Berlin Rang drei, gefolgt vom Lokalrivalen Indians (1:0 n.V. In Halle) und den Füchsen Duisburg (6:3 in Erfurt). Etwas überraschend verlor der Herner EV bei den Harzer Falken mit 3:4, ebenfalls in der Verlängerung. Essen nutzte die Niederlage der Crocodiles aus und sprang nach einem 6:0 über Timmendorf auf Platz acht.

Tilburg Trappers – Crocodiles Hamburg 4:3OT (1:1, 0:0, 2:2, 1:0)
Es war ein hartes Stück Arbeit für die Fallensteller, trotz relativ großer Überlegenheit. Daran änderte auch die frühe Führung durch Kevin Bruijstens Überzahltreffer nichts. Die Crocos drehten die Partie. Norman Martens verwandelte erst einen Penalty (11.) und stellte mit seinem späten Überzahltreffer (47.) die Partie etwas auf den Kopf. Mickey Bastings glich zwar schnell aus (51.), doch Brad McGowan sorgte für die erneute Hamburger Führung (53.). Aber auch diesmal schlugen die Trappers schnell zurück, Parker Bowles schickte die Partie in die Verlängerung (56.) – auch weil Hamburg noch einen Strafschuss vergab. In der Overtime dauerte es 28 Sekunden, ehe Jordy van Oorschot den Extrapunkt für Tilburg sicherte. Der Titelverteidiger geht somit als Tabellenführer in die Länderspielpause, die Crocodiles rutschen auf Rang neun ab.

Black Dragons Erfurt – Füchse Duisburg 3:6 (0:2, 2:3, 1:1)
Viel schlechter waren die Drachen nicht, doch die Füchse zeigten, warum sie eigentlich zu den Favoriten auf den Titel gehören – und sie können sich auf ihre Routiniers verlassen. Björn Barta (11.) und Raphael Joly (15.) sorgten für die Führung, Lars Grözinger markierte mit dem 3:0 scheinbar die Entscheidung (22.). In turbulenten drei Minuten ging es dann hin und her. Erst traf Michel Maaßen zum Anschluss (25.), dann stellte Mike Schmitz den alten Abstand wieder her (25.). Fünf Sekunden danach verkürzte Michal Vazan auf 2:4. Robin Slanina markierte dann das fünfte Duisburger Tor für sich (39.), ehe David Wiesnet die Partie auch auf dem Scoreboard spannend machte (56.). Doch statt der Aufholjagd folgte nur noch das Empty Net-Goal durch Joly (60.). Die Erfurter bleiben nach der achten Niederlage in Serie auf Platz elf, Duisburg geht als Fünfter in die Pause.

Preussen Berlin – Hannover Scorpions 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)
Wie schon beim Preussen-Spiel am Freitag entschieden auch am Sonntag die Special Teams – diesmal jedoch zu Ungunsten der Gastgeber. Bereits nach vier Minuten wurde Marvin Tepper zum Duschen geschickt, die folgende Überzahl nutzten die Scorpions durch Patrick Schmid (4.) und Sean Fischer (7.) zum 2:0. Im Anschluss verwalteten die Gäste den Sieg, erhöhten in Unterzahl durch Schmid noch auf 3:0 (29.). Ohne den zuletzt starken Tepper fehlte es Berlin an Durchschlagskraft, so dass es am Ende bei diesem Spielstand blieb. Preussen bleibt somit weiter auf Elf, die Scorpions auf Rang drei.

Harzer Falken – Herner EV 4:3OT (0:0, 1:2, 2:1, 1:0)
Die Ruhrgebietsclubs sind wohl ein gutes Pflaster für die Falken. Ein richtig guter Fritz-Philipp Hessel verhinderte lange einen Rückstand, ehe dann Thomas Schmid mit seinem Powerplay-Tor die Partie etwas auf den Kopf stellte (29.). Herne drehte aber noch im Mittelabschnitt das Spiel, Christian Nieberle (34.) und Marcus Marsall in Überzahl (36.) sorgten für das 2:1 des HEV. Elias Bjuhr glich zu Beginn des Schlussdrittels aus (41.), erneut Marsall war im Powerplay dann aber mit der Führung da (49.). Doch Falken-Kapitän Schmid sorgte für die Overtime (57.), in welcher Trevor Hendrickx den Falken den Extrapunkt sicherte. Trotz des Sieges bleibt Braunlage auf dem vorletzten Tabellenplatz, der HEV ist weiter Sechster.

Saale Bulls Halle – Hannover Indians 0:1OT (0:0, 0:0, 0:0, 0:1)
Am Freitag gab es das Novum mit nur einem Tor in der Verlängerung bereits, nun wiederholten Halle und Hannover das Ganze noch einmal. Beide Mannschaften hatten ungezählte gute Chancen, doch die Torleute Kevin Beech (Saale Bulls) und Sebastian Albrecht (Indians) wuchsen über sich hinaus. Am Ende durfte Albrecht an alter Wirkungsstätte den Shutout feiern, denn Oldie Andreas Morczinietz sorgte mit seinem Treffer 46 Sekunden nach Beginn der Verlängerung für den Sieg. Dank des knappen Erfolges bleiben die Indians auf Platz vier, Halle geht als Siebter in die Pause.

Moskitos Essen – EHC Timmendorfer Strand 6:0 (2:0, 2:0, 2:0)
Zehn Minuten lang stemmten sich die tapferen Beach Boys gegen anrennende Moskitos, dann schlugen die Stechmücken in Überzahl zu. Dominik Ochmann (10.) und Andrej Bires (11.) trafen jeweils im Powerplay. Die ersatzgeschwächten Timmendorfer hatten nichts entgegen zusetzen und so ging es auch im zweiten Drittel weiter. Erst traf Julian Lautenschläger zum 3:0 (21.), dann war Kyle DeCoste erfolgreich (40.). Kurz zuvor hatte die schwache Schiedsrichterin Nicole Hertrich nach einem Foul von Fiedler an Sanwald die fällige Spieldauerdisziplinarstrafe verweigert. Das letzte Drittel verlief dann recht ausgeglichen, die Tore fielen aber weiter nur auf einer Seite. Lautenschlager (51./ÜZ) und DeCoste (58.) markierten die Treffer zum halben Dutzend. Durch den Sieg springt Essen wieder auf acht, Timmendorf ist letzter.

Rostock Piranhas – Icefighters Leipzig 0:4 (0:2, 0:1, 0:1)
Es war das erwartet schwere Spiel für die Icefighters, welche die Ostseestädter dennoch auf Distanz hielten. Ian Farrells Führung (8.) erhöhte Dimitri Komnik im Powerplay auf 2:0 (14.). Den Raubfischen fehlte es vorne an Durchschlagskraft und die Icefighters machten genau zu den richtigen Zeitpunkten die Tore. Antti Paavilainen (38.) und Hubert Berger (44.) markierten die Treffer drei und vier. Dadurch ist Leipzig nun punktgleich mit Timmendorf Zweiter, während Rostock es verpasste, wieder näher an Rang acht heranzurücken.

Christian Schülling

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