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Deutschland

OL Nord: Oberliga-Vorschau: Wenig Aussicht auf Besserung – Harzer Falken

Am Ende war es der vorletzte Tabellenplatz: nein, die Saison 2016/17 war für die Harzer Falken ein echter Graus. War das Team aus Braunlage noch mit kleinen Playoff-Ambitionen in die Saison gestartet, so entwickelte sich vor allem um den Jahreswechsel herum echte Panik. Elf von zwölf Partien gingen im Dezember und Anfang Januar verloren, große Besserung trat bis zum Saisonende nicht mehr ein. Ob in der neuen Spielzeit Aussicht auf Besserung besteht?

Trainer
Norbert Pascha geht in seine zweite, volle Spielzeit am Wurmberg, nachdem es 2015/16 zunächst nur ein kurzes Intermezzo für den ehemaligen Torhüter war. Allein: die erfolgreiche Zeit in Schönheide konnte der 36-Jährige nicht mit nach Braunlage rüber retten. Der Klassenerhalt gelang letzte Saison nur, weil es keinen echten sportlichen Absteiger gab. Ansonsten präsentierten sich die Wölfe vielfach zahn-, mut- und kraftlos. Dennoch hielten die Verantwortlichen in Braunlage an Pascha fest, nun ist der Trainer in der Pflicht.

Punkte: 6/10

Torhüter
Auf der Torhüterposition haben die Falken echte Luxusprobleme. Trotz der Karriereenden von Tobias Bannach und Jannis Ersel stehen vier Torhüter zur Verfügung. Fritz-Philipp Hessel und Oldie Mario D’Antuono tragen weiter das Falkentrikot und geholt wurde noch Dennis Korff aus Wedemark. Hinzu kommt per Förderlizenz der junge Leon Hungerecker. Da darf man gespannt sein, wer am Ende das Rennen macht. Von der Qualität her müssten Korff und Hessel das Rennen machen, wenngleich Kooperationspartner Kassel gerne Hungerecker zwischen den Pfosten sehen würde. Aus dem Luxus könnte daher schnell ein Problem werden. Zumal außer Korff in der Vorbereitung keiner wirklich überzeugen konnte.

Punkte: 8/10

Abwehr
Die zweitschlechteste Defensive der Liga braucht dringend eine Renovierung, aber die Frage bleibt, ob diese gelungen ist. Die Abgänge von Dylan Quaile, Semen Hildebrand und Fabian Pyszinski tun weh, auch Hähnlein ist nicht mehr Teil der Falken. Geblieben sind nur nur Routinier Alexander Engel und Thomas Schmid als neuer Kapitän. Aus Rostock kam Patrick Franz, der dort nicht immer zu überzeugen wusste, und aus Wedemark kehrt Maximilian Bauer zurück – beide sicherlich kein adäquater Ersatz für die Abgänge. Noah Nijenhuis sowie die Förderlizenzler Nico Schnell und Nils Bergk müsse erst noch zeigen, dass sie Oberliga-Qualität besitzen.

Punkte: 4/10

Angriff
Die Offensive der Falken war in der letzten Saison alles andere als gefährlich. Läppische 132 Tore waren es am Ende und wenn die Tore der Abgänge Quaile/McGrath abzieht, dann stehen die Falken vor einem echten Problem. Zumal der Vertrag mit Import Sammy Banga vor Saisonbeginn gelöst wurde und man sich mit dem tschechischen Routinier Vladimir Skoda nicht einigen konnte. Dazu verließen die Wittmann-Brüder Braunlage mit Ziel Sonthofen. Richten soll es vor allem der Kanaider Nick Pitsoukilis, doch von seiner Form der Saison 2011/12 (43 Punkte in 14 Partien für die Harzer Wölfe) ist der 29-Jährige noch weit entfernt. Mehr Hoffnung macht da schon Richard Zerbst, der aus Schönheide geholt wurde und in der Vorbereitung fünf von zehn Falken-Treffern erzielte. Ansonsten werden es bekannte Namen wie Artjom Kostyrev, Florian Böhm, Erik Pipp, Christian Schock oder Rückkehrer Thomas Herklotz richten. Aus Kasselsollen es die Talente Krüger, Schirrmacher und Trattner richten, dazu wird Lukas Brückner ein weiterer Schritt in seiner Entwicklung zugetraut. Fraglich bleibt aber, ob dies am Ende reichen wird. Die Vorbereitung jedenfalls ließ wenig Grund zur Hoffnung. Wenn den Falken also nicht ein Transfercoup gelingt, dann sprechen wir aller Wahrscheinlichkeit nach vom schlechtesten Angriff der Liga.

Punkte: 3/10

Fazit: 21 von 40 Punkten
Die Falken selbst erwarten die schwerste Saison ihres Bestehens und im Grunde kann man dem Ganzen nur zustimmen. Es fehlt an Qualität offensiv und defensiv, so dass die Falken auf jede Fall zu den ersten Abstiegskandidaten gehören. Und wenn dann noch die Torhüter keine gute Serie haben sollten, dann wird es am Ende richtig bitter. Doch wenn noch ein Coup auf dem Transfermarkt gelingt, das Kollektiv vor allem defensiv besser wird und Dennis Korff ein paar Spiele gewinnt, dann ist der Klassenerhalt machbar – mehr aber auch nicht.

Christian Schülling

Bisherige Vorschauen:
Herner EV
Icefighters Leipzig
Crocodiles Hamburg
Füchse Duisburg
Hannover Scorpions
Black Dragons Erfurt
Harzer Falken

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