All for Joomla All for Webmasters
Deutschland

OL Nord: Spieltag 22: Tilburg triumphiert im Topspiel – Timmendorf im Ostseederby

Was für ein Spieltag in der Oberliga Nord. Der Tabellenführer hat gewechselt, der Tabellendritte ist ebenfalls neu und das Schlusslicht siegte ebenfalls. Dazu sahen die Zuschauer satte 54 Tore in den sieben Begegnungen. Also hinein ins Vergnügen. Die Kracherpartie stieg in Leipzig, wo die Icefighters den Verfolger aus Tilburg zu Gast hatten. Die Niederländer siegten am Ende mit 4:1 und eroberten so die Tabellenführung zurück. Hinter dem Top-Duo reihen sich nun die Hannover Scorpions ein, welche die Füchse Duisburg mit 6:3 besiegten. Die Hannover Indians schließen wieder zu den Konkurrenten auf, dank eines 6:0 in Braunlage. Die Moskitos Essen feierten einen 10:0-Kantererfolg gegen die Black Dragons Erfurt und freuen sich darüber, dass die Verfolger sich gegenseitig die Punkte wegnehmen. Denn der Herner EV besiegte die Saale Bulls Halle mit 3:2. Die Crocodiles Hamburg sind endgültig im tristen Mittelmaß angekommen, verloren zu Hause gegen Preussen Berlin mit 2:3. Und der EHC Timmendorfer Strand feierte den ersten richtigen Dreier der Saison, siegt in Rostock mit 8:6.

Harzer Falken – Hannover Indians 0:6 (0:3, 0:2, 0:1)
Es war von Beginn an eine deutliche Angelegenheit am Wurmberg. Bereits nach sechs Minuten erzielte Lasse Uusivirta im Powerplay die Führung für Hannover. Danach bestimmten die Indians die Partie und legten nach. Branislav Pohanka (17.) und Robbie Hein (20./ÜZ) erhöhten auf 3:0. Die personell gebeutelten Falken wehrten sich nach Kräften, doch wirklich durchschlagskräftig war es zu selten. Stattdessen legten die Indianer weiter nach. Nicolas Turnwald (26.), Jan Tramm (36.) und Mark Ledlin (59.) machten das halbe Dutzend komplett. In der Schlussphase sahen die Fans dann noch eine zünftige Keilerei mit jeweils zwei Beteiligten beider Mannschaften.

Icefighters Leipzig – Tilburg Trappers 1:4 (0:1, 1:0, 0:3)
Das Topspiel hielt über weite Strecken genau das, was es vorher versprach. Die beiden besten Teams der Liga schenkten sich nichts, die Goalies hielten stark und erst in der Schlussphase gab es die Entscheidung. Zunächst hatte Giovanni Vogelaar die Trappers in Führung gebracht (6./ÜZ), ehe sich die Icefighters im zweiten Drittel für ihre Leistung belohnen konnten. Dominik Patocka traf in doppelter Überzahl zum 1:1 (28.). Doch nach dem Tilburg zunächst einen Penalty nicht verwerten konnte, sorgte Brock Montgomery gleich zu Beginn des Schlussdrittels für das 2:1 (41.). Nun rannten die Icefighters hinterher, hatten auch Chancen, mussten dann aber das 1:3 durch Alexei Loginov (51./UZ) hinnehmen. Auch der frühe sechste Feldspieler brachte nichts, Parker Bowles machte den Deckel drauf (56.).

Rostock Piranhas – EHC Timmendorfer Strand 6:8 (3:2, 1:3, 2:3)
Verrückt trifft es wohl am Besten, was an der Rostocker Schillingallee passierte. Die Piranhas bestimmten die Anfangsphase, führten nach Toren von Greg Classen (3./12.) und Michal Bezouska (9.) verdient mit 3:0. Irgendwie fand Daniel Clairmont dann den Schlüssel, um Timmendorf ins Spiel zu bringen und verkürzte per Doppelpack auf 2:3 (14./19.). Richtig rund ging es dann im zweiten Abschnitt. Drei Powerplay-Treffer von Cedric Montminy (28.), Petr Gulda (29.) und Kevin Kunz (38.) sorgten für das Timmendorfer 5:3. Artur Lemmer verkürzte aber nochmal für Rostock (40.), ehe Montminy mit dem 6:4 die scheinbare Entscheidung besorgte (41.). Doch Rostock kam nochmal in die Partie: Valerij Guts und Alexander Spister glichen per Doppelpack aus (48.). Youngster Kevin Kunz war dann aber Siegtorschütze für Timmendorf (52.), ehe Daniel Lupzig noch ins leere Tor traf (60.).

