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TOPS & FLOPS: #74
Von: Markus Rinner Am: 25 Mrz, 2015 | Kategorien: Sonstiges, Tops & Flops, zSlideshow

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Tops & Flops/Ausgabe 74:

Top 1: Chinesisch Taipeh Flop 1: Spieler als Randalierer
Top 2: VSV vs. Salzburg Flop 2: Red Bull München
Top 3: Tony Hand Flop 3: ÖEHV
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Top 1: Chinesisch Taipeh

Chinesisch Taipeh hat vor eigenem Publikum den Challenge Asien Cup gewonnen! Nachdem das Team um Coach Tsai Po-Chuan gegen Macau 30:0 (bei einem Schussverhältnis von 96:19!) gewonnen hatte, besiegte das Team Thailand (9:0) und die Mongolei (8:2). Im großen Finale wartete das Team der Arabischen Emirate, das zuvor Thailand (5:2), Mongolei (6:1) und Macau (7:0) besiegen konnten. Das entscheidende Spiel wurde im Annex Ice Rink vor 808 begeisterten Fans am 19.03.2015 ausgetragen. Die Gastgeber mussten bereits nach 45 Sekunden auf Weng To verzichten, der wegen eines Checks zum Kopf des Gegners eine Matchstrafe ausfasste. Taipeh liess sich aber nicht beirren und schaffte mit einer 5:3 Überzahl nach 9:40 Minuten das 1:0 durch Shen Yen-Li. Zwei Minuten später konnte Shen Yen-Chin sogar auf 2:0 für den Gastgeber erhöhen. Das Team der UAE (Vereinigte Arabische Emirate) drehte das Spiel nach nur 5:26 Minuten im 2. Drittel durch Tore von Saeed Al Nuaimi, Juma Al Dhaheri und Ebraheem Bu Debs, auf 3:2. Für Taipeh konnte Shen Yen-Chin in der 31. Minute Ausgleichen, aber nur eine Minute vor dem Pausenpfiff konnte Omer Al Shamisi auf 4:3 erhöhen.

Im Schlussabschnitt wurde Lu Lifeng zum Held des Abends. Nach 2 Minuten im letzten Drittel schaffte der Stürmer im Powerplay (Al Yafeai war auf der Strafbank) das 4:4 und nur 5 Minuten später traf er zum 5:4 für Taipeh. Die Emirate versuchten noch alles um das Spiel zu drehen, doch es sollte kein Tor mehr fallen. Somit holte sich Taipeh die Gold Medaille vor den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Mongolei. Respekt!

 

Top 2: VSV vs. Salzburg

Neuer EBEL Rekord: 112 Minuten Spielzeit! Im 4. Playoff Spiel in der Serie Villach gegen Salzburg, stand es nach 60 Minuten 1:1 und somit musste eine Verlängerung her. Ausgerechnet John Hughes traf in der 112. Minute für die Salzburger zum 2:1 Sieg.

 

Top 3: Tony Hand

Die schottische Eishockeyikone Tony Hand ist im Alter von 47 Jahren als Spieler zurückgetreten. Bereits als 14-jähriger startete er 1981 seine Karriere bei den Murrayfield Racers und heimste in den folgenden Jahren etliche Titel ein: Bester Britischer Stürmer 08/09, 07/08, 06/07, 05/06, 04/05 – BISL Sieger 96/97 – BNL Champion 01/02 – BPL Champion 86/87, 87/88 – EPIHL Champion 10/11, 13/14 – SNL Champion 85/86 – und so weiter. 1986 wurde Hand sogar von den Edmonton Oilers gedraftet, als erster britischer Spieler. Nach einem kurzen Aufenthalt in den USA, ging es wieder zurück nach Europa. Hand war auch die meiste Zeit im britischen Nationalteam – 1994 war er mit dem britischen Team sogar bei der A-WM. Ab 2001 war er als Spielertrainer bei diversen Teams tätig. 2011-2013 wurde er nebenbei auch Coach des britischen Nationalteams. In der aktuellen Saison schaffte er mit Manchester Phoenix noch 53 Punkte (10 Tore, 43 Vorlagen). Insgesamt markierte Hand in seiner langen Laufbahn über 4.250 Punkte. Nun ist der Zeitpunkt gekommen die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen. Tolle Karriere Tony! Siehe STORY

 

 

Flop

Flop 1: Spieler als Randalierer

Laut “Kronen Zeitung” hat ein 22-jähriger Eishockeyspieler aus Ritten, in Wien einen Kebap nicht bezahlen wollen. Nach einer Verfolgungsjagd mit dem Besitzer des Kebapstandes und dem Einschreiten der Polizei, soll der Spieler auf die Polizisten und Amtsärzte eingeprügelt haben. Die Tageszeitung “Österreich” hat gleich einen „Verdächtigen“ aus Südtirol ausgeforscht und in der Printausgabe Roland F., 22 aus Ritten der Tat beschuldigt. Naja, Roland Fink Backup-Goalie von Ritten und der Einzige auf den diese Beschreibung zutrifft, war an diesem Abend mit Spielen beschäftigt und ist zudem auch kein Student… Absolut Flop: Prügelnder Eishockey Spieler und Rufmord einer “Qualitätszeitung”(?).

Flop 2: Red Bull München
Red Bull München hat in dieser DEL-Saison eine wirklich gute Leistung gezeigt und den Grunddurchgang auf Platz 2 Beendet. Die erste Play Off Runde blieb München und den ersten 6 Teams aus der DEL somit erspart. Nürnberg vs Berlin und Wolfsburg vs Krefeld duellierten sich in einer Bes of 3 Serie um den Einzug ins Viertelfinale. Das Team um Don Jackson traf dann im Viertelfinale auf Wolfsburg (Platz 7 im Grunddurchgang) und da schien es als hätte das Red Bull Team das Eishockeyspielen verlernt. Die Münchner verloren die Serie mit 0:4 (0:4, 2:3, 0:2, 3:4) und konnten bei ihren zwei Heimspielen nicht einmal ein Tor erzielen. Peinlich, peinlich…  
Flop 3: ÖEHV

Nach Außen schauen die Aktionen vom ÖEHV immer etwas ungeschickt aus. In der INL traf Jesenice auf Slavija Ljubljana. Im entscheidenden Spiel in der Best of 7 Serie gewann Jesenice mit 4:3 und sicherte sich so den Aufstieg in das INL Halbfinale. Die Overtime wurde mit 4 gegen 4 Spielern gespielt, dem Reglement nach müsste 5 gegen 5 begonnen werden. Nachdem der Verband von diesem Formalfehler erfuhr, wurde dieses 4:3 nicht gewertet und eine Neuaustragung der Verlängerung wurde festgesetzt. Angeblich hat der Verband am Mittwoch bekannt gegeben dass das Spiel am Mittwoch oder Donnerstag zu erfolgen hat. Jesenice soll dann die Verlängerung für Mittwoch 19:00 angesetzt haben, was aber ohne Rücksprache mit Ljubljana passiert sein soll. Damit konnte Slavija nicht antreten und das Spiel wurde zugunsten von Jesenice strafverifiziert…(!?)

 

für Hockey-News

Max Zwanzger