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Deutschland

OL Nord: Spieltag 20/21: Leipzig bleibt vorn – Duisburgs neuer Besen kehrt gut

Das zehnte Wochenende der Oberliga Nord bewies mal wieder, wie eng die Oberliga Nord zusammengerückt ist. So tat sich Spitzenreiter Leipzig im Duell mit zwei Teams aus der unteren Tabellenhälfte schwer. Die Icefighters besiegten Rostock mit 5:4 und die Harzer Falken mit 3:2. Verfolger Tilburg Trappers verlor beim 5:4-Sieg nach Verlängerung in Hamburg etwas an Boden, besiegte die Hannover Indians am Sonntag aber glatt mit 5:1. Die Füchse Duisburg holen sich dank Siegen über Erfurt (7:5) und Halle (6:3) den dritten Platz zurück. Dicht dahinter folgen die Hannover Scorpions, welche ebenfalls sechs Punkte verbuchen konnten.

 

Mit 5:1 gegen Berlin und 4:0 in Rostock gewann der Deutsche Meister von 2010. Der Lokalrivale hingegen erwischte ein schwarzes Wochenende. Die Hannover Indians verloren gegen Halle mit 1:3 und wie bereits geschrieben mit 1:5 in Tilburg. Die Moskitos Essen nutzten die Patzer der Konkurrenz und verbessern sich mit fünf Punkten aus zwei Spielen auf den sechsten Platz. Allerdings entging man beim 5:4 nach Verlängerung in Timmendorf nur knapp einer Blamage, dafür beendete man beim 7:3-Heimsieg endgültig die Playoff-Hoffnungen der Crocodiles Hamburg. Die Saale Bulls sind jetzt Siebter, der Herner EV nach einem 5:1 über Braunlage und einem 2:3 in Erfurt auf Platz acht. Der Vorsprung auf die Crocodiles beträgt mittlerweile satte zehn Punkte. Erfurt folgt auf Platz zehn, dahinter reihen sich die Rostock Piranhas und Preussen Berlin (4:2 über Timmendorf) ein. Die Falken und der EHCT bleiben auf den letzten beiden Rängen.

Füchse Duisburg – Black Dragons Erfurt 7:5 (0:0, 2:1, 5:4)
Seine Premiere als Coach der Füchse Duisburg dürfte sich Frank Petrozza deutlich entspannter gewünscht habe, allerdings biss sich seine Mannschaft lange Zeit die Zähne an Erfurts-Goalie Erik Reukauf aus. Zu allem Überfluss sorgte Michel Maaßen für die Drachen-Führung (29.). Duisburg schlug aber schnell zurück, Viktor Beck (31.) und Raphael Joly (36./ÜZ) drehten die Partie. Zuvor hatte Dragons-Verteidiger Hannes Ulitschka wegen Bandenchecks eine Matchstrafe erhalten. Doch statt in fünfminütiger Überzahl die Führung auszubauen, glich Erfurt aus – erneut war es Maaßen zum 2:2 (42.). Nun ging es in einem vogelwilden Schlussdrittel hind und her. Thomas Ziolkowski (45./ÜZ) und Robin Slanina (46.) schossen Duisburg in Front, Michal Vazan (48.) sowie Robin Sochan (51.) glichen aus. Dann sorgten Slanina und Andre Huebscher binnen 15 Sekunden für das 6:4 (55.), auf welches Erfurt diesmal keine Antwort fand. Carsten Gosdeck konnte zwar verkürzen (57.), ehe Joly per Empty-Netter alles klar machte (60.).

Herner EV – Harzer Falken 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)
Wenig Probleme hatte der HEV im Duell mit dem Vorletzten. Förderlizenz-Stürmer Philipp Kuhnekath sorgte nach 28 Sekunden für das 1:0, Marcus Marsall legte wenig später nach (13.). Spätestens mit dem 3:0 durch Danny Albrecht (21.) war die Partie entschieden. Viktor Bjuhr verkürzte zwar auf 1:3 (32.), letztlich waren der HEV aber die klar bessere Mannschaft. In der Schlussphase machten Christian Nieberle (53.) und Sören Hauptig (57./UZ) den Deckel drauf.