Hannover Scorpions – Füchse Duisburg 6:3 (3:1, 2:1, 1:1)
Im zweiten Topspiel des Tages holten sich die Scorpions mal wieder den dritten Platz. Patrick Schmid eröffnete den Reigen (5.), doch nur 57 Sekunden später glich Lars Grözinger aus. Knackpunkt der Partie war die 17. Minute. Erst traf Sean Fischer im Powerplay zum 2:1 für Hannover, acht Sekunden später musste Duisburgs Armands Berzins vorzeitig zum Duschen. Das folgende Vier gegen Vier nutzte Björn Bombis zum 3:1 (18.). Im zweiten Drittel verpasste Duisburg den Anschlusstreffer, stattdessen erhöhten Christoph Koziol (36.) und Robin Thomson (39.) auf 5:1. Erneut Grözinger traf für Duisburg im Powerplay (40.). Im Schlussdrittel probierte Duisburg zwar alles (22:9 Schüsse für die Füchse), kassierte aber schnell das 2:6 durch Sebastian Lehmann in Unterzahl (43.). Mehr als ein dritter Treffer wollte den Füchsen aber nicht gelingen. Den verbuchte Sam Verelst ebenfalls in Unterzahl (55.).

Crocodiles Hamburg – Preussen Berlin 2:3 (0:0, 1:2, 1:1)
Die verletzungsgeplagten Crocodiles stecken knietief in der Krise. Selbst gegen Berlin wollte den Hamburgern wenig gelingen. Kai Kristian im Kasten verhinderte lange einen Rückstand, während die Stürmer vorne nicht trafen. Schließlich traf Chris Lijdsman in Überzahl zum Berliner 1:0 und nur 31 Sekunden später erhöhte Justin Ludwig. Wiederum 44 Sekunden später verkürzte Tobias Bruns auf 1:2 und brachte die Hamburger zurück in die Partie. Semjon Bär glich dann sogar zum 2:2 aus (52./ÜZ), doch Marvin Tepper sicherte mit seinem späten Treffer die drei Punkte für die Preussen (59.).

Herner EV – Saale Bulls Halle 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)
Im Kampf um Platz sieben und damit um die Meisterrunde fährt Herne einen ganz wichtigen Erfolg an. Sören Hauptig markierte bereits nach fünf Minuten das 1:0, Brad Snetsinger legte zu Beginn des Mittelabschnitts einen Powerplay-Treffer nach (21.). Ex-HEV-Verteidiger Jan Niklas Pietsch brachte die Bullen zurück in die Partie (30.), der Ausgleich wollte aber nicht fallen. Stattdessen sorgte Hernes Kapitän Stephan Kreuzmann mit dem 3:1 für die Vorentscheidung (44.). Mehr als der Anschlusstreffer durch Nathan Robinson (51.) wollte dann nicht mehr fallen.

Moskitos Essen – Black Dragons Erfurt 10:0 (8:0, 1:0, 1:0)
Wahrscheinlich wird niemand erklären können, was im ersten Drittel passierte. Essens Offensive konnte machen, was sie wollte, irgendwie waren die Schüsse immer drin. Denis Fominych (5./ÜZ), Julian Lautenschlager (6./9.), Kyle DeCoste (7.) und Dennis Thielsch (8./ÜZ) machten schon frühzeitig alles klar. Dominik Lascheit machte das halbe Dutzend komplett (14./ÜZ). Nach dem Erik Reukauf den Erfurter Kasten verlassen hatte, war Christoph Ziolkowski im Alleingang der Alptraum von Backup Martin Otte. Dreimal traf Essens Stürmer (17./18./ÜZ/27.). Den Schlusspunkt unter die sehr einseitige Begegnung setzte Oliver Granz in doppelter Überzahl (54.).

Christian Schülling

To Top
error: Content is protected !!