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Europa

Spengler Cup: Team Canada und die Schweizer-Nationalmannschaft im Halbfinale

Der Spengler Cup Neuling Hämeenlinna vermochte sich gegen das Schweizer Nationalmannschafts-Team nicht durchsetzen. Zu gut war die Mannschaft organisiert, Die Verteidigung spielte praktisch fehlerlos, Goalie Luca Boltshauser hielt seinen Kasten sauber und damit wurde dieses Spiel mit 4:0 gewonnen.

Die Schweizer konnten den Schwung vom Vortag mitnehmen und setzten Hämeenlinna sofort unter permamentem Druck. Die Folge davon war, dass die Finnen viele Scheibenverluste beklagten. So wurden sie bereits an der Mittellinie abgefangen und die Eisgenossen konnten daher direkt in den Gegenangriff mit direkten Zug aufs Tor starten. Auch wurde der Puck jeweils sauber aus der Zone gespielt, die Pässe hart auf den Stock und von den Verteidiger schnell den Stürmern zugespielt, welche dann den direkten Zug aufs gegnerische Tor suchten.

So lag die Schweizer-Nati nach 23. Minuten mit 2:0 in Führung. Chancen hatte Hämeenlinaa praktisch nur im Powerplay, die sie aber nicht für Tore ausnützen konnten. Hämeenlinna war wie auch schon in ihrem ersten Spiel zu verspielt und zuwenig aggressiv. Chancen einen Schuss aufs Tor abzugegeben wurden vergeigt, da die Finnen meist noch den besseren Pass zu einem Mitspieler suchten, statt selber zu schiessen. Dadurch bekam man als Zuschauer auch das Gefühl, dass die Finnen das Publikum mit schönen Kombinationen beeindrucken wollten statt um den Sieg zu kämpfen.

Mit einem 2:0 Vorsprung der Schweizer nahm man das Schlussdrittel in Angriff. Hämeenlinna musste sich nun klar steigern, wollten sie am Resultat noch etwas zu ihren Gunsten bewerkstelligen. Doch auch diesmal wurden sie von Beginn weg von der Schweizer Nationalmannschaft unter Druck gesetzt, kamen aber dennoch zu einigen Möglichkeiten, da ihnen die Schweizer mit unnötigen Strafen zu einigen Powerplay’s verhalfen. Aber den Finnen unterliefen dabei einige gravierende Fehler und konnten ihre Möglichkeiten nicht zu Tore ummünzen. Das wichtige 3:0 der Eisgenossen durch Rod und der danach folgende Shorthander von Vermin war schlussendlich der entgültige Genickbruch für Hämeenlinna.

Doch auch das Fischer-Team zeigte einige Defizite auf, insbesonders in Über- und Unterzahl und aus fünf Powerplay-Chancen resultierten erneut keine Treffer. Damit gelang dem Schweizer-Nationalteam in vier von fünf Spielen in dieser Spielzeit kein einziges Überzahltor und in Davos war man im Powerplay schon zehn Mal erfolglos. Ein starkes Überzahlspiel ist jedoch zwingend für eine erfolgreiche Olympia im Februar.

Canada siegt dank grösserer Effizienz im Mitteldrittel
Das Team Canada begann stark, wollten sie doch unbedingt einen freien Tag geniessen und kamen denn auch zu etlichen Torchancen. Davos, welches um den Gegner einzuschüchtern, bekannterweise immer mit viel Druck und Schnelligkeit in eine Partie steigt, aber die Rechnung nicht jedes Mal aufgeht. So konnte Davos erst die vierte Strafe gegen die Kanada nutzen und mit 1:0 in Führung gehen. Das Team Canada zeigte im ersten Drittel eine ziemlich undisziplinierte Vorstellung, welche zu 5 Strafminuten führte. Dank dem guten Unterzahlspiel und mit nur mit einem Tor Rückstand, enstanden keine nachteiligen Folgen mehr für sie. 

Mehr Konzentration zeigten die Kanadier im mittleren Abschnitt, erzeugten mehr Druck auf die Davoser, welche mit der Zeit immer unkonzentriert wirkten und deshalb zu unnötigen Strafen gezwungen wurden. Team Canada hingegen kam durch den 1:1 Ausgleich kurz vor der Spielhälfte immer besser ins Spiel. Sie domminierten die Partie nach Lust und Laune und erzielten im Powerplay die 2:1 Führung. Davos erholte sich erst gegen Ende des 2. Abschnitts, doch brachte der Davoser Stürmer Dino Wieser sein Team mit seiner dummen Aktion wieder in Gefahr. Klarerweise liessen sich die Kanadier nicht zweimal bitten und schlugen kurz vor dem zweiten Pausenpfiff erneut zu und gingen mit 3:1 in Front liegend in die verdiente Pause.

Doch meistens ist der HC Davos stark genug um seine Fehler wieder auszubügeln, zumal Coach Arno Del Curto in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben schien. Jedenfalls kam ein anderer HCD mit mehr Aggressivität, mit viel mehr Druck aufs gegnerische Tor und hartem Forechecking aus der Pause. Davos versuchte sogleich nachzusetzen, doch der hervorragend spielende kanadische Keeper liess keinen weiteren Treffer mehr zu. Trotzdem, diese Partie war noch offen, sollten die Davoser nicht zu spät zu einen Anschlusstreffer kommen. So standen Sciaroni und Dino Wieser nach sieben gespielten Minuten im Schlussdrittel allein dem kanadischen Torhüter, doch ein Treffer blieb ihnen verwehrt.

Weitere Chancen erarbeiteten sich die Davoser, als sich die Kanadier länger nicht mehr aus dem eigenen Drittel befreien konnten und zu Strafen gezwungen wurden. Auch die Chance für Davos, das zweite Tor zu erzielen und sie 10 Minuten vor Schluss gar in doppelter Überzahl agieren konnten, blieb ohne Erfolg. Eine weitere nachfolgende 5 gegen 4 Unterzahl Strafe blieb, obwohl der HCD vehement und mit aller Kraft anstürmte, ungenützt. Kanada konterte, gewann die Partie trotz der 14 gegen sie ausgesprochenen Strafen verdient mit 4:1.

Schweiz – Hämeenlinna 2:0 (1:0, 1:1, 2:0)
Tore: 13:51 Scherwey (Schlumpf, Geering) 1:0. 22:40 Schäppi (Rathgeb) 2:0. 50:31 Rod (Brunner) 3:0. 53:45 Vermin (Ausschluss Hollenstein, Shorthander) 4:0.
Schüsse aufs Tor: 40:17 (15:11, 10:1, 15:5).
Bemerkungen: Schweiz ohne Diaz, Fora, Herzog, Richard, Martschini. Hämeelinna ohne Lehtivuori, Friman, Santala, Turunen (alle überzählig).

Team Kanada – HC Davos 4:1 (0:1, 3:0, 1:0)
Tore: 13:33 Lofquist (Nygren,Sallinen, Ausschluss Kelly) 0:1. 28:36 Ebbett (Sikura, Hickey) 1:1. 30:23 Ebbett (Boychuck, Thomas, Ausschluss Schneeberger) 2:1. 38:34 Boychuck (Noreau, D’Agostini, Ausschluss Wieser Dino) 3:1. 55:21 Parenteau (McIntyre) 4:1.
Schüsse aufs Tor: 40:35 (18:19, 16:4, 6:12).
Bemerkungen: Team Kanada ohne Spaling, Micflikier, Pouliot. Davos ohne Walser, Grossniklaus, Kindschi, Wieser Marc

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