Icefighters Leipzig – Rostock Piranhas 5:4 (2:1, 2:1, 1:2)
Leipzig und die vermeintlich Kleinen – das ist in dieser Saison ein Kapitel für sich. Auch gegen die Piranhas tat sich der Tabellenführer schwer. Damian Schneider brachte die Icefighters zweimal in Führung (5./18.), welche Jakob Weber auf 3:1 ausbaute (21.). Dennis Dörner hatten zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen (8./ÜZ). Michal Bezouska verkürzte im Mitteldrittel auf 2:3 (32.), ehe Michal Velecky den alten Abstand herstellte (39.). Doch im Schlussdrittel kam Rostock nochmal auf, glich durch Constantin Koopmann (44./ÜZ) und Alexander Spister (46.) aus. Leipzig verhinderte dank Florian Eichelkrauts Überzahltreffer (51.) einen weiteren Rückschlag gegen ein Team aus der zweiten Tabellenhälfte.

EHC Timmendorfer Strand – Moskitos Essen 4:5OT (0:2, 4:0, 0:2, 0:1)
Ausgerechnet ein gebürtiger Timmendorfer war der entscheidende Mann für die Moskitos Essen. Dominik Lascheit brachte die Gäste im ersten Drittel in Führung (9./ÜZ/18.). Im Mitteldrittel spielte der EHCT dann ganz groß auf und drehte die Partie. Daniel Clairmont mit einem Doppelpack (23./UZ/34.), Petr Gulda (26.) und Jason Horst (28./ÜZ) machten aus dem Rückstand ein 4:2. Wütende Angriffe der Essener blieben lange ohne Erfolg, ehe Marcel Pfänder eine Lücke zum 3:4 fand (57.). 16 Sekunden vor dem Ende markierte Lascheit, der beim EHCT in der Jugend spielte, den 4:4-Ausgleich. Schließlich sicherte Dennis Thielsch den Stechmücken den Extrapunkt.

Hannover Indians – Saale Bulls 1:3 (0:1, 0:0, 1:2)
Indianer gegen Kevin Beech – so lautete über weite Strecken der Partie das entscheidende Duell. Nach der Hallenser Führung von Jan Niklas Pietsch (11.) entnervte der Deutsch-Kanadier im Bullen-Tor die Gastgeber. Am Ende sollte Beech 47 Saves sammeln, konnte nur spät von Andreas Morczinietz (56.) geschlagen werden. Halle war effektiver, ging durch Tim May wieder in Führung (59.). Nathan Robinson sorgte schließlich für die Entscheidung ins leere Tor (60.).

Hannover Scorpions – Preussen Berlin 5:1 (4:1, 0:0, 1:0)
Ein überragendes erste Drittel brachte den Scorpions den Schwung für weitere drei Punkte im Kampf um Platz drei. Dennis Schütt brachte die Gastgeber in Führung (6.), ehe Patrick Schmid mit einem lupenreinen Hattrick (8./ÜZ/11./ÜZ/16.) alles klar machte. Thomas Pape ließ in der Schlussphase den fünften Hannoveraner Treffer folgen (56.). Den Ehrentreffer für Berlin erzielte Brian Gibbons zum zwischenzeitlichen 1:4 (20.).

Crocodiles Hamburg – Tilburg Trappers 4:5OT (0:1, 2:2, 2:1, 0:1)
Die Crocodiles senden ein Lebenszeichen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Tilburg bestimmte das erste Drittel, doch mehr als das 1:0 durch Mickey Bastings (11.) sollte den Niederländern nicht gelingen. Parker Bowles sorgte dann aber im Mittelabschnitt für das 2:0 (25.), ehe sich die Hamburger in die Partie kämpften. Norman Martens in Überzahl (35.) und Andre Gerartz (39.) verkürzten jeweils. Zuvor hatte Jonne de Bonth auf 3:1 für die Trappers erhöht (36.). Im Schlussdrittel gelang Moritz Israel der 3:3-Ausgleich (46.), ehe Bastings auf 4:3 für Tilburg stellte (50.). Israel schoss Hamburg in doppelter Überzahl in die Verlängerung. Hier war Bastings nach exakt 19 Sekunden mit dem 5:4 für den Tabellenzweiten zur Stelle.

Tilburg Trappers – Hannover Indians 5:1 (2:0, 3:0, 0:1)
Im Topspiel des Sonntags waren die Trappers das effektivere Team und gewinnen so verdient. Ryan Collier markierte schon nach 107 Sekunden die Führung, welche die Niederländer nach und nach ausbauten. Reno de Hondt (9./24.), Kilian van Gorp (21.) und Brock Montgomery in Unterzahl (37.) schossen die weiteren Tore. Mark Ledlin gelang nur noch der Ehrentreffer für die Gäste, welche in der kommenden Woche auf Andreas Morczinietz verzichten müssen. Der Routinier musste nach zwei Disziplinarstrafen vorzeitig zum Duschen.

Preussen Berlin – EHC Timmendorfer Strand 4:2 (2:1, 0:1, 2:0)
Im von vielen Strafzeiten (14 Minors für beide Teams) war Timmendorf lange Zeit die bessere Mannschaft, steht gegen clevere Berliner aber ohne Punkte da. Tauno Zobel sorgte für die Führung der Gäste (9.), ehe die Preussen die Partie drehten. Chris Lijdsman (14./ÜZ) und Brian Gibbons (15.) schlugen binnen 85 Sekunden zu. Daniel Clairmont sorgte in doppelter Überzahl nochmal für den Ausgleich (40.), ehe die Berliner im letzten Drittel effektiver waren. Marvin Tepper (48.) und Max Janke (53.) sicherten den Hauptstädtern so drei Punkte.

Black Dragons Erfurt – Herner EV 3:2 (0:0, 1:1, 2:1)
Was wäre nur gewesen, wenn die Black Dragons nicht zehn Spiele am Stück verloren hätten? Denn seit dem Knotenlöser in Timmendorf läuft es bei Erfurt deutlich besser. Herne hingegen ist weiter auf der Suche nach Konstanz, trotz eines guten Aaron McLeod. Der Kanadier brachte den HEV in Führung (27.), ehe die Drachen loslegten. Felix Schümann (40.), Michel Maaßen (43.) und Michal Vazan (46.) machten innerhalb von sechs Minuten alles klar. Der Herner Anschlusstreffer von McLeod kam zu spät (60.).

Harzer Falken – Icefighters Leipzig 2:3 (0:2, 1:0, 1:1)
Wie war das noch mit Leipzig und den Kleinen? Trotz einer schnellen Führung durch Antti Paavilainen (5.) und Michal Velecky (11.) tat sich der Spitzenreiter gegen den Vorletzten schwer. Braunlage war durchaus gleichwertig und kam durch Alexander Engels Powerplay-Treffer auf 1:2 heran (33.). Ebenfalls in Überzahl gelang Damian Schneider das 3:1 (46.), ehe Trevor Hendrikx -ebenfalls bei einem Mann mehr- nochmals verkürzen konnte (57.). Nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Patrick Franz wegen Checks von Hinten war die Partie dann aber nach 59 Minuten entschieden.

Saale Bulls Halle – Füchse Duisburg 3:6 (0:3, 2:1, 1:2)
Sein zweites Spiel mit seinem neuen Club dürfte Frank Petrozza deutlich besser gefallen haben. Seine Füchse drückten auf das Tempo und machten im ersten Drittel drei Tore. Marco Habermann (9.), Lars Grözinger (19.) und Andris Berzins (20.) sorgten für die klare Führung. Zwei Überzahl-Treffer von Alexander Zille und Jan Niklas Pietsch innerhalb von 26 Sekunden brachten Halle zurück ins Spiel (23.), ehe der oft gescholtene Aaron Beally (34.) wieder für Beruhigung bei Duisburg sorgte. Andre Huebscher (47.) und Robin Slanina (56.) machten dann alles klar. Nathan Robinson gelang in Unterzahl das zwischenzeitliche 3:5 (53.).

Moskitos Essen – Crocodiles Hamburg 7:3 (3:1, 3:1, 1:1)
Nach der Fast-Blamage von Timmendorf setzte Essen im Kampf um Rang sechs ein echtes Ausrufezeichen. Dominik Lascheit (6.) und Julian Lautenschlager (7.) verantworteten einen Doppelschlag, jeweils in Überzahl. Mortz Israel verkürzte ebenfalls mit einem Mann mehr auf dem Eis auf 1:2 aus Hamburger Sicht (13.), ehe Julian Pelletier (19.) das 3:1 folgen ließ. Erneut Lascheit in Überzahl (24.) und Denis Fominych (34.) schraubten das Ergebnis auf 5:1, ehe Thomas Zuravlevs Hamburgs zweiten Treffer folgen ließ (35.). Lautenschlagers zweites Tor war dann aber die endgültige Entscheidung (40.). Norman Martens (42.) für Hamburg und erneut Pelletier (43.) machten die letzten beiden Treffer.

Rostock Piranhas – Hannover Scorpions 0:4 (0:0, 0:3, 0:1)
Ein überragender Björn Linda (33 Saves) war der entscheidende Mann für den Tabellenvierten. Die Piranhas verzweifelten am Scorpions-Schlussmann und haderten mit ihrer Chancenverwertung. Hannover machte es besser. Patrick Schmid schnürte seinen nächsten Doppelpack (31./35.), Chad Niddery (38.) und Sean Fischer (60.) ließen die weiteren Treffer folgen.

Christian Schülling

